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Styron William - Leben und Biographie



Mit psychologisch angelegten historischen Romanen und brisanten Themen setzte William Styron neue Akzente in der Literatur der US-Südstaaten.
      Der Sohn eines Werftarbeiters verlor seine Mutter bereits mit 13 Jahren. Während des Zweiten Weltkriegs war er Marineleutnant. Nach dem Examen 1947 an der Duke University in Durham arbeitete Styron u.a. in einem New Yorker Verlag. 1951 veröffentlichte er seinen ersten Roman Geborgen im Schöße der Nacht über eine Familientragödie in den Südstaaten. Der Roman Der lange Marsch beschreibt die Schinderei in einem Marineausbildungslager.



      In dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten historischen Roman Die Bekenntnisse des Nat Turner stellt Styron den Aufstand der schwarzen Sklaven 1831 in Virginia aus der Sicht ihres Rebellenführers dar; radikale Schwarze in den USA warfen Styron allerdings vot, ein oberflächliches und klischeehaftes Bild des von ihnen verehrten Turner gezeichnet zu haben. Ein nicht minder brisantes Thema griff der Autor im Roman Sophies Wahl auf; er beschreibt die psychologischen Folgen einer persönlichen Tragödie während des Holocaust. In Sturz in die Nacht. Die Geschichte einer Depression schildert Styron seine eigenen Depressionen Mitte der 1980er Jahre. 1993 veröffentlichte er drei Erzählungen aus seiner Jugendzeit unter dem Titel A TidewaterMorning.

      Sophies Wahl
In seinem vierten Roman, der als Buch und Film ein Welterfolg wurde, greift William Styron Themen wie Rassismus, Schuld und Bewältigung der Vergangenheit auf. Inhalt: Der 22-jährige Stingo, ein angehender Schriftsteller aus dem Süden der USA, ist das Alter Ego des Autors. Er lernt 1947 in einem Haus in New York Nathan und Sophie kennen: Der drogensüchtige Jude Nathan Landau gibt vor, Physiker zu sein, arbeitet aber in einer Bibliothek. Seine Freundin Sophie Zawistowska, eine polnische Christin, hat Auschwitz überlebt. Nach einem Diebstahl wurde sie von KZ-Schergen gezwungen, eines ihrer beiden Kinder in die Gaskammer zu schicken. Körperlich und seelisch geschädigt, versucht Sophie ausgerechnet beim labilen Nathan Halt zu finden. Der unerfahrene Stingo ist von Nathan beeindruckt und verliebt sich in Sophie. Schließlich verführt sie ihn. Die neurotische Menage ä trois endet im Gefühlschaos: Auf dem Weg in den Süden wird Stingo von Sophie, die er vor Nathan schützen will, im Stich gelassen. Sie kehrt nach New York zurück und begeht mit Nathan Selbstmord. Aufbau: Der Roman, der die Selbstfmdung eines Künstlers mit dem kollektiven Grauen des Holocaust verbindet, ist als Rückschau angelegt. Der erfolgreiche Autor Stingo rekonstruiert Ende der 1960er Jahre aus Erinnerungen und Tagebüchern die 20 Jahre zurückliegende Zeit. Diese Erzählstruktur wird durch referierte, interpretierte und ergänzte Erzählungen Sophies durchbrochen. Die Nicht-Jüdin liefert historisch genaue Angaben über den »industrialisierten« Massenmord durch die national-sozialisten und über die alltägliche »Banalität des Bösen« . Ein weiteres Thema des Buches ist die sexuelle Prüderie und die Psychoanalyse-Gläubigkeit der US-amerikanischen Nachkriegsgesellschaft. Wirkung: Das Buch wurde schnell ein internationaler Bestseller, aber im In- und Ausland durchaus kontrovers diskutiert. Manche Kritiker monierten, Styron relativiere das Schicksal von Millionen ermordeter Juden, indem er sich literarisch auf ein Einzelschicksal konzentriere und die Psyche eines SS-Arztes zu verstehen suche. Andere Kritiker dagegen würdigten Sty-rons literarischen Ansatz, sich der generellen Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz durch Beschäftigung mit einem der größten Verbrechen der Geschichte zu stellen. Für ihre Rolle der Sophie in Alan J. Pakulas Romanverfilmung erhielt Meryl Streep einen Oscar.


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