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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Musil, Robert



»Die Kurve meiner Geltung hat merkwürdige Spitzen und Senkungen. Mein Erfolg als Schriftsteller hat merkwürdige Begräbnisse und Auferstehungen enthalten«, resümiert der fast 60jährige M. eine nach außen hin gescheiterte Schriftstellerkarriere, die selbst in den kurzen Phasen öffentlicher Aufmerksamkeit geprägt bleibt von weitgehendem Unverständnis eines auf äußere Sensation fixierten Publikums gegenüber einem Autor, dem Stoff und Fabel wenig, die Idee aber alles bedeuten.



      Schon die Geburt dieser Karriere beruht nach eigener Einschätzung weitgehend auf einem Mißverständnis, gilt doch die breite Anerkennung, die sein erster Roman, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß sofort nach seiner Veröffentlichung erfährt, vor allem der »mutigen« Darstellung tabuisierter Pubertätsleiden. Doch dieses Sujet ist ihm selbst nur Vorwand. Weder strebt er mit seinem Erstling das Bekenntnis einer verstörten Seele als weiteren Beitrag zu dem von Arno Holz, Frank Wedekind u.a. präludierten »Jahrhundert des Kindes« an, noch gilt ihm, der an gesellschaftspolitischen Fragen wenig interessiert ist, die Kadettenanstalt als kritisches Modell totalitärer Gesellschaftsstruktur. Sind dem

Roman auch diese Aspekte eigen, auf die eine begeisterte Kritik zielt, so sind sie doch nicht Selbstzweck, sondern lediglich Funktionen der das einzelne Darstellungsmoment übergreifenden zentralen Idee, die in der Romanebene figuriert als das Aufbrechen der gewohnten Wirklichkeit und das Sichtbarwerden einer »anderen Welt«, die sich aber, und daraus resultieren die Verwirrungen des um Erkenntnis bemühten Törleß, dem Zugriff rationaler Reflexion wie der Vermittlung gängigen Sprechens entzieht. Diese irritierende Erfahrung einer doppelten Wirklichkeit bleibt bis in den Mann ohne Eigenschaften hinein Grundthema des M.sehen Erzählens. Begnügt sich M. in seinem ersten Roman noch mit der Feststellung der dualen Wirklichkeitsstruktur, deren Pole er später in die Begriffe »ratioid« und »nichtratioid« faßt, so zielen die folgenden Werke auf Analyse- und sprachliche Vermittlungsmöglichkeiten dieser anderen Welterfahrung.
      Daß M.s Bemühung um die Versprachlichung transrationaler Welterfahrung nie der modisch gewordenen Auflösung der Wirklichkeitsbindung von Sprache noch der der allenthalben kursierenden Preisgabe der Vernunft selbst verfällt, verhindern nicht zuletzt die frühen Prägungen, die sein Denken in Familie und Ausbildung erfährt: Als Sohn einer altösterreichischen, gegen Sentimentsjeder Art resistenten Beamten-, Ingenieurs- und Offiziersfamilie besucht er, zur Offizierslaufbahn bestimmt, ab dem vierzehnten Lebensjahr die Militäroberrealschule in Mährisch-Weißkirchen, verläßt diese jedoch vor der Ausmusterung als Offizier, studiert dann, der Familientradition folgend, Maschinenbau, legt hier sein Ingenieursexamen ab und ist schon mit 22 Jahren Volontärsassistent an der Technischen Hochschule Stuttgart. Er gibt diesen Berufsweg aber sehr bald auf, auch wenn er noch über einige Zeit hinweg naturwissenschaftlichtechnische Artikel publiziert, und nimmt, während er den in Stuttgart begonnenen Törleß zu Ende bringt, in Berlin das Studium der Philosophie auf, insbesondere Logik und experimentelle Psychologie, und promoviert 1908 mit einer erkenntnistheoretischen Dissertation über Ernst Mach. Dem hier erworbenen Präzisionsideal bleiben sein Denken und seine Sprache auch dann verpflichtet, als er, die Sicherheit einer bürgerlichen Karriere ausschlagend, nur mehr freier Schriftsteller sein will. Folgen dieses durch den Erfolg des Törleß inspirierten Entschlusses sind eine lebenslange materielle Krise und der zeitweise hoffnungslose Kampf um literarische Anerkennung.
      Schon sein zweites Buch, die Vereinigungen , an dessen zwei Erzählungen M. nach eigener Auskunft zweieinhalb Jahre verzweifelt gearbeitet hat, erweist sich nicht nur als geschäftlicher Mißerfolg, es wird auch durch die Kritik barsch abgelehnt; in einem später fallengelassenen Vorwort zu Nachlaß zu Lebzeiten , rechtfertigt sich M.: »Wirkliche Dichtung unterscheidet sich von alltäglicher sofort anders: Dichte der Beziehungen . Reinheit der Gestalt , Vermeidung alles Ãœberflüssigen , Größe der Sprache , wie wir an einer eintretenden Person sofort bemerken, daß sie eine Persönlichkeit ist, fühlen wir es auf der ersten Seite eines Buchs; dann aber auch Eigenschaften wie: Erzählcrischkeit, Spannen, Vorgänge, fesselndes Milieu usw... Persönlich bestimmend war, daß ich von Beginn an im Problem des Ehebruchs das andere des Selbstverrats gemeint hatte. Das Verhältnis des Menschen zu seinen Idealen. Wie immer aber: Ich war nicht determiniert. Ich hatte soviel Ursache einen bestimmten Ablauf wie viele andere zu beschreiben. Da bildete sich in mir die Entscheidung, den >maximal belasteten Weg< zu wählen , den Weg des allmählichsten, unmerklichsten Ãœbergangs... Es kam aber hinzu und entschied ein anderes Prinzip. Ich habe es das der >motivierten Schrittegenannt. Seine Regel ist: Lasse nichts geschehen , was nicht seelisch von Wert ist. D.h. auch: Tue nichts Kausales, tue nichts Mechanisches.« Die Breite und Rigorosität der Ablehnung trifft ihn umso empfindlicher, als diese Erzählungen ihm selbst, und darauf besteht er noch nach Jahrzehnten, gültige Verwirklichungen seines Dichtungsprogramms sind, das er dann in mehreren Essays, in denen er die Erzählungen gegen den Vorwurf der Esoterik und wcltlosen Subjektivität zu rechtfertigen sucht, breiter entfaltet. Das Zwischenreich von Intellekt und Gefühl als Ziel und Gegenstand der Darstellung, »Gefühlserkenntnisse und Denkerschütterungen« als der der Kausalität entzogene Beweggrund dieser psychischen Innenwelt, die Ausnahmemoral überlebensgroßer Beispiele als Kritik moralischer Konventionen, die der Exaktheit und Genauigkeit verpflichtete Versprachlichung und damit »Eroberung« vorsprachlicher Bewußtseinszustände sind die ästhetischen Maximen seines den Vereinigungen eingeschriebenen Dichtungsprogramms, dessen Einzigartigkeit ihn dennoch Außenseiter bleiben läßt.
      Die sozialen und politischen Umwälzungen in der Folge des Ersten Weltkriegs zwingen den bis dahin gegenüber konkreten gesellschaftlichen Zuständen gleichgültigen M. zur Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen des geistigen Zusammenbruchs, als den er den Krieg begreift. Seinen Niederschlag findet dies in zahlreichen zwischen 1915 und 1923 entstehenden Essays. Die dabei gewonnenen gesellschaftstheoretischen und sozialpolitischen Einsichten bilden dann, gleichsam als Gegenpol zu der ästhetischen Welterfahrung der Vereinigungen, aber zusammen mit dieser, das intellektuelle Gerüst seines Hauptwerks, Der Mann ohne Eigenschaften, das nach 1923 fast alle schöpferischen Kräfte M.s in Anspruch nimmt. Die sich wieder mehr traditionellem Erzählstil nähernden Erzählungen, die 1924 in dem Band Drei Frauen zusammengefaßt sind, bleiben erzählerisches Intermezzo, während das Drama Die Schwärmer , an dem M. seit über zehn Jahren gearbeitet hat, noch dem Problemkreis der Vereinigungen zugehört.
      Hauptthema des Manns ohne Eigenschaften ist für M. die Frage: »Wie soll sich ein geistiger Mensch gegenüber der Realität verhalten?« Dabei meint Realität sowohl den gegebenen Zustand, den im Roman das Gesellschaftsmodell »Kakanien« als »falsche Synthese« moderner Bewußtseinszustände repräsentiert, als auch den noch nicht verwirklichten »anderen Zustand«, dessen Realisierbarkeit im Liebesexperiment zweier sich jeder ideologischen Festlegung verweigernder Subjekte, eben des Manns ohne Eigenschaften, Ulrich, und seiner Zwillingsschwester, nachgegangen wird. Beabsichtigte M. ursprünglich, die zweifache Struktur der Wirklichkeit in einem dauernden Wechsel ihrer Pole abzubilden, entscheidet er sich letztlich für eine weitgehende Polarisierung ihrer Darstellung. So gerät der erste Band des Manns ohne Eigenschaften, der 1930 erscheint, in der hier gestalteten Konfrontation des »geistigen Menschen« Ulrich mit den Hauptfiguren der »Parallelaktion« zu einer in szenischer Schilderung und essayistischer Verselbstständigung höchst artistisch gestalteten, satirischen Abrechnung mit den durch diese repräsentierten modernen Ideologemen und Ideologien, die, und darauf verweist die zeitliche Situierung des Geschehens ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, unausweichlich ins Chaos führen. Erst der zweite Band des Mannsohne Eigenschaften versucht den utopischen Gegenentwurf eines »anderen Zustands«, der, in Fortführung der Linie der Vereinigungen, in der Mystik einer aller Welthaltigkeit entkleideten Liebe, also wiederum im Bereich autonomer Subjektivität, gespiegelt ist. Allerdings ist das Liebesexperiment im zweiten Band nicht zu Ende geführt; die Frage, ob und inwieweit der »andere Zustand« Wirklichkeitswert gewinnen kann und so als »wahre« Synthese der getrennten Wirklichkeitszustände, deren Suche das eigentliche Bewegmoment des Gesamtromans ist, vorgestellt wird, bleibt offen. Obwohl M. zehn Jahre fast ausschließlich an der Weiterführung des Manns ohne Eigenschaften arbeitet, bleibt der Roman trotz seiner annähernd 2000 Seiten Fragment.
      Mit dem Mann ohne Eigenschaften kehrt M., der im zeitgenössischen Literaturbetrieb stets Außenseiter bleibt und sich in Wien, wo er die längste Zeit seines Lebens verbringt, mühsam mit Theaterkritiken, Essays und kleineren literarischen Arbeiten über Wasser hält, noch einmal in das Bewußtsein einer breiteren literarischen Öffentlichkeit zurück. Doch diese »Auferstehung« ist nicht von Dauer; schon 1935 veröffentlicht er in bitterer Selbstironie seinen Nachlaß zu Lebzeiten. Die letzten Lebensjahre im freiwilligen Schweizer Exil , in denen er, inzwischen ohne Verleger und weitgehend vergessen, mit manischer Besessenheit am Abschluß des Manns ohne Eigenschaften arbeitet, ohne diesem letztlich näher zu kommen, sind geprägt von bitterster Existenznot, und auch sein Tod löst keinen »Nachruhm« aus.
      Im Gegensatz zur verweigerten Anerkennung zu Lebzeiten steht der spektakuläre Aufschwung der Musil-Rezeption nach Kriegsende, der 1952 durch die von Adolf Frise besorgte Neuausgabe des Manns ohne Eigenschaften eingeleitet wird und mit wechselnden Schwerpunkten bis in die Gegenwart anhält. Der Roman, der in geradezu enzyklopädischem Ausgriff den sozialen und psychischen Voraussetzungen des Umschlags menschlicher Vernunft in die Barbarei nachzuspüren sucht, galt der gerade dem Inferno entronnenen Nachkriegsöffentlichkeit als visionäres Deutungsmuster der stattgehabten nationalsozialistischen Raserei einerseits, wie als willkommenes Objekt intellektueller Bewältigung des eigenen Sündenfalls andererseits. Nicht zu Unrecht begriff man den Mann ohne Eigenschaften, jenseits des vordergründig Flistorischcn, als »geistig-seelische Bilanz« des eigenen, des modernen Zeitalters. Damit wurde aus dem Sonderling M. nun, zehn Jahre nach seinem Tode, der im Zitat allgegenwärtige Zeitgenosse. Neben dem scharfsichtigen Denker und eloquenten Essayisten fand nun auch der Dichter M., und hier vor allem der Verfasser des die traditionelle Romanform überwindenden Manns ohne Eigenschaften, Würdigung, erkannte man doch nun in ihm, neben Thomas Mann, Hermann Broch u.a., einen der Ahnherren des modernen deutschen, wenn nicht, wie die zahlreichen Verweise auf Marcel Proust und James Joyce anzeigen, des modernen europäischen Romans. Trotz dieser inzwischen zum Klischee erstarrten Stilisierung zum sakrosankten »Ausnahmeautor« wurde M. ungeachtet der relativ hohen Auflagenzahlen auch nach dem Kriege nie zu einem wirklichen Publikumsautor; dafür wirkt seine Prosa auch heute noch zu konzessionslos gegenüber einem auf schnellen Konsum eingestellten Zeitgeschmack.
     


Musil, robert

Geb. 6.11.1880 in Klagenfurt; gest. 15.4.1942 in Genf »Die Kurve meiner Geltung hat merkwürdige Spitzen und Senkungen. Mein Erfolg als Schriftsteller hat merkwürdige Begräbnisse und Auferstehungen enthalten«, resümiert der fast 60jährige M. eine nach außen hin gescheiterte Schriftstellerkarriere, d .....
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Robert musil (i880-i942).

Auch er setzt sich sehr kritisch und sehr scharf mit der Umbruchsituation seiner Zeit auseinander. Sein Roman 'Der Mann ohne Eigenschaften" entwirft ein farbiges Bild vom Vorkriegsösterreich. Man spürt, daß vieles nicht mehr wahr ist, man fühlt, daß die Menschen das, was sie sagen, selbst nicht mehr .....
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Der erzählerische tabubruch - robert musil: »die verwirrungen des zöglings törless« (i906)

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Musil, robert

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Robert musil

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Robert musil

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Eigenschaf tslosigkeit. robert musil

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Brack, robert

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Im Rückgriff auf die Volksüberlieferungen und unter Bezug auf die Naturphilosophie der Renaissance erfolgte eine dichterische Ãœberhöhung der zwischenmenschlichen Bezüge durch die Einbeziehung magischer und elementarer Kräfte in die Darstellung wie auch eine phantastisch übersteigerte Preisung der d .....
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Owen, robert

Als O. im Jahr 1800 Teilhaber der Firma seines Schwiegervaters wurde und die Geschäftsführung von dessen Spinnerei in New Lanark übernahm, fand er eine verwahrloste Arbeiterschaft vor. In seiner Autobiographie The Life of Robert Owen written by himself beschreibt er sie als faule, unmäßige und une .....
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Havemann, robert

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Walser, robert

Geb. 15.4.1878 in Biel; gest. 25.12.1956 in Herisau/Aargau »Der Roman, woran ich weiter und weiter schreibe, bleibt immer derselbe und dürfte als ein mannigfaltig zerschnittenes Ich-Buch bezeichnet werden können.« W. wuchs in einer großen Familie als siebentes von acht Kindern auf. Kein Wunder, da .....
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Robert walser

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Ambivalenz, ironie und reflexion: von broch zu musil

Bevor ich auf einige ideologiekritische Begriffe eingehe, die den Romanen Hermann Brochs und Robert Musils zugrunde liegen, möchte ich an das sechste Kapitel anknüpfen, in dem von der Beziehung zwischen Theorie und Fiktion die Rede war. Im Zusammenhang mit Adornos Parataxis und Derridas Dekonstrukti .....
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