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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Moscherosch, Johann Michael



»So sehet zu...daß ihr in grossen Reichs-Freyen Stätten euch häußlichen niderlasset, da die Evangelische Religion Rein und klar seye«, schreibt M. in seiner Vermächtnisschrift Insom-nis Cum Parentum an seine Kinder: Als Amtmann im lothringischen Finstingen hatte er die Gefahren des 30jährigen Krieges am eigenen Leib verspürt und die Konsequenzen der Eroberungspolitik Frankreichs und den Zusammenbruch der überkommenen ständischen Organisation erfahren. Folgerichtig suchte er, kaum mit dem Leben davongekommen, einen neuen Anfang in Straßburg. Es war eine Rückkehr in die engere Heimat. Geboren wurde M. im nahegelegenen Willstätt, das zur Herrschaft Hanau-Lichtenberg gehörte. Von 1612 bis 1624 besuchte er Gymnasium und Universität in Straßburg, und nach der Magisterpromotion unternahm er von 1624 bis 1626 die für Straßburger Studenten übliche Studienreise in die Schweiz und das als vorbildlich empfundene Frankreich. Nach seiner Rückkehr machten die finanziellen Verhältnisse seiner Eltern -Willstätt war zerstört worden — eine Fortsetzung des Studiums unmöglich. Er übernahm daher zunächst eine Hofmeisterstelle , doch endete seine pädagogische Tätigkeit abrupt, als er einem seiner gräflichen Zöglinge im Affekt den Arm brach. Die Bewerbung um den Straßburger Lehrstuhl für Poesie schlug 1630 fehl , so daß er sich mit Stellungen als »Hof- und Rentmeister« bzw. Amtmann in Kriechingen und Finstingen im deutsch-lothringischen Grenzgebiet begnügen mußte. Hier waren er und seine Familie Ãœberfällen und Plünderungen ausgesetzt, Entbehrungen und die Pest führten zum Tod seiner beiden ersten Frauen . Hier sammelte er aber auch die Erfahrungen, die seinem Hauptwerk, den Gesichten Philanders von Sittewalt zugute kamen. Begonnen als freie Ãœbertragung der Suenos, der Traumvisionen des spanischen Moralisten Francisco Quevedo y Villegas, entfernen sich Philanders Traumgesichte immer mehr von der Vorlage und wenden sich M.s AnHegen zu: der satirischen Kritik der adeligen Gesellschaftskultur,der er die »Alte Teutsche Redligkcit« gegenüberstellt. Das Gesicht Soldaten-Leben inspirierte noch Hans Jacob Christoffel von Grimmeishausen.



      1645 erreichte M. endlich sein Ziel und erhielt eine angemessene Stellung in Straßburg: Er wurde zum »Fiskal« des Polizeigerichts gewählt, einer Art Polizeidirektor, und sorgte im Verein mit dem Straßburger Kirchenpräsidenten für eine rigorose ethische und rehgiöse Disziplinierung der Bürger. Editionen patriotischer Schriften des elsäßischen Humanismus begleiten diese Tätigkeit. M. hat in jenen Jahren den Gipfel seines Ansehens erreicht. Seine Satiren werden in zahlreichen Auflagen verbreitet, die »Fruchtbringende Gesellschaft« nimmt ihn 1645 in ihre Reihen auf.
      Doch Anfang 1656 wird er zum Rücktritt gezwungen: Man verdächtigt ihn, den Sittenwächter, des Ehebruchs. Auch wenn die Intrige politische Hintergründe hatte -seine Disziplinierungspolitik war keineswegs unumstritten —, so bleibt doch festzuhalten: M.s Handeln, ob er nun gewalttätig wird, sich im Amt bereichert oder Ehebruch begeht, steht häufig im Widerspruch zu den eigenen rigorosen Moralvorstellungen. Selbstkritik und Selbsterkenntnis gehörten nicht zu seinen Stärken.
      Um so tiefer fällt er nach seinem letzten sozialen Aufstieg: Nach der gescheiterten reichsstädtischen Karriere tritt er als Rat in den Dienst des Grafen Friedrich Casimir von Hanau, eines verschuldeten absolutistischen Duodezfürsten. Es kommt zu Unstimmigkeiten, auch finanziellen Unregelmäßigkeiten. 1660 wird er entlassen, 1662 verliert er das Straßburger Bürgerrecht und fristet sein Leben in bescheidenen Amtmann-Stellungen an der Nahe.
     


Johann wolfgang goethe - 'lyrische gedichte von johann heinrich voß

[...] Und hier ist wohl der Ort, zu bemerken, welchen Einfluß auf Bildung der unteren deutschen Volksklasse unser Dichter haben könnte, vielleicht in einigen Gegenden schon hat. Seine Gedichte bei Gelegenheit ländlicher Vorfälle stellen zwar mehr die Reflexion eines dritten als das Gefühl der Geme .....
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Prometheus - johann wolfgang von goethe

Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst! Und übe, Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn! 5 Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn, Und meine Hütte, Die du nicht gebaut, Und meinen Herd, 10 Um dessen Glut Du mich beneidest .....
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Die 'erlebnisdichtung johann wolfgang goethe: lyrik

Entstehung In den sieben Jahren zwischen der Abreise aus Leipzig am 28. August 1768 und der Ankunft in Weimar am 7. November 1775 hat Goethe nur etwa siebzig Gedichte geschrieben, wenn man 'die beiläufigen Stammbuchverse, Gelegenheitssprüche, Widmungen, die versifizierten Tagebucheintragungen und g .....
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Goethes größter bucherfolg - johann wolfgang goethe: die leiden des jungen werthers

Entstehung Die Handlung des Romans fußt z.T. auf Erlebnissen Goethes in Wetzlar und Ehrenbrcitstein; die Hauptfiguren sind nach historischen Personen beschrieben. Goethe war nach Beendigung seines Jurastudiums in Straßburg 1771 in Frankfurt als Anwalt tätig. Hierzu war, wie sich bald herausstellte .....
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Die stillen im lande - johann heinrich jung: henrich stillings jugend

Entstehung Johann Heinrich Jung , der seine I.ebensgeschichte unter dem Pseudonym Henrich Stilling veröffentlichte, kam 1770 nach Straßburg, um dort Medizin zu studieren. Im Kreise der Tischgesellschaft bei Johann Daniel Salzmann wurde er mit Goethe bekannt, der im neunten Buch von Dichtung und Wah .....
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Die idylle: maler müller und johann heinrich voß

Einleitung Die Gattungsbezeichnung Idylle wurde aufgrund eines fruchtbaren philologischen Irrtums als 'kleines Bild" verstanden. Man leitete das Wort etymologisch vom griechischen Kidyllion - Bildchen - her. Renate Böschenstein und andere vor ihr haben darauf aufmerksam gemacht, daß das Stammwort F .....
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Johann heinrich voß: die pferdeknechte, der Ährenkranz, der siebzigste geburtstag

Analyse Die Pferdeknechte und Der Ährenkranz, die bei der Erstveröffentlichung 1775 nebeneinander standen, wurden in späteren Ausgaben voneinander getrennt. Die Ausgabe von F.va D. Becker, auf die sich diese Analyse stützt, bringt den Text der Erstausgabe ohne die späteren Veränderungen und Erweit .....
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Johann christian günther - abschiedsaria

Schweig du doch nur, du Hälfte meiner Brust; Denn was du weinst, ist Blut aus meinem Herzen. Ich taumle so und hob an nichts mehr Lust Als an der Angst und den getreuen Schmerzen, Womit der Stern, der unsre Liebe trennt, die Augen brennt. Die Zärtlichkeit der innerlichen Qual Erlaubt mir kaum, ein .....
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Johann wolfgang goethe - willkommen und abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wol .....
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Johann wolfgang goethe - heidenrÖslein

Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell, es nah zu sehn, Sahs mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, Daß du ewig d .....
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Johann wolfgang goethe - prometheus

Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst, Und übe, dem Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn; Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn Und meine Hütte, die du nicht gebaut, Und meinen Herd, Um dessen Glut Du mich beneidest. Ich kenne nichts Ärmeres Unter der So .....
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Johann wolfgang goethe - an den mond (letzte fassung)

Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz; Breitest über mein Gefild Lindernd deinen Blick, Wie des Freundes Auge mild Ãœber mein Geschick. Jeden Nachklang fühlt mein Herz Froh- und trüber Zeit, Wandle zwischen Freud und Schmerz In der Einsamkei .....
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Johann wolfgang goethe - suleika

In tausend Formen magst du dich verstecken, Doch, Allerliebste, gleich erkenn ich dich; Du magst mit Zauberschleiern dich bedecken, Allgegenwärtige, gleich erkenn ich dich. An der Zypresse reinstem, jungem Streben, Allschöngewachs ne, gleich erkenn ich dich; In des Kanales reinem Wellenleben, Alls .....
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Johann wolfgang goethe - selige sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen, Weil die Menge gleich verhöhnet: Das Lebendge will ich preisen, Das nach Flammentod sich sehnet. In der Liebesnächte Kühlung, Die dich zeugte, wo du zeugtest, Ãœberfällt dich fremde Fühlung, Wenn die stille Kerze leuchtet. Nicht mehr bleibest du umfangen In der Fin .....
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Johannes robert becher - neckar bei nÃœrtingen

Die Ufer sind so flach, daß auch die Wiesen Sanft mitzufließen scheinen mit dem Fluß. Ein uferloses grünes Ãœberfließen, Ein Ãœberfluß, drin alles mitziehn muß! Die Apfelbäume blühn. Ein weicher Schimmer Liegt überm Land. Es blüht aus dir heraus. Still. Nur der Fluß, das Blühn . .. Ich wünsch mir .....
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Michael albert - bauernstube

Draußen rieselt der Regen; Dem Dorf entgegen Schlägt aus dem Walde der Wind. November ist es, der Abend beginnt Zu dunkeln nach kurzer Tageszeit. Da werden die Dächer weiß â€” es schneit. Vom Lutherofen um Bank und Schrein Strahlt gaukelnd der Flamme rötlicher Schein. Die Katze, die glatt sich .....
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Albrecht, johannes

Pseud. für: Johann-Albrecht Keiler Biograhe: *12.8.1 in Breslau. J. Al- brecht lebte während der Kriegsjahre in Hirschberg im Riesengebirge, danach in Ilmenau in Thüringen. Das Studium der Chemie in Berlin schloss er mit Diplom und Promotion zum Dr. rer. nat. ab, Habilitation 1971. Albrecht arbeite .....
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Böhm, michael

Biografie: *13.10.1947im Taunus. M. Böhm war nach seiner Ausbildung zum Schriftsetzer mehrere Jahre als Ausbilder tätig. Mit der zunehmenden Umorientierung seines Berufs vom Handwerk zur Elektronik wechselte er in die Datenverarbeitung und ist heute in einem Rechenzentrum der Automobilindustrie täti .....
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Johann gottfried herder: volkslieder

Entstehung Im September 1773 kündigte Herder dem Verleger Hartknoch in Riga 'ein Bändchen alte Volkslieder" an. Es war eine Sammlung in zwei Teilen, deren jeder in zwei Bücher unterteilt war. Der erste Teil war überschrieben Englisch und Deutsch, der zweite Englisch-Nordisch und Deutsch. I. 1 enthi .....
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Die entdeckung der naturpoesie johann gottfried herder: auszug aus einem briefwechsel über oßian und die i jeder alter völker

Herder wurde 1 764 mit den Gesängen Ossians bekannt, als in Deutschland die ersten Übersetzungen erschienen. Es waren Gesänge in rhythmisierter Prosa: die F.pen Vingal und Tetnora sowie einundzwanzig kürzere Prosagedichte. Teils waren es Funde altgälischer Volksdichtungen aus dem schottischen Hoch .....
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Immer zu benennen - johannes bobrowski

Immer zu benennen: den Baum, den Vogel im Flug, den rötlichen Fels, wo der Strom zieht, grün, und den Fisch im weißen Rauch, wenn es dunkelt 5 über die Wälder herab. Zeichen, Farben, es ist ein Spiel, ich bin bedenklich, es möchte nicht enden gerecht. .....
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Hölderlin in tübingen - johannes bobrowski

Bäume irdisch, und Licht, darin der Kahn steht, gerufen, die Ruderstange gegen das Ufer, die schöne Neigung, vor dieser Tür 5 ging der Schatten, der ist gefallen auf einen Fluß Neckar, der grün war, Neckar, hinausgegangen um Wiesen und Uferweiden. 10 Turm, daß er bewohnbar sei wie ein Tag, de .....
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Johann peter hebel (i760-i826)

Wie Jean Paul steht auch J. P. Hebel, Deutschlands größter 'Volksdichter", zwischen den Zeiten. Wir finden bei ihm Züge, die zur Aufklärung, zur Romantik, ja sogar bis zum späteren Realismus führen. Am nächsten ist er wohl Matthias Claudius verwandt. Hebel, als Bauernbub aufgewachsen, wurde später .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Johannes robert becher (i89i-i958).

Er steigert die Gewalt der Aussage durch Verstümmelung des sprachlichen Ausdrucks wie etwa in seinem Werk 'Ewig im Aufruhr": Vorbereitung Der Dichter meidet strahlende Akkorde. Er stößt durch Tuben, peitscht die Trommel schrill. Er reißt das Volk auf mit gehackten Sätzen . . . Die neue Welt .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Der Expressionismus

Johann peter hebel

Johann Peter Hebel , Lehrer und Pfarrer am Oberrhein, zählt zu den großen Volksschriftstellern. Sein christliches Weltbild kleidete er in die heimatliche Erfahrungswelt seiner Landsleute. Hebel hatte als einer der ersten das poetische Potential des Dialekts und des regionalen Kolorits entdeckt. In s .....
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Moscherosch,  Johann  Michael    





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