Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt




Autoren

Index
» Autoren
» Singer, Isaac Bashevis

Singer, Isaac Bashevis - Leben und Biographie



Isaac Bashevis Singer war ein Chronist des ostjüdischen Schtetl. Thema seiner Werke sind die Wünsche der Menschen, die meist nicht mehr als Illusionen sind. Als Sprache wählte Singer das Jiddische, obwohl er wusste, dass er sein Publikum nur in der Ãobersetzung erreichen konnte.
      Singer wuchs in Warschau auf und erhielt eine traditionelle jüdische Erziehung. Im Alter von 22 Jahren begann er für jiddische Zeitungen in Warschau Geschichten zu schreiben und erlebte den Kontrast zwischen Tradition und Neuerung in den 1920er Jahren. Nach dem Erscheinen des Romans Satan in Goray emigrierte Singer in die USA, wo er für die Redaktion des Jewish Daily Forward arbeitete. 1950 erschien der Roman Die Familie Moschkat in den USA in englischer Sprache, wodurch der Autor erste internationale Aufmerksamkeit auf sich zog. Dem Roman folgten u.a. die Familienchroniken Das Landgut und Das&6e. 1978 erhielt Singer für den Roman Feinde, die Geschichte einer Liebe den Literaturnobelpreis.



      Die Familie Moschkat
Mit Die Familie Moschkat hat Isaac Bashevis Singer dem jüdischen Warschau der Zwischenkriegszeit ein Denkmal gesetzt. Wie seine anderen Romane, schrieb Singer auch diesen in jiddischer Sprache.
      Inhalt: Die Romanhandlung setzt kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein und endet mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Warschau 1939. Singer schildert den moralischen Zerfall einer wohlhabenden jüdischen Warschauer Kaufmannsfamilie. Auslöser für den Untergang ist der Vorstoß der Moderne in das traditionelle jüdische Leben, das noch biblischen Gesetzen folgte. Im Mittelpunkt des Romans steht Euser Henschel, ein mittelloser Student aus der Provinz, der in Warschau Mathematik und Philosophie studieren will. Dank eines Empfehlungsschreibens und einiger Zufälle erhält er Zugang zur Familie Moschkat, deren 80-jähriges Oberhaupt Meschulam zum dritten Mal geheiratethat, was in den Reihen der zahlreichen bedürftigen Verwandten für Entsetzen sorgt. Seine neue Ehefrau bringt ihre Tochter Adele mit nach Warschau, der Moschkat im Fall einer Heirat eine beträchtliche Mitgift versprochen hat. Diese Mitgift im Auge, wirbt Henschel um Adele, obwohl er sich längst in Moschkats Enkelin Ha-dassa verliebt hat. Mit dem plötzlichen Tod Meschulams zerbricht das einigende Band der Familie. Die einzelnen Personen verfolgen egoistische Ziele und fühlen sich nicht mehr an moralische Gebote der jüdischen Tradition gebunden. Obwohl Hadassa mit ihrem frommen Mann Fische] Kuttner ein gute Partie gemacht hat und Adele vom verantwortungslosen Henschel ein Kind erwartet, beginnen Hadassa und Henschel eine leidenschaftliche und offene Liebschaft, die gegen alle gesetzten Normen verstößt. Der Verlust der jüdischen Gesetzesliebe führt zu Werteverlust und Orientierungslosigkeit, die dem stärker werdenden Einfluss von Außen nichts mehr entgegensetzen kann. Der Roman endet mit den Sätzen: »Der Tod ist der Messias. Das ist die Wahrheit« - eine zentrale Aussage in Singers Werk, der im Tod auf der Erde die einzige gewisse Erlösung sieht. Wirkung: Trotz der Ausstrahlungskraft des Romans auf Generationen, die das Schtetl nicht mehr selbst erlebt haben, erreicht Singer in der Darstellung jüdischen Lebens in Osteuropa nicht die emotionale Tiefe eines -> Scholem Alejchem.
     


Usinger, fritz

Waldrufe Aler, Jan. In: Wissen aus Erfahrungen, 1976, S. 665 - 681. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Newton, isaac

Nach dem zu seinen Lebzeiten in England gültigen |uhani-schen Kalender war N. cm Weihnachtskind - die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender erfolgte erst 1752. Obwohl der als Frühgeburt zur Welt gekommene Isaac als klein und schwach galt, erreichte er das für damalige Zeit beträchtliche Alter .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

 Tags:
Singer,  Isaac  Bashevis    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com