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William Shakespeare (I564-I6I6)



William Shakespeare hat ein Werk hinterlassen, das Generationen von Dichtern inspiriert hat. In Deutschland begann die Shakespeare-Verehrung mit Lessing, I lerder und Goethe. I leute werden Shakespeares Stücke auf den Bühnen überall in der Welt gespielt und immer wieder neu interpretiert. Verfilmungen seiner Werke und seines Lebens locken immer noch Zuschauer in Scharen vor die Kinoleinwände.



      Doch lange Zeit umgab die Person des wellweil vielleicht berühmtesten Dramatikers geheimnisvolles Dunkel, Ungereimtheiten in den Ãoberlieferungen führten zu teilweise wilden Spekulationen. Es wurde zeitweise sogar bezweifelt, ob Shakespeare überhaupt der Verfasser der berühmten Werke sei. Heule hat die Shakespeare-Forschung eine gesicherlere Grundlage und geht von seiner alleinigen Autorschaft aus. Line Ausnahme ist das Stück >Heinrieh VI

II.

Der Kaufmann von Venedig< und >Romeo und Julia< zeugen von seiner Kenntnis Italiens. 1992 ist Shakespeares Aufenthalt in London nachweisbar. Kr schrieb seine ersten Dramen und wohnte zu billiger Miete in einem verrufenen Vergnügungviertel, in dem die Schauspieler der Thcalertruppe »Chamberlain's Men« wohnten, zu denen bald auch er gehören sollte. Kinmal im Jahr besuchte er seine Familie in Stratford.
      Shakespeare war nur einer unter vielen Thealerautoren, unter denen auch Christopher Marlowe herausragte. Insgesamt dürften mehr als tausend Stücke in Shakespeares Zeit für die Bühne ver-fasst worden sein. Man bediente sieh der Balladenform und griff auf lateinische und griechische Traditionen zurück. Shakespeare verstand es aber, die üblichen Stoffe so originell zu verarbeiten, dass alle sozialen Schichten des bunt zusammengesetzten Publikums sich angesprochen fühlten. Schon mit der Aufführung seines ersten erfolgreichen Dramas >Heinrich Vl.< wirbelte er die Londoner Theaterwelt durcheinander. Nach dem großen Erfolg des >Titus Andronicus< trat Shakespeare mit dem berühmten Schauspieler Burbage an die Spitze der »Chamberlain's Men«.
      Kin Förderer Shakespeares war auch derjunge Graf von South-ampton, dessen künftige F'rau Klizabeth Vcrnon pikanterweise Shakespeares große Liebe gewesen war. Die wahrscheinlich aus dieser Liaison hervorgegangene Penelope kam in einem clisabethanischen Gefängnis zur Well. Auch der Graf wurde als politischer Gegner von Klisabeth I. in den Tower geworfen.
      In Shakespeares Historiendramen oder in fantastische Welten .
      Die enorme Wirkung der Dramen Shakespeares jenseits von Politik und Zeitgeschehen kommt aber daher, dass sie die engen Gattungsregeln jenerZeit sprengen und abseits von einfachen Gut-und-Böse-Schemata die Grundprobleme des menschlichen Daseinserfassen. Shakespeare war schon zu Lebzeiten ein Mythos, in vielen Studentenzimmern im berühmten Cambridge hing sein Porträt. Nachdem er auch reich geworden war, erwarb er 1602 einen großen Landbesitz in Stratford.
      Nach der Thronbesteigung des schottischen Königs Jacob I. trat Shakespeares Truppe mehrmals bei I lol'e auf, mit den Brüdern Burbage pachtete er das BlackfriarsTheatre. 1613 zog sich Shakespeare auf seinen Familiensitz in Stratford zurück, wo er drei Jahre später starb. Lr erlebte nicht mehr die Auslöschung der Londoner Theaterkultur durch die Anhänger Oliver Cromwclls: Shakespeares Theater »The Globe« wurde 1644 von puritanischen Fanatikern dem Erdboden gleichgemacht.
     

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