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Kluge, Alexander - Leben und Biographie



Alexander Kluge ist einer der vielseitigsten Intellektuellen Deutschlands, der als Schriftsteller, Jurist, Theoretiker, Filmemacher und Fernsehproduzent hervorgetreten ist. Sowohl seine filmische Arbeit als auch sein literarisches Werk kennzeichnet ein dokumentarischer Stil, der sich verschiedenster Sprechweisen und Ausdrucksformen bedient.
      Nach der Schulzeit in Halberstadt und West-Berlin studierte Kluge Jura, Geschichte und Kirchenmusik in Freiburg, Marburg und Frankfurt am Main. Zwischenzeitlich als Rechtsanwalt tätig, begann er 1958 ein Volontariat bei dem Regisseur Fritz Lang. In diese Zeit fällt auch die Arbeit an den ersten Erzählungen [Lebensläufe, 1962). Kluge war maßgeblich am »Oberhausener Manifest« des Neuen Deutschen Films beteiligt und übernahm gemeinsam mit Edgar Reitz die Leitung des Instituts für Filmgestaltung in Ulm. Parallel dazu entstanden weitere Erzählungen sowie theoretische Schriften und Materialsammlungen in Zusammenarbeit mit dem Soziologen Oskar Negt .



      Ab Mitte der 1980er Jahre beschäftigt sich Kluge als Manager, Produzent und Regisseur bzw. Interviewer mit dem Fernsehen und gründete die Produktionsfirma dctp.

      Schlachbeschreibung
Mit dem dokumentarischen Montageroman Schlachtbeschreibung schuf Alexander Kluge eine Textcollage, die das Ereignis in einer Fülle von Perspektiven zu durchdringen versucht und so den Fragen nach Ursache und Wirkung der Katastrophe nachgeht. Kluge gelang so eine neue Form des Historienromans, der sich einem vereinfachenden Erzählfluss widersetzt. Inhalt: Schlachtbeschreibung rekonstruiert den Untergang der 6. Armee während der Kesselschlacht von Stalingrad. Neben tagebuchartigen Aufzeichnungen der Geschehnisse stehen Gespräche mit unterschiedlichen Kriegsteilnehmern, Ausschnitte aus der Dienstordnung, Entwürfen von Militärgeistlichen für ihre Predigten, Briefe, Manöverspiele, Wehrmachtsberichte, Meldungen aus dem Führerhauptquartier und Exkurse über die »Sprache der höheren Führung« sowie die »Formenwelt« des Militärs. Ergänzt durch Abbildungen, Karten und Statistiken ergibt sich der Eindruck einer peniblen dokumentarischen Arbeit. Allerdings lassen sich tatsächliche und fingierte Dokumente nur teilweise unterscheiden.
      Kluge wendet sich auf diesem Wege an den Verstand und die Fantasie des Lesers, ebenso wie bei den harten Montage-Schnitten, welche die notwendigen Wahtnehmungslücken entstehen lassen. Das Interesse von Kluge gilt den Ursachen, die »entweder 30 Tage oder 300 Jahre zurückliegen können«. Tatsächlich führen die versammelten Materialien noch weiter zurück in der Geschichte und es kristallisiert sich die These heraus, dass die Entwicklung, die zur Katastrophe von Stalingrad führte, mit den gängigen Flinweisen auf den Wahnwitz der nationalsozialistischen Kriegsführung ungenügend ist und der Untergang der 6. Armee nicht militärisch erklärt werden kann.
      Schlachtbeschreibung ist die sachlich-kühle Darstellung des »organisatorischen Aufbaus eines Unglücks« und forscht gleichzeitig nach den Gefühlen als Grund für die Vorgänge und ihre Verwurzelung in der Vergangenheit. Wirkung: Das Werk Schlachtbeschreibung, für das Kluge u.a. 1966 den Bayerischen Staatspreis erhielt, liegt mittlerweile in drei Fassungen vor. Kluge überarbeitete und ergänzte das Material, um der veränderten Perspektive gerecht zu werden, die sich mit der zeitlichen Distanz einstellt: Noch unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Propaganda und den über Stalingrad kursierenden Legenden schien in der ersten Fassung eine strenge dokumentarische Form geboten. In der zweiten Fassung war »Einfühlungnicht mehr verboten, sondern notwendig«: Die ursprünglich nur in Abkürzung oder Initialen wiedergegebenen Namen schrieb Kluge aus und arbeitete erzählerisch stärker mit Bildern. Die dritte Fassung ist Bestandteil der Chronik der Gefühle .


Döblin: 'berlin alexanderplatz

Wie liegt der Fall bei Alfred Döblins faszinierendem Ro= man 'Berlin Alexanderplatz", den wir seines instruktiven Aufbaus wegen als Muster nehmen? Man hat ihn immer wieder mit den Montage=Romanen von Dos Passos ver» glichen, ohne die ungleich interessantere Frage zu stellen, was denn Döblin zum Mont .....
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Rudolf alexander schröder

Bei den Wahrern der Form mußten die Gegensätze da am tiefsten aufklaffen, wo sie Rückhalt an einem persönlichen Bekenntnis suchten. Borchardt, der für jederlei Falschmün= zerei ein empfindliches Organ besaß, zollte der monumen= talen Beispielhaftigkeit Georges Bewunderung, jedoch nicht seinem schill .....
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Kluge, alexander - chronik der gefühle

Um die heimliche Macht und den Eigensinn der Gefühle zu erkunden, sucht Kluge in seinen Geschichten und Materialien der Chronik der Gefühle nach den Elementen, die nicht nur Lebensläufe, sondern auch ganze historische Entwicklungen beeinflussen. Kluge weist dabei den Gefühlen im Zusammenhang mit Erf .....
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Grün, anastasius (d.i. anton alexander graf von auersperg)

In Johann N. Nestroys Revolutionsposse Freiheit in Krähwinkel prallen der freiheitlich gesinnte Nachtwächter und der reaktionäre Ratsdiener Klaus zusammen. Jener hatte sich erkühnt zu bemerken: »Wir werd'n so frei sein«, was als »ruchloser Ausdruck« von dem bornierten Amtsbüttel scharf gerügt wird. .....
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Auersperg, anton alexander von

Siehe: Grün, Anastasius .....
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Gwerder, alexander xaver

Ich geh unter lauter Schatten Matt, Peter von. In: Frankfurter Anthologie 12, 1989, S. 231 -234. .....
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Lernet-holenia, alexander

Der bethlehemitische Kindermord Ackermann, Friedrich. In: WW 11, 1961, S. 334 - 344. Die Bilder Spiel, Hilde. In: Frankfurter Anthologie 3, 1978, S. 177- 181. Linos Ayren, Armin. In: Frankfurter Anthologie 4, 1979, S. 159 - 162. .....
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Baumgarteten, alexander gortth

»Der friedliche Baumgarten ward mit seiner seltenen, fast ängstlichen Präcision, ohne daß ers wußte und wollte, der Vater einer Schule... der schönen Wissenschaften und Künste in Deutschland.» So würdigte Herder den Ästhetiker B., der Kant als »vortreffliche^) Analyst« galt, und den der Königsberge .....
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Schröder, rudolf alexander

Der Landbau Wierzejewski, Achim. In: Literatur und Kritik 13, 1978, S. 235 - 238. Deutscher Schwur Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 469-471. Die Ballade vom Wandersmann Pfeiffer, Johannes. In: Das Dichterische, 1967, S. 211 -219. Es mag sein Pfeiffer, Johannes. In: .....
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Herzen, alexander i. (d.i. aleksandr ivanovic gercen, pseudonym: iskander)

H. war russischer Schriftsteller. Denker und Revolutionär in einem. Er emigrierte 1847 mit seiner Familie und lebte fortan in Paris. Genf. Nizza und London. Seine frühen Werke. z.B. Ãœber den Platz des Menschen in der Satur , verraten noch den Einfluß von Schelling. Cousin und Saint-Simon. In seiner .....
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Kleines ruhmesblatt für alexander graf von faber castell - reiner kunze

1 Als wir zu beginn der sechziger jähre nach Greiz in Thüringen gezogen waren, sagte eines morgens die briefträgerin: »Was die leute so reden, herr Kunze.« Sie wollte sich nicht nur der post entledigen, und ich ermutigte sie. »Sie hätten eine so tüchtige frau«, sagte sie. »Stimmt«, sagte ich. »Jed .....
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Kleines ruhmesblatt für alexander graf von faber castell

Die seele hat ihren sitz in der nähe des herzens Mit jedem bäum, dessen wipfel s ausdünnt, treibt in der seele er angstnadeln In der nähe des herzens verschanzt er die tümpel seiner uferau, echos gewesener landschaft, 10 und steckt an den wald sich letztes reihersilber Das ergebnis des p .....
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Rudolf alexander schröder (i878-i962)

der unbeirrbare Glaube die Grundlage für die Würde des Menschen. In seiner formvollendeten Lyrik feiert Schröder Vaterland und Heimat, Treue und Freundschaft, abendländische Kultur und Glaubensüberlieferung. In der Zeit nationalsozialistischer Bedrückung richtete Schröder durch seine gläubigen Worte .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

Borell, alexander

Biografie: *um 1914, tSeptember 1998 in Geretsried. A. Borell verfasste eine Vielzahl von Unterhaltung- und Fortsetzungsromanen für die Publikumspresse. In den 70er-Jahren arbeitete er auch als Lebensberater bei einer Pro- grammzeitschrift und bei einer Rundfunkstation. Kriminalromane: 1958 Die To .....
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Heimann, alexander

Biografie: *27.6.1 in Ferenberg bei Bern. A. Heimann lebt als Schriftsteller und Buchhändler in Bern. Kriminalromane: 1980 Lisi, Edition Erpf, HC; 1982 Die Glätterin, Edition Erpf, HC; 1984 Bellevue, Edition Erpf, HC; 1987 Nachtquartier, Edition Erpf bei Neptun, HC; 1990 Honolulu, Cosmos, HC; 1993 .....
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Kluge, alexander

»Die Form des Einschlags einer Sprengbombe ist einprägsam. Sie enthält eine Verkürzung. Ich war dabei, als am 8. April 1945 in 10 Meter Entfernung so etwas einschlug.« Man kann mit Sicherheit annehmen, daß dieses Erlebnis den 13jährigen — wie viele seiner Altersgenossen — nachhaltig geprägt hat, .....
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Schröder, rudolf alexander

»Von den besten Absichten beseelt, etwas für die Entwicklung unserer Literatur- und Kunst Verhältnisse Ersprießliches« in die Welt zu setzen, kündigten die Herausgeber Otto Julius Bierbaum, Alfred Walter Heymel und S. im September 1899 das Erscheinen einer neuen literarischen Monatsschrift Die Insel .....
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