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Sinn als Grenze sozialer Systeme



Systeme stabilisieren ihre Differenz zur Umwelt durch Grenzen - seien diese nun Plastiküberzüge der Stromkabel, Staats- oder Zollgrenzen oder die Wände einer Kühlbox oder eines Raumschiffs. Im Falle sozialer Systeme sind Grenzen Sinngrenzen. Sinn unterscheidet order von noise, Information von Rauschen. Sinn selektiert aus einer übcrkomplexen Umwelt ein Ereignis und ordnet es dem System zu. Vor dem Horizont der anderen Möglichkeiten gewinnt diese Selektion dann Kontur als Information.
      Sinnhafte Selektionen sind reflexiv: sie wissen, daß sie selektiv verfahren und vieles vernachlässigen, übersehen, weglassen, und sie sind konlingent, da stets auch andere Selektionen aus dem Horizont von Mögliehkeilen denkbar sind. Sinn wirkt insofern auch gleichsam als Filter; es läßt vieles in der Umwelt, damit weniges vom System bearbeitet werden kann. Sinngrenzen ordnen also "die Elemente, aus denen das System besteht und die es reproduziert, dem System zu."

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Sinn  als  Grenze  sozialer  Systeme    





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