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Philosophen biographisch

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Simmel, Georg



S. besaß eine Sammlung kostbaren Porzellans. Schüler berichten von einer Berliner Vorlesung vor einer großen, in die Hunderte gehenden Hörerschaft, in welcher er über eine chinesische Porzellanschale mit einer feinen Tuschzeichnung dozierte. Er verwies dabei auf die augenblickliche Lebensbewegung des Auftragens der Tusche auf den Gegenstand und die endgültige Fixierung dieses flüchtigen Moments im Akt des Brennens, dem Akt definitiver Gestaltwerdung. Er erläuterte an dem zerbrechlichen Objekt die gespannte Ambivalenz von Liquidität und Erstarrung, von fließender Dynamik des Lebens und statischer Verhärtung objektiver Gebilde, die sein gesamtes Denken ausmachte.



      Ãœberdies ist die Differenz von Form und Inhalt für S.s Philosophieren maßgebend, ebenso die Kategorie der Wechselwirkung, die, zuerst als soziologische Bestimmung eingeführt, schließlich in den Rang eines metaphysischen Prinzips autrückt. Im Fragment Anfang einer unvollendeten Selbstdarstellung bemerkt er: »Von soziologischen Bedeutung des Wechselwirkungsbegriffs aus aber wuchs er mir allmählich zu einem schlechthin umfassenden metaphysischen Prinzip auf. Die zeitgeschichtliche Auflösung alles Substantiellen, Absoluten. Ewigen in den Fluß der Dinge, in die historische Wandelbarkeit, in die nur psychologische Wirklichkeit scheint mir nur dann vor einem haltlosen Subjektivismus und Skeptizismus gesichert, wenn man an die Stelle jener substantiell festen Werte die lebendige Wechsehvirksamkeit von Elementen setzt, welche letzteren wieder der gleichen Auflösung ins Unendliche hin unterliegen. Die Zentralbegriffe der Wahrheit, des Wertes, der Objektivität etc. ergaben sich mir als Wechselwirksamkeiten, als Inhalte eines Relativismus, der jetzt nicht mehr die skeptische Lockerung aller Festigkeiten, sondern gerade die Sicherung gegen diese vermittels eines neuen Festigkeitsbegriffs bedeutete.«
In gespannter Ambivalenz steht auch der Theoretiker S. in der Diskussion: Neben dem ästhetisierenden Philosophen eleganter Berliner Salons der Jahrhundertwende steht der Begründer der Soziologie ; neben dem darwinistischen Selektionsthcoretiker der Metaphysiker der Lebensanschauung; neben dem Theoretiker des Geldes der subtile Interpret der Rem-brandtschen Porträts - das unüberschaubare Schaffen gäbe noch Stoff für eine beliebig lange Fortsetzung solcher Scheinoppositionen her. In Wirkhchkeit ist S. mit dieser systematischen und thematischen Komplexität als Philosoph und Soziologe Theoretiker der Moderne und gleichzeitig einer ihrer Klassiker geworden. Als solcher muß er mit unvermittelten und unversöhnten Gegensätzen leben und in ihnen denken. Drei dieser systematisch bestimmenden Spannungsgebiete der Reflexion unter den Bedingungen der Moderne lassen sich herausstellen: Die systematisch unaufgelöste Spannung zwischen Genesis und Geltung, Erfahrung und Apriori, Darwinscher Selektionsund Evolutionstheorie und Kants Transzendentalphiiosophie; die durch die modernen Vergesellschaftungs- und Ausdifferenzierungsprozesse verschärfte Problematik der Einheit des individuellen Lebens, auf Disziplinen bezogen, die Frage nach dem Verhältnis der klassischen philosophischen Ethik zur nun entstehenden wissenschaftlichen Soziologie: die Frage nach einer möglichen Metaphysik des Lebens angesichts der Entwicklung der modernen Kultur.
      Die Antworten S.s auf diese Grundfragen lassen sich kennzeichnen als die Entwicklung einer ausdifterenzierten Theorie transzendentaler Gegenstandskonstitution vermittels regionaler Aprioritäten: als die Entwicklung einer formalen Soziologie als Theorie der Möglichkeitsbedingungen von Gesellschaft und die Entfaltung einer Ethik des »individuellen Gesetzes«: als die Entfaltung einer pessimistischen Lebensphilosophie und der Kategorie einer »Tragödie der Kultur«.
      S. beginnt unter dem Einfluß des Pragmatismus und des Darwinismus damit, in seinen Schriften Ãœber sociale Differenzierung und Einleitung in die Moralwissenschaften die gesellschaftlichen Phänomene und Prozesse als kausale Wechselwirkungen zwischen atomistisch gedachten Individuen zu denken. Der waltende Selektionsdruck erzwingt Verbesserungen der Erkenntnisfähigkeiten im pragmatisti-schen Sinne. Selbsterhaltung und Reproduktionsertordernisse der heterogenen Einzelelemente ergeben auch eine funktionale Einheit höherer Ordnung, in der Gruppe, in der Gesamtgesellschaft und auch durch die Entwicklung z.B. von Moralsystemen. Aber diese genetisch-funktionale Perspektive hindert S. nicht daran, zunehmend den Grundgedanken der kategonalen und apriorischen Formung sowohl auf der Ebene der Konstitution der Gesellschalt wie auch wissenschattstheoretisch in seine Ãœberlegungen einzubeziehen; die Probleme der Gesclüchtsphilosophic untersuchen, jetzt in Abgrenzung von der Methodologie der Naturwissenschaften und unter dem Einfluß des südwestdeutschen Neukantianismus Wilhelm Windelbands und der historischen Hermeneutik Wilhelm Diltheys. die spezifischen Leistungen historischer Gegenstandskonstitution. Ahnlich den kultur- und erkenntniskonstitutiven Wertbereichen im Neukantianismus und den späteren Regionalontologien der Phänomenologie Husserls stellen sich bei S. im Zusammenhang von Erkenntnisintcressen regionale Aprioritäten z.B. historischer, naturwissenschaftlicher, ästhetischer oder religiöser Art her. Sie sind auseinander nicht herleitbar und müssen in ihrer jeweiligen bereichsspezifischen Gesetzlichkeit erforscht werden. Es ergibt sich daraus der für die systematische Philosophie der Gegenwart einschlägige Gedanke einer »internen« transzendentalen Konstitutionslogik relativ zu bestimmten Bereichen menschlicher Orientierung.
      Den Kern von S.s Soziologie bildet eine Theorie der sozialen Ausdifterenzierung und Wechselbeziehung, die die transzendentalphilosophische Grundfrage auf die Gesellschaft ausdehnt: Wrie ist diese überhaupt möglich? Die formale Soziologie untersucht allgemeine Grundformen der Vergesellschaftung wie z.B. Ãœber- und Unterordnung, Arbeitsteilung. Konkurrenz. Parteienbildung etc. Die lebenserhaltenden und stabilisierenden Funktionen der Gesellschaft können dabei nur durch andauernde dynamische Transformationen aut den verschiedenen Ebenen aufrechterhalten werden. Permanent schlagen Akte der Stabilisierung in Instabilität und Zwang zur Innovation um. In komplexen Einzelanalysen bildet sich in S.s Reflexion hier eine für ihn typische tragische Struktur heraus. Man kann in dieser das spätbürgerliche Pendant zur marxistischen Revolutionstheorie sehen, wie auch S.s Philosophie des Geldes von 1900 als bürgerliche Theorie der »Beziehung« ein Gegenentwurf zur Marxschen Kapitalanalyse ist. Die tragische Form des Lebens, der S. auf der Spur ist. läßt sich auf dem Hintergrund der Schopenhauerschen Willensmetaphysik verstehen. Gerade das Erreichen bestimmter Ziele verschafft den gesellschaftlich handelnden Individuen keine Ruhe und Befriedigung: gerade ihre Realisierung treibt eine »Melancholie der Erfüllung« hervor, die in die permanente Unruhe zurückführt. Eine anfangliche Freiheit in den authentischen Lebensverhältnissen muß zwangsläufig zu einer äußerlichen Objektivität von Institutionen oder Gegenständen werden, die den Individuen entgleitet und nicht selten als »unbarmherzige Tatsächlichkeit der Welt« wieder auf sie zurückschlägt. Aus dem tragischen Pessimismus des 19. Jahrhunderts gewinnt S. eine analytische Sensibilität für die extreme Fragilität und Instabilität sozialer Svsteme. für die katastrophengefährdete Labilität gesellschaftlicher Organisationsformen.
      Die Ethik S.s versucht auf diesem Hintergrund die singulare Totalität des Lebens unter der Idee eines individuellen Gesetzes zu denken: Nicht die Allgemeinheit des Kantschen Sittengesetzes, sondern das Prinzip der kreativen Einzigartigkeit der Indivi-duation verbürgt hier das spezifisch Moralische. Die großen Untersuchungen zu Goethe , zu Kant und zu Kant und Goethe sind paradigmatische Studien, welche die Spannung der universalen Rationalität und der Fülle und Intensität des großen Individuums ausmessen. Der große Aufsatz Das individuelle Gesetz bringt S.s ethische Reflexion auf den Begriff; seine Rembrandt-Studien sowie seine Monographie Rembrandt vertiefen seine Philosophie des individuellen Lebens: die Porträtierten sind als Einzelne, weil als Sterbliche dargestellt. »Das Kostbarste ist das Sterbendste.« Der Tod ist für S. die Form des Lebens, weil er dieses begrenzt und dadurch gestaltet und bildet.
      In seiner späten Lebensmetaphysik versucht S., den Gedanken einer Transzendenz des Lebens sowie die Tragödie seiner notwendigen Entfremdung und Verdinglichung in der kulturellen Welt weiter zu entwickeln. Zwei Grundsätze, »Leben will immer mehr Leben« und »Leben ist immer mehr als Leben«, dienen zur Entfaltung dieser Lebensanschauung . Während viele gegenwärtige Interpreten diese spätere Lebensphilosophie ignorieren, läßt sie sich doch als Konzentrat der Grundgedanken S.s interpretieren. Für S. ist charakteristisch, daß er nicht nur die erwähnten Monographien vorgelegt, sondern in unzähligen Essays sich schreibend der Fülle der Dinge und Erscheinungen ausgesetzt hat. Diese Beiträge sind in vielen Zeitschriften verstreut und bis heute noch nicht zusammenhängend ediert worden. Eine Auswahl daraus ist die Sammlung Brücke und Tür, die Michael Landmann und Margarete Susman herausgegeben haben und die als Einführung in sein Denken geeignet ist.
      S.s Philosophie stand stets quer zum akademischen Diskurs; und er bekam die Reaktionen seiner wissenschaftlichen Kollegen am eigenen Leib zu spüren: erst mit 56 Jahren wurde er ordentlicher Professor für Philosophie in Straßburg, vier lahre vor seinem Tod, nachdem er immer wieder bei Berufungen übergangen worden war. S. hatte in Berlin Geschichte, Völkerpsychologie, Philosophie, Kunstgeschichte und Italienisch studiert. Nach der Promotion und der Habilitation wurde er dort Extraordinarius mit einem Lehrauftrag für Soziologie. Er stammte aus einer begüterten jüdischen Familie, war evangeüsch getauft, und er teilte die nationalistische Begeisterung des deutschen Bürgertums im Ersten Weltkrieg, bis er 1917 seinen Irrtum einsah. Sein Patriotismus führte u.a. dazu, daß sich sein Schüler Ernst Bloch von ihm abwandte. S. war umfassend gebildet, und sein Haus wurde zu einem Treffpunkt der Intelligenz in Berlin. Vormittags und abends widmete er sich seinen Studien: den Nachmittag hielt er aber stets frei für Konversation mit Freunden und Gästen. Er schrieb seine Abhandlungen und Essays in einem Zug nieder, fast ohnejegliche Korrektur. Er brillierte auch durch seine Vorträge und Vorlesungen, die zu den kulturellen Ereignissen der Reichshauptstadt zählten. Sem urbanes Wesen, die Brillanz seiner Rhetorik, der Scharfsinn seiner Analysen sicherten ihm die Aufmerksamkeit eines großen Publikums. S. war ein Exponent des gelehrten jüdischen Bürgertums, der Begründer der modernen Soziologie und als Philosoph durch seinen Relationalismus der Gegner jeglichen ontologi-schen Substanzdenkens. Seine Wirkung als Soziologe und Theoretiker der Moderne ist international. Er selbst beurteilte seine Sache dagegen sehr resigniert: »Ich weiß, daß ich ohne geistige Erben sterben werde . Meine Hinterlassenschaft ist wie eine in barem Gelde. das an viele Erben verteilt wird, und jeder setzt sein Teil in irgendeinen Erwerb um. der seiner Natur entspneht: dem die Provenienz aus jener Hinterlassenschaft nicht anzusehen ist.«
Gassen. Kurt Landmann. Michael: Buch des Dankes an Georg Simmel. Briefe, Erinnerungen, Bibliographie. Berlin 195S.
      Helmut Bdchmaier! Thomas Rentsch


Maurer, georg

Ankunft Hartinger, Walfried. In: Lesarten / Gedichte, 1982, S. 246 - 249. Fallt, Blitze Schlenstedt, Dieter. In: Lesarten / Gedichte, 1982, S. 240-245. Jasmin Rosenlöcher, Thomas. In: NDL 37, 1989, H. 9, S. 112- 118. Mond Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 7 - 9. .....
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Raubritter - georg britting

Zwischen Kraut und grünen Stangen Jungen Schilfes steht der Hecht, Mit Unholdsaugen im Kopf, dem langen, Der Herr der Fische und Wasserschlangen, 5 Mit Kiefern, gewaltig wie Eisenzangen, Gestachelt die Flossen: Raubtiergeschlecht. Unbeweglich, uralt, aus Metall, Grünspanig von tausend Jahren. Ein .....
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Fröhlicher regen - georg britting

Wie der Regen tropft, Regen tropft, An die Scheiben klopft! Jeder Strauch ist naß bezopft. Wie der Regen springt! In den Blättern singt 5 Eine Silberuhr. Durch das Gras hin läuft, Wie eine Schneckenspur, Ein Streifen weiß beträuft. Das stürmis .....
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Georg herwegh (i8i7-i875)

mit seinen 'Gedichten eines Lebendigen" , die vor allem durch starke Affekte auffielen . Herwegh begründete mit seiner 'Arbeiter-Marseillaise" die deutsche Arbeiterdichtung: Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm es will. Brich das Doppe .....
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Christian dietrich grabbe (i80i-i836) und georg büchner(i8i3-i837)

Grabbe, Sohn eines Detmolder Zuchthausverwalters, war eine unglückliche Natur. Er scheiterte sowohl als Schauspieler wie auch als Rechtsbeamter, verkam schließlich in Trunksucht und ging an Tuberkulose zugrunde. Er war ein genialer Nachfahre des Sturm und Drang und ein entschiedener Gegner der Roman .....
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Stefan george (i868-i933)

ist wohl der entschiedenste Gegner der naturalistischen Dichtung. Er bemüht sich in fein empfundener Lyrik, dem Sprachkunstwerk von der Form her im Sinne Klopstocks und Hölderlins erneut Geltung und Gewicht zu verschaffen. Stefan George stammte aus einem Weinbauerngeschlecht und wurde 1868 in Büdes .....
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Georg heym (i887-i9i2)

ertönt zum erstenmal der harte, unverwechselbare Klang demaskierter Wirklichkeit in der deutschen Lyrik. Die frühesten seiner Gedichte hatten noch Erlebnisse des Außen gestaltet, aber mit der Sammlung 'Der ewige Tag" beginnt expressionistische Thematik: Fluch und Dämonie der großen Stadt, Not und K .....
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Georg trakl (i887-i9i4)

wurzelt im Expressionismus, wenngleich sie sich vom revolutionären Ton der Dichter Georg Heym, Ernst Stadler und J. R. Becher durch die Neigung zu zartem Mitleiden und tiefer Melancholie unterscheidet. Trakl wurde am 3. Februar 1887 in Salzburg geboren. Die Atmosphäre dieser Stadt und das Erlebnis .....
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Georg kaiser (i878-i945)

mit seinem Schauspiel 'Die Bürger von Calais" . Den Stoff entlehnte Kaiser der Chronik des piccardischen Dichters Froissart , in welcher dieser das Ringen Philipps VI. und Eduards III. um Frankreich geschildert hatte: Nach seinem Siege bei Crecy marschierte der englische König gegen das stark befes .....
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Georg britting (i89i—i964)

bekennt sich wie Hausmann zur urgründigen Kraft der Erde, übertrifft diesen aber manchmal an Hintergründigkeit in der Leidenschaft zum Leben, die auch vor dem Dunkel nicht haltmacht. Sein barockes Lebensgefühl zeigt sich am unmittelbarsten in seinen Gedichten, deren bevorzugte Themen das Elementare .....
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Georg herwegh (i8i7-i875): an die deutschen dichter. i840 - lasst die harfen uns zertrümmern!

An die deutschen Dichter. 1840 Seid stolz! es klingt kein Gold der Welt Wie eurer Sairen Gold; Es ist kein Fürst so hoch gestellt, Daß ihr ihm dienen sollt! Trotz Erz und Marmor stürb er doch, Wenn ihr ihn sterben ließet; Der schönste Purpur ist annoch Das Blut, das ihr als Lied vergießet! .....
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Stefan george (i868-i933): komm in den totgesagten park ... - kein laufplatz für jogger

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes Blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe Gelb • das weiche grau Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten tosen welkten noch nicht ganz • .....
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Drachen - georg britting

Die Drachen steigen wieder Und schwanken mit den Schwänzen Und brummen stumme Lieder Zu ihren Geistertänzen. 5 Von wo der knallende Wind herweht? Von Bauerngärten schwer! Jeder Garten prallfäustig voll Blumen steht, Die Felder sind lustig leer. Der hohe Himmel ist ausgeräumt, 10 Wasserblau, ohne R .....
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Die schöne stadt - georg trakl

Alte Plätze sonnig schweigen. Tief in Blau und Gold versponnen Traumhaft hasten sanfte Nonnen Unter schwüler Buchen Schweigen. Aus den braun erhellten Kirchen 5 Schaun des Todes reine Bilder, Großer Fürsten schöne Schilder. Kronen schimmern in den Kirchen. Rösser tauchen aus dem Brunne .....
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Trakl, georg

Abend in Lans Lachmann, Eduard. In: Kreuz und Abend, 1954, S. 53 - 54. Krolow, Karl. In: Frankfurter Anthologie 10, 1986, S. 181 - 184. Abendländisches Lied Lachmann, Eduard. In: Kreuz und Abend, 1954. S. 109- 110. Finck, Adrien. In: Recherches Germaniques 4. 1974, S. 107- 119. Steinkamp, .....
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Vring, georg von der

Aufgehender Mond Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 21 - 22. Aus einer Nacht Bondy, Barbara. In: Zehn Minuten, 1991, S. 75 - 80. Cap de Bonne-Esperance Piontek, Heinz. In: Frankfurter Anthologie 1, 1976, S. 127 - 130. Der Bogenpfeil Eich, Günter. In: Mein Gedicht. 1961, S .....
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Weckherlin, georg rodolf

An das Teutschland Weber, Albrecht. In: Deutsche Barockgedichte, 1967, S. 42 - 43. Meid, Volker. In: Gedichte und Interpretationen 1, 1982, S. 148 - 158. Die Lieb ist Leben und Tod Hippe, Robert. In: Liebe im Gedicht, 1971, S. 20 -21. Ãœber den frühen Tod etc Beck, Adolf. In: Deutsche Lyr .....
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Weerth, georg

Arbeite! Neis, Edgar. In: Welt der Arbeit, 1975, S. 16 - 20. Das Hungerlied Bräutigam, Kurt. In: Zugänge, 1977, S. 43 - 46. Der Kanonengießer Hermand, Jost. In: Geschichte im Gedicht, 1979, S. 128- 135. Die hundert Männer von Haswell Hermand, Jost. In: Geschichte im Gedicht, 1979, S .....
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Winter, georg

Das Faultier oder die Geschichte zur hakenförmigen Kralle Wiese, Benno von. In: Frankfurter Anthologie 11, 1988, S. 249 - 253. .....
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Vogelschau - stefan george

Weisse schwalben sah ich fliegen Schwalben schnee- und silberweiss • Sah sie sich im winde wiegen • In dem winde hell und heiss. 5 Bunte häher sah ich hüpfen • Papagei und kolibri Durch die wunder-bäume schlüpfen In dem wald der tusferi. Grosse raben sah ich flattern • 10 Dohlen schwarz un .....
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Komm in den totgesagten park - stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb • das weiche grau 5 Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten rosen welkten noch nicht .....
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April - georg heym

Das erste Grün der Saat, von Regen feucht, Zieht weit sich hin an niedrer Hügel Flucht. Zwei große Krähen flattern aufgescheucht Zu braunem Dorngebüsch in grüner Schlucht. Wie auf der stillen See ein Wölkchen steht, 5 So ruhn die Berge hinten in dem Blau, Auf die ein feiner Regen niedergeht .....
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Columbus - georg heym

12. Oktober 1492 Nicht mehr die Salzluft, nicht die öden Meere, Drauf Winde stürmen hin mit schwarzem Schall. Nicht mehr der großen Horizonte Leere, Draus langsam kroch des runden Mondes Ball. Schon fliegen große Vögel auf den Wassern 5 Mit wunderbarem Fittich blau beschwingt. Und weiße R .....
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Der winter - georg heym

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel. Die Häuser recken sich mit leeren Mienen. Nun wohnen wir in rings umbauter Enge, Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben, 5 Wie Seiler zerrend grauer Stunden Länge. Die Tage zwängen sich in niedre Stuben, Wo .....
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Im winter - georg trakl

Der Acker leuchtet weiß und kalt. Der Himmel ist einsam und ungeheuer. Dohlen kreisen über dem Weiher Und Jäger steigen nieder vom Wald. Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt. 5 Ein Feuerschein huscht aus den Hütten. Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten Und langsam steigt der graue Mond. E .....
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Simmel,  Georg    





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