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Morris, Desmond - Leben und Biographie



Als Moderator populärer Tiersendungen machte sich Desmond Morris ab 1956 in Großbritannien einen Namen. International bekannt wurde er durch seinen großen Bucherfolg Der nackte Affe, in dem er menschliches Verhalten mit dem der großen Menschenaffen verglich, was in den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts noch viele Leser schockierte.
      Der in der westenglischen Grafschaft Wiltshire geborene Morris studierte zwischen 1948 und 1954 Zoologie in Birmingham und Oxford sowie anschließend zwei Jahre Ethologie bei dem niederländischen Verhaltensforscher Nikolaas Tinbergen. 1959-71 leitete er als Direktor die Abteilung für Säugetiere im Londoner Zoo. Daneben moderierte er zahlreiche Tiersendungen im Fernsehen und verfasste Bücher. Seit Anfang der 1970er Jahre führte Morris durch BBC-Sendungen zu den Themen Verhaltensforschung und Zoologie, in denen er immer häufiger das Verhalten des Menschen in den Mittelpunkt rückte .



      Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit machte Morris sich auch durch verschiedene künstlerische Aktivitäten einen Namen, wobei er seit seiner ersten eigenen Ausstellung 1948 vornehmlich als Maler surrealistischer Bilder hervortrat.

      Der nackte Affe
Das Buch Der nackte Affe führt erstmals eine Studie über das menschliche Verhalten durch, welche die Spezies Mensch mit dem großen Menschenaffen vergleicht. Inhalt: In der Einleitung vergleicht Morris den Menschen mit den 192 bekannten Primatenarten und stellt fest, dass dessen nächste Verwandten die großen Menschenaffen sein müssen. Nach dem Vergleich der auffälligsten äußerlichen Unterschiede konstatiert er weiter, dass der Mensch im Vergleich zu anderen Primaten fast vollständig nackt sei, mit Ausnahme nur einiger weniger auffallender Stellen, wie Kopf, Achselhöhlen und dem Genitalbereich.
      Nach dieser bewusst nüchtern gehaltenen Bestandsaufnahme beschreibt Morris in acht Kapiteln den Menschen mit den Augen eines Zoologen. Jedes der Kapitel entspricht einemelementaren Bereich: Herkunft , Sex , Aufzucht der Jungen , Neugier , Kampf, Nahrungsaufnahme und Körperpflege. Im Schlusskapitel untersucht Morris noch das Verhalten des »nackten Affen«, das dieser gegenüber anderen Tierarten an den Tag legt. An zahlreichen Beispielen demonstriert der Wissenschaftler, dass sich trotz der langen Evolution viele Verhaltensweisen des Menschen von entsprechenden Verhaltensmustern seiner tierischen Vorfahren ableiten lassen. Aufbau: Die von Morris vorgetragenen Betrachtungen zum menschlichen Verhalten beruhen oftmals auf langen, scheinbar einfachen Ketten von Analogien zu Verhaltensweisen, die sich auch an Primaten beobachten lassen. Allerdings verführte die scheinbar einfache Sprache des Autors Leser, die nicht genau zwischen gesicherten Fakten und den verschiedentlich eingestreuten, von Morris selbst formulierten Vermutungen zu unterscheiden wussten, häufig zu übertriebenen Schlüssen. Das galt insbesondere auch für die detaillierte Beschreibung des sexuellen Verhaltens des Menschen, dem Morris einen großen Teil des Buches widmet. Wirkung: Als das Buch Der nackte Affe 1967 erstmals in Großbritannien erschien, erregte es großes Aufsehen. Die Betrachtung des Menschen mit den Augen eines Verhaltensforschers kam vielen wie eine Gleichsetzung mit dem Tier vor - eine Vorstellung, die zum damaligen Zeitpunkt großes Entsetzen auslöste. Ebenso sorgten die langen Abschnitte über die Sexualität in den prüden 1960er Jahren für erhebliche Aufregung. Bis heute wurden von dem Buch weltweit mehr als acht Millionen Exemplare verkauft und es wurde in 23 Sprachen übersetzt. Die übersichtlich aufgebaute Studie trug sicherlich mit dazu bei, das zu jener Zeit noch vorherrschende anthropozentrische Weltbild zu verändern.


Morris, charles william

Die Entscheidung, sich der Wert- und Zeichentheorie zu widmen, traf M. Ende der 30er Jahre, als er eines Abends auf Läszlö Moholy-Nagy wartete. Moholy-Nagy, zusammen mit Walter Gropius am Bauhaus tätig, aber seit der Macht-* Ãobernahme Hitlers 1933 in London lebend, wurde 1937 als - Leiter an das »N .....
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