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Spielmannsdichtung



Sammelbezeichnung für nicht-höfische und nicht-geistliche, meist mündlich überlieferte Literatur, die wahrscheinlich im Umkreis der mittelalterlichen Spielleute und der Fahrenden entstanden ist. Als Unterhaltungsliteratur wurden —> Stoffe aus —> Heldenepen oder zeitgenössische Themen von fahrenden Sängern des Mittelalters und der frühen Neuzeit dargeboten. Die Spielmannsdichtung umfaßt —»Balladen, mündlich überlieferte —* Heldenlieder sowie witzige, anspielungsreiche Stegreifkunst . Zur überlieferten Spielmannsdichtung gehören auch fünf anonyme sogenannte Spielmannsepen: «König Rother» , «Herzog Ernst» , «Orendel» und «Salman und Morolf» , die um Motive der Brautwerbung kreisen. Die Frage, ob diese —»Epen und andere überlieferte Beispiele der Spielmannsdichtung von Vaganten stammen, ist letztlich ungeklärt. Als wahrscheinlicher gilt, daß sie von Autoren verfaßt wurden, die Kontakt zu den fahrenden Sängern und Spielleuten hatten.
     


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