Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt




Autoren

Index
» Autoren
» Kolumbus, Christoph

Kolumbus, Christoph - Leben und Biographie



Als Entdecker Amerikas ist Christoph Kolumbus weltberühmt. Trotz dieses unbestrittenen Erfolgs, den er sich gegen Rat und Urteil zahlreicher Gelehrter erkämpft hatte, ist er zugleich auch eine tragische Gestalt, denn eigentlich hatte er den direkten Seeweg nach China und Indien gesucht.
      Höchstwahrscheinlich wurde Kolumbus in oder bei Genua als Sohn eines Webers geboren. Als junger Mann war er Seemann, bis sein Schiff 1477 an der portugiesischen Küste strandete. Danach ließ er sich in Lissabon nieder, wo sein Bruder als Kartograf arbeitete. Durch die Heirat mit Felipa Moniz Perestrello wurde er in die portugiesische Gesellschaft aufgenommen. Während seiner Fahrten als Kaufmann kam Kolumbus auf der kleinen Atlantikinsel Porto Santo bei Madeira der Gedanke, Asien auf dem direkten Seeweg zu erreichen. Da er in Lissabon keine Unterstützung fand, ging er nach Spanien, wo er Königin lsabella für seinen Plan gewann. Das Königshaus stellte ihm drei Schiffe zur Verfügung. 1492 brach er zu seiner großen Reise über den Atlantik auf, von der er im Bordbuch berichtet. Obwohl die von Kolumbus entdeckten Länder nicht im entferntesten den Angaben entsprachen, die Marco Polo über China und Japan gemacht hatte, blieb er bis zu seinem Tod der Ãœberzeugung, Ostasien gefunden zu haben.



      Das Bordbuch
Die Hoffnung, den kürzesten und schnellsten Weg in die drei sagenhaft reichen Länder China, Japan und Indien zu finden, trieb 90 Männer im Sommer 1492 in drei kleinen Schiffen hinaus auf den Atlantik vor der Westküste Europas. Das Bordbuch des Christoph Kolumbus ist der einzige authentische Bericht über diese historische Fahrt, die niemals ihr Ziel Indien erreichte, obwohl sie »Indianer« entdeckte. Entstehung: Das Bordbuch ist eigentlich nur ein Auszug aus dem Log- und Tagebuch, das Ko-lumbus während seiner ersten Reise über den Atlantik führte. Nach der Heimkehr überreichte er anlässlich seiner Bestätigung als Vizekönig der neu entdeckten Länder 1493 seine Notizen dem spanischen Königspaar. Einige Zeit später erhielt er eine Abschrift des Tagebuchs zurück. Sowohl das Tagebuch als auch die Kopie sind verschollen. Der überlieferte Text stützt sich somit auf eine Kopie, die sich später im Besitz von Ferdinand Colon befand, dem jüngeren Sohn des Kolumbus. Zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Entdeckers verwendete der Missionar Bartolome de Las Casas während der Vorarbeiten für sein geplantes Werk Historiageneral de las In-dias große Auszüge aus dem Bordbuch, wobei er allerdings zahlreiche Zusammenfassungen und Ãœberarbeitungen vornahm. Struktur: Das Bordbuch enthält Eintragungen, die den Zeitraum vom Montag, den 6. August 1492, bis zum Samstag, den 27. April 149 3, abdecken. Es berichtet ausschließlich über Ereignisse während dieser Reise. Die langwierigen Vorbereitungen für die Fahrt finden in dem Text keinerlei Niederschlag. Drei Konstanten durchziehen das Buch: der unerschütterliche Glaube, Cipangu oder Cathai zu finden, die Gier nach Gold und der Hass auf Martin Alonso Pinzön, den Kapitän der »Pinta«. Inhalt: Am 3. August 1492 verlässt Kolumbus mit seiner kleinen Flotte von drei Schiffen, »Santa Maria«, »Pinta« und »Nina«, den an-dalusischen Hafen Palos. Am 25. September glaubt man erstmals Land zu sehen - was sich ebenso wie die zweite »Landsichtung« einige Tage später als Täuschung erweist. Daraufhin wird der Kuts auf Südwest geändert. In der Nacht zum 12. Oktober meint Kolumbus in der Ferne Licht zu erkennen und einige Zeit später entdeckt der Ausguck der »Pinta« vor den Schiffen Land - die Ãœberfahrt über den Atlantik ist geglückt. Am nächsten Morgen landen die Spanier auf der Insel Guanahani, auf der sie erstmals »Indianer« treffen. Nach der formellen Inbesitznahme für die spanische Krone gibt Kolumbus der Insel den Namen San Salvador. Schon am 14. Oktober setzt er die Fahrt fort und erreicht wenige Tage später Cubangua . Anschließend segeln sie wieder nach Osten und kommen zur Insel Haiti, wo die »Santa Maria« in der Weinachtsnacht strandet. Ein Teil der Mannschaft muss deshalb in einer neuen Siedlung zurückgelassen werden, die Kolumbus Villa dela Navidad tauft. Am 4. Januar 1493 tritt er auf der »Nina« die Rückreise an; am 16. März läuft das Schiff wieder in den Hafen von Palos ein. In den letzten Eintragungen berichtet der Entdecker noch über die Ehrungen, die er im ganzen Land erhält; sie gipfeln in der Beschreibung des Empfangs am königlichen Hof in Barcelona.
      Wirkung: Erst mehr als 300 Jahre nach der historischen Entdeckungsfahrt der kleinen spanischen Flotte wurde das von Bartolome de Las Casas überarbeitete Tagebuch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine unmittelbare Wirkung besaß das Buch zunächst nicht, aber seit das Interesse an der Geschichte der Entdeckungen während des 19. Jahrhunderts wieder erwachte, gilt es als eines der bedeutendsten Dokumente der Renaissance.

Die vier Reisen des Christoph Kolumbus in die Neue Welt
3.8.1492-16.3.1493: Erste Fahrt über den Atlantik mit dem Ziel, Ostasien zu finden; Entdeckung von 6uanahani oder San Salvador, Besuch mehrerer Inseln der Bahamas; Aufenthalt auf Kuba und Haiti. 25.9.1493-11.6.1496: Zweite Reise ab Cadiz mit 17 Schiffen und 1200 Mann sowie zahlreichen Tieren und Pflanzen; Entdeckung der Insel Puerto Rico; auf Haiti wird die Siedlung Villa de la Navidad zerstört aufgefunden; Gründung von Isabella, Entdeckung der Kleinen Antillen sowie von Jamaika; Exploration der kubanischen Südküste.
      30.5.1498-25.11.1500: Dritte Reise mit sechs Schiffen; Entdeckung von Trinidad und Orinoco-Oelta; Fahrt nach Haiti; wegen Misswirtschaft und Unruhen in der neuen Kolonie wird Kolumbus ais Vizekönig abgelöst und in Ketten nach Spanien gebracht, wo erzürn Teil rehabilitiert wird. 11.5.1502-7.11.1504: Vierte Reise mit vier Schiffen; über Jamaika erreicht Kolumbus schließlich den mittelamerikanischen Kontinent; Erkundung der Küste von Costa Rica bis zum Isthmus von Panama; Schiffbruch vor Jamaika, wo er über ein Jahr auf Hilfe warten muss.
     


Grimmeishausen, hans jacob christoph von

Geb. 1621 in Gelnhausen; gest. 17.8.1676 in Renchen/Baden In der Vorrede zum Satyrischen Pilgram , G.s erster Veröffentlichung, fragt Momus, der personifizierte literarische Neid, was denn »von einem solchen Kerl wie der Author ist / zu hoffen« sei. Man wisse ja wohl, »daß Er selbst nichts studirt .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige autoren

Wieland, christoph martin

Geb. 5.9.1733 in Oberholzheim bei Biberach; gest. 20.1.1813 in Weimar »W. war in der Nähe von Biberach, einer kleinen Reichsstadt in Schwaben, 1733 geboren. Sein Vater, ein evangelischer Geistlicher, gab ihm eine sorgfältige Erziehung und legte bei ihm den ersten Grund der Schulkenntnisse. Hierauf .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige autoren

Gottsched, johann christoph

Wäre es nach Friedrich Wilhelm I., dem »Soldatenkönig«, gegangen, sähe die Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts in Deutschland anders aus. Seine Soldatenwerber hatten ein Auge auf einen hünenhaften jungen Mann geworfen, der das Gardemaß der »Langen Kerls«, der Elitetruppe des preußischen Königs, .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Grimmeishausen, hans jacob christoph von

In der Vorrede zum Satyrischen Pilgram , G.s erster Veröffentlichung, fragt Momus, der personifizierte literarische Neid, was denn »von einem solchen Kerl wie der Author ist / zu hoffen« sei. Man wisseja wohl, »daß Er selbst nichts studirt, gelernet noch erfahren: sondern so bald er kaum das ABC beg .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Hölty, ludwig heinrich christoph

»Man kann sich ihn aus dem Gebäude der deutschen Literaturgeschichte hinwegdenken, ohne daß dieses zusammenbräche, aber es fehlte ein hebgewordener Schmuck, den wir ungern vermissen würden« . Zum Schmuck für den bürgerlichen Salon ist H. vor allem als Textdichter für Wolfgang Amadeus Mozart und Joha .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Hölty, ludwig christoph heinrich

Der Bund Peters, Günter. In: Der zerrissene Engel, 1982, S. 180-188. Die Mainacht Sowinski, Bernhard und Schuster, Dagmar. In: Sturm und Drang, 1992, S. 46 - 49. Frühlingslied Stahl, August. In: Gedichte und Interpretationen 2, 1983, S. 294 - 306. Ihr Freunde, hänget, wann ich gestorb .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Meckel, christoph

Als ich nach Hause kam Segebrecht. Wulf. In: Gedichte für Schule, 1993, S. 154- 157. An wen auch immer ich mich wende Weinrich, Harald. In: Frankfurter Anthologie 6, 1982, S. 257 - 261. Andere Erde Segebrecht. Wulf. In: Gedichte und Interpretationen 6, 1982, S. 341 -350. Der Pfau Gir .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Tiedge, christoph august

Elegie auf dem Schlachtfelde bei Kunersdorf Biesterfeld, Wolfgang. In: Aufklärung und Utopie, 1993, S. 72 - 83. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Wieland, christoph martin

Doch auch die Weisheit kann Unsterblichkeit erwerben Vollmann, Rolf. In: Jb DSG 14, 1970, S. 580 - 583. Ein bürgerliches Schicksalslied Hinderer, Walter. In: Reiz der Wörter, S. 106 - 109. 1978, Idris und Zenide Menhennet, Alan. In: GLL 18, 1964/65, S. 91 100. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Andere erde - christoph meckel

Wenn erst die Bäume gezählt sind und das Laub Blatt für Blatt auf die Ämter gebracht wird werden wir wissen, was die Erde wert war. Einzutauchen in Flüsse voll Wasser 5 und Kirschen zu ernten an einem Morgen im Juni wird ein Privileg sein, nicht für Viele. Gerne werden wir uns der verbrauchten Welt .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Leicht - christoph meckel

Leicht sind Gespräche über den neuen Minister, die Partei, das Programm, die zweifelhaften Geschäfte weniger leicht vom Traum zu sprechen und von den Sachen der Liebe, unmißverständlich vom Glück und der Nacht in den Bergen. Lange schon ist mir das Selbstverständliche nicht mehr beantwortet worde .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Ludwig christoph heinrich hölty (i748-i776): ihr freunde ... fragment, dem keine zeile fehlt

Ihr Freunde hänget, wann ich gestorben bin, Die kleine Harfe hinter dem Altar auf, Wo an der Wand die Totenkränze Manches verstorbenen Mädchens schimmern. Der Küster zeigt dann freundlich dem Reisenden Die kleine Harfe, rauscht mit dem roten Band, Das, an der Harfe festgeschlungen, Unter den golde .....
[ mehr ]
Index » Stationen der deutschen Lyrik » Klassische Zeit der Elegien

Christoph meckel drusch, der glückliche magier

Christoph Meckel, der nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Graphiker einen guten Namen hat, erweist sich hier als ein überaus phantasiebegabter Erzähler. Die meisten Schüler werden seine Geschichte mit großer Begeisterung lesen, da sie sprachlich sehr lebendig und einfach formuliert ist. D .....
[ mehr ]
Index » Erzählungen der Gegenwart

Barr, christopher

Pseud. für: Gamber, Hans und Fischer, Claus Cornelius Christopher Barr, so kündigte eine der ersten Verlagsinformationen an, signalisiere »das Auftreten eines neuen deutschen Autors. Seine Romane sind der harten amerikanischen Schule verpflichtet und haben internationales Thrillerflair«. Hinter de .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Gottwald, christoph

Biografie: *1 in Köln. Chr. Gottwald studierte Germanistik, Soziologie und Philosophie und arbeitete zunächst von 1978 bis 1981 als Taxifahrer. 1980 inszenierte er an der Studiobühne der Universität Köln sein Theaterstück He-phaistos oder Die Geburt der Halbgötter. Im gleichen Jahr erschien sein ers .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Güsken, christoph

Biograhe: *1 in Mönchengladbach. Chr. Güsken studierte Theologie, arbeitete als Museumswärter, Aktenabhänger und Buchhändler. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Münster. In seinen Kriminalromanen erzählt er die Abenteuer der beiden Privatschnüffler Bernie Kittel und Henk Voß. Kriminalromane: 199 .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Johann christoph gottsched - der biedermann, 2. teil

Die Poesie ist eine Kunst, so der Wahrheit und der Tugend viele Dienste tun kann, wenn sie in den Händen eines verständigen und redlichen Bürgers ist und mehr nach den Regeln der Weltweisheit als nach dem verderbten Geschmacke des unverständigen Pöbels eingerichtet wird. Sie preiset die Tugend in Lo .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Johann christoph gottsched - versuch einer kritischen dichtkunst

Von den dreien Gattungen der poetischen Nachahmung und insonderheit von der Fabel 1 .§ Die Nachahmung der Natur [...] kann auf dreierlei Art geschehen. Die erste ist eine bloße Beschreibung oder sehr lebhafte Schilderei von einer natürlichen Sache, die man nach allen ihren Eigenschaften, Schönheit .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Georg christoph lichtenberg - aphorismen

Es ist ein Fehler, den der bloß witzige Schriftsteller mit dem ganz schlechten gemein hat, daß er gemeiniglich seinen Gegenstand eigentlich nicht erleuchtet, sondern ihn nur dazu braucht, sich selbst zu zeigen. Man lernt den Schriftsteller kennen und sonst nichts. So hart es auch zuweilen widergehen .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Lichtenberg, georg christoph

Der Sohn des nachmaligen Landessuperintendenten seiner Heimat und Enkel eines erweckten Pietisten sollte eigentlich nach dem Willen seines hessischen Landesherren Ludwig IX. von Darmstadt an der Universität Gießen unterrichten — und wurde in Göttingen Professor. Er wollte nach zwei zusammen fast z .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Nicolai, christoph friedrich

»Das Genie ist der wahre Probierstein eines schönen Geistes, nicht Regeln und eine übel angebrachte Gelehrsamkeit«. Der dies in jungen Jahren äußerte, sollte gleichwohl als einer der größten Philister und Poesiefeinde in die deutsche Geistesgeschichte eingehen. Nicht streitsüchtig, aber doch recht .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Wieland, christoph martin

»Freuen Sie sich mit mir! Herr Wieland hat die ätherischen Sphären verlassen, und wandelt wieder unter den Menschenkindern.« Gotthold Ephraim Lessings ironische Bemerkung im 63. Literaturbrief , den er W.s Trauerspiel Lady Johanna Gray , dem ersten deutschen Drama in Blankversen, widmet, bezieht sic .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

 Tags:
Kolumbus,  Christoph    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com