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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Kaschnitz, Marie Luise



»Als eine ewige Autobiographin, eine im eigenen Umkreis befangene Schreiberin werde ich, wenn überhaupt, in die Literaturgeschichte eingehen, und mit Recht. Denn meine Erfindungsgabe ist gering. Ich sehe und höre, reiße die Augen auf und spitze die Ohren, versuche, was ich sehe und höre, zu deuten, hänge es an die große Glocke«. Orte heißt der Titel des letzten von K. veröffentlichten Buches. Es sind kurze Prosastücke, selten mehr als eine Druckseite umfassend — isolierte Augenblicke, die aus dem Gedächtnis hervorgeholt werden, plötzlich genau erinnert werden, »als sei jedes dort gesprochene Wort, jede dort gelebte Empfindung Stoff geworden..., als sei es nur nötig, das Außen zu beschwören, um alles andere wieder Gestalt werden zu lassen.« K. ist ein eindrucksvolles Beispiel für jene künstlerische Alterswildheit einer Sprach- und Ausdrucksverknappung, einer Formverdichtung, einer unkonventionellen Absage an die eigene Herkunft. In einem sehr präzisen Sinne — dies enthüllt ihr Spätwerk — hat K. immer Orte beschrieben: Orte des Lebens, Erinnerungsorte, Gedankenorte, aber auch Orte der geschichtlichen Verbrechen, des Todes und des Eingedenkens.



      Marie Luise von Holzing-Berstett stammte aus badisch-elsässischem Adelsgeschlecht. Sie wuchs in Berlin auf, wo ihr Vater als General in preußischen Diensten stand. Sie hat diese wohlbehütete, sozial privilegierte Jugend später immer als eine angstbeladene, qualvolle Zeit erinnert. Mag sie schreibend auch eine große Trennung von ihrer Vergangenheit vollzogen haben, so blieb sie in ihrem Lebensumkreis, ihrem Lebenszuschnitt doch von adligen Wertvorstellungen geprägt. Nach einer Lehre als Buchhändlerin kam sie 1924 erstmals nach Rom. Dort befreundete sie sich mit Guido von Kaschnitz-Weinberg, der bis 1932 als Assistent am Deutschen Archäologischen Institut tätig war. 1925 heirateten sie; 1928 wurde die einzige Tochter geboren. Die Universitätslaufbahn ihres Mannes bestimmte die weiteren Lebensstationen: 1932 Königsberg, 1937 Marburg, 1941 Frankfurt a.M., 1953 Rom. Seit 1956 war Frankfurt der ständige Wohnsitz, unterbrochen von längeren, regelmäßigen Aufenthalten in Rom sowie im heimatlichen Schwarzwalddorf Bollschweil bei Freiburg. An der Seiteihres Mannes durchkreuzte K. auf zahllosen Forschungs- und Studienreisen das gesamte Abendland, dessen Grenzen auch die Landkarte ihres Werks absteckt.
      Sie scheint nur langsam und unter Mühen zum Schreiben gefunden zu haben. Die frühen Gedichte, Erzählungen und Romane sind überwiegend anempfundene Literatur: klassizistisch in der Form, neuromantisch in der Sprache, unpolitisch in der Mythisierung einer als zeitlos erlebten Natur. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Gegenwart — wie in dem Roman Liebe beginnt - bleibt vereinzelt. »All meine Gedichte waren eigentlich nur der Ausdruck des Heimwehs nach einer alten Unschuld oder der Sehnsucht nach einem aus dem Geist und der Liebe neu geordneten Dasein« . Noch die Trümmerpoesie unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Faschismus war eine humanistisch überblendete Fluchtliteratur . Erst durch die Absage an den Feierton des Ewigmenschlichen findet sie als Lyrikerin in den frühen 50er Jahren zu einer eigenen Sprache . In immer erneuten Ansätzen stellt sie sich in ihren mit dem Vorbild Paul Celans, aber auch mit den unversöhnlichen Widersprüchen der Kunsttheorie des Freundes Theodor W. Adorno auseinandersetzenden Gedichten der Trauerarbeit und dem Eingedenken des Faschismus. Ihre Lyrik ist Vergegenwärtigung der Leidenswahrnehmung und Leidensfähigkeit — selbstquälerisch und selbstzweifelnd »Kargwort neben Kargwort« setzend.
      Den Tod ihres Mannes hat sie als einschneidenden Bruch ihrer Biographie erlebt, als Verlust, aber auch als Identitätsgewinn, dem sich nun die Schleusen der Erinnerung öffnen. Das wohl konsequenteste Beispiel für die facettierte Schreibweise von K.s autobiographischer Prosa ist die Beschreibung eines Dorfes . Sie umschreibt in diesem eigenwilligen Prosatext nicht das Dorf, nicht ihre Erinnerung und auch nicht die Wirklichkeit seines gegenwärtigen Zustands, sondern - gleichsam auf »Patrouillengängen« unterwegs — die Arbeit, die sie im Vorfeld einer letzten Endes naiven literarischen Abbildung zu leisten hat: »Die Technik der Skizze hat... keine andere Funktion, als auf einen eigentlichen Text zu verweisen, der niemals geschrieben werden wird« .
      Eine Vorkämpferin der Frauenempanzipation war K. nicht. Sie hat sich gerne auf eine »weibliche Position« zurückgezogen, unter der sie dann auch wieder litt, wenn man ihr Werk als »Damenliteratur« apostrophierte. Die karge, gleichsam Bild an Bild, Einstellung an Einstellung reihende Lyrik und Prosa ihrer letzten Jahre, das Weglassen und Aussparen jeder Vermittlung und Perspektive, als sei das Ganze das Unwahre; die mangelnde epische Fülle und dramatische Vehemenz, die sie zum ästhetischen Prinzip erhebt, erzeugt sie durch eine Art kindlicher Holzschnittechnik und Schwarzweißmalerei, mit jenen »traumhaft anmutenden Landschaftsskizzen«, von denen sie Horst Bienek erzählte, sie »mit ganz elenden Kinderbuntstiften ausgeführt zu haben, während mein Mann seinen archäologischen Studien nachging«. Gestorben ist K. in Rom, begraben liegt sie im heimatlichen Bollschweil.
      Rettung durch Phantasie überschrieb sie den letzten Vortrag, den sie nicht mehr halten konnte. Der Titel spielt an auf die verwandelnde Kraft der Kunst, an die sie biszuletzt geglaubt hat: »Adorno hat mir einmal von Gegenbildern gesprochen, die es gälte aufzurichten, um die Bilder des Friedens und der Harmonie erst recht zur Geltung zu bringen.«


Kaschnitz, marie luise

Geb. 31.1.1901 in Karlsruhe; gest. 10.10.1974 in Rom »Als eine ewige Autobiographin, eine im eigenen Umkreis befangene Schreiberin werde ich, wenn überhaupt, in die Literaturgeschichte eingehen, und mit Recht. Denn meine Erfindungsgabe ist gering. Ich sehe und höre, reiße die Augen auf und spitze d .....
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Marie luise kaschnitz popp und mingel

'Popp und Mingel" wendet sich von der Erzählerhaltung her als ein in der Ich-Form geschriebenes Bekenntnis eines Jungen an einen gedachten Hörer oder Leser. Doch man kann von einem Hinweis, den die Erzählung selbst gibt, den gedachten Hörer oder Leser genauer nennen und kennzeichnen. Das erzählende .....
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Marie luise kaschnitz christine

Analyse Thema 'Auch das Schöne muß sterben!" sagt der klassische Dichter. Schorsch könnte seine Trauer mit den beiden anderen Versen aus Schillers 'Nänie" ausdrücken: 'Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt." Das Thema dieser .....
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Marie luise kaschnitz (i90i-i974): gleichzeitig - lebensbühne

Zur Zeit des Expressionismus entwickelte sich in der Großstadtlyrik ein Gedichttypus, der die Vielfalt gleichzeitiger Eindrücke in den modernen Metropolen wiederzugeben versuchte: das >Simultangedicht .....
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Marie-luise kaschnitz (geb. i90i),

erinnert in ihren Anfängen manchmal an Hofmannsthals Symbolismus. Wie Elisabeth Langgässer, so sieht auch sie des Menschen letzten und einzigen Halt im Dasein Gottes: Es muß doch nodi irgendwo sein Eine Kammer voll Orgelwind, Etwas, das trägt und hält. Ein si .....
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Vorstadt - marie luise kaschnitz

Nur noch zwei Bäume Sind übrig vom Hain der Egeria Nur noch zwei Lämmer Von der großen Herde Ein schwarzes Ein weißes Niemand Sieht mehr am Abend Die Zinnen der Mauer Rötlich. Vielstöckige Häuser Kommen gelaufen Stadther Weiße mit blitzenden Fenstern Verschütten Knaben auf Knattern .....
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Hiroshima - marie luise kaschnitz

Der den Tod auf Hiroshima warf, Ging ins Kloster, läutet dort die Glocken. Der den Tod auf Hiroshima warf Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich. 5 Der den Tod auf Hiroshima warf Fiel in Wahnsinn, wehrt Gespenster ab Hunderttausend, die ihn angehen nächtlich Auferstandene aus Staub für ih .....
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Ostia antica - marie luise kaschnitz

Durch die Tore: niemand Treppen: fort ins Blau Auf dem Estrich: Thymian Auf den Tischen: Tau. 5 Zwiegespräch aus Stille Tod aus Käferzug Abendrot im Teller Asche im Krug. Asphodeloswiese 10 Fledermäusekreis Diesseits oder drüben Wer das weiß - Dieses berühmte moderne >Rom-Gedicht< entstamm .....
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Juni - marie luise kaschnitz

Schön wie niemals sah ich jüngst die Erde. Einer Insel gleich trieb sie im Winde. Prangend trug sie durch den reinen Himmel Ihrer Jugend wunderbaren Glanz. 5 Funkelnd lagen ihre blauen Seen, Ihre Ströme zwischen Wiesenufern. Rauschen ging durch ihre lichten Wälder, Große Vögel folgten ihrem Flug. .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Kaschnitz, marie luise

Agrigent Neis, Edgar. In: Städte und Landschaften, 1978, S. 151 - 153. Am Strande Bondy, Barbara. In: Gedichte für Schule, 1993, S. 149- 151. Auferstehung Kaschnitz, Marie Luise. In: Doppelinterpretationen, 1986, S. 94 - 95. Kuhn, Hugo. In: Doppelinterpretationen, 1986, S. 96 - 97. Bes .....
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Kaschnitz, marie luise

Marie Luise Kaschnitz gut als eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen der Nachkriegszeit. Geschätzt wird sie vor allem als Lyrikerin, die zeitkritische Themen in strenger, formvollendeterWeise gestaltete . In knapper, eindringlicher Sprache schuf sie auch Romane, Erzählungen, Essays un .....
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Voltaire, fraticois marie (d.i. francis marie arouet)

Als V.s Lettres phihsophiques 1734 in Frankreich erschienen, wurden sie vom Pariser Parlament als »anstößig und der Religion, den guten Sitten und der Achtung vor der Obrigkeit zuwiderlaufend« verurteilt und verbrannt. Der Form nach ein Lob auf die fortschrittlichen Verhältnisse in England, waren di .....
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Trauerarbeit der moderne in romanen von francois bon, jean echenoz und marie redonnet

Auch wenn man das Paradigma der Nachmoderne nicht als Epochen-Signum akzeptiert, stellt die jahrzehntelange Debatte um seine Legitimität unter Beweis, daß sich die Moderne tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt sieht, die in vielem Merkmale einer Krise aufweisen. Auf diesen Veränderungsprozeß, der .....
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Index » Die Generation der 80er Jahre

Marie von ebner-eschenbach (i830-i9i6)

Die Dorf- und Schloßgeschichten der aus dem mährischen Adel stammenden Autorin thematisieren adelig-patriarchale und ländliche Lebensformen, wobei sie ihr Augenmerk insbesondere auf die zwischen der reaktionären Feudalaristokralie und dem Landproletariat herrschenden Spannungen richtet. Dabei werden .....
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Luise rinser

Eine starke Erzählerin ist Luise Rinser. Daß ihre Bücher nicht immer gleichmäßig geraten, liegt an der ungleich» mäßigen Distanz der Dichterin zum Stoff. Ihre besten Er» Zählungen — so die Novelle 'Die gläsernen Ringe" und 'Jan Lobel aus Warschau" — vermitteln uns das Gefühl, daß sie genau an je .....
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Index » DIE DEUTSCHE LITERATUR » DER ROMAN DER GEGENWART

Luise rinser die rote katze

Das 'Ich" in dieser Erzählung ist sehr stark mit dem Erlebten innerlich verquickt. Wir erfahren den Vorgang der Geschichte aus der subjektiven Sicht dieses 'Ichs". Der Handlungsablauf ist nur aus der Zeit und aus der Umgebung heraus ganz verständlich, in der er erlebt wurde. Für unsere Schüler ist e .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Bertolt brecht - erinnerung an die marie a

An jenem Tag im blauen Mond September Still unter einem jungen Pflaumenbaum Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe In meinem Arm wie einen holden Traum. Und über uns im schönen Sommerhimmel War eine Wolke, die ich lange sah Sie war sehr weiß und ungeheuer oben Und als ich aufsah, war sie nimmer .....
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Index » Sonstige

Ebner-eschenbach, marie von

Marie von Ebner-Eschenbach ist die bedeutendste österreichische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wegbereiterin des Naturalismus, die sich in ihrem engagierten, der Spätaufklärung verpflichteten Werk für die Außenseiter der Gesellschaft und die Angehörigen der sozialen Unterschicht .....
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Luise rinser (geb. i9ii)

steht nicht minder fest wie Elisabeth Langgässer und Marie-Luise Kaschnitz auf dem Boden eines positiven Christentums. In ihrem 'Gefängnistagebuch" gibt sie einen erschütternden Bericht über ihre Haft in der Zeit des Nationalsozialismus. Ihre Erzählung 'Jan Lobel aus Warschau" zeigt das Schicksal .....
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Condorcet, marie jean antoine xicolas, marquis de

Sein Tod war unwürdig. Doch als gälte es. das Ende zu überhöhen, haben die Biographen dem fünfzigjährigen - »- " " Mann, der am Morgen des 2$. März l im Gefängnis von Bourg-la-Rcine tot aufgefunden wurde, im nachhinein den Schierlingsbecher in die Hand gedrückt. »Sie sagten: .....
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Marie von ebner-eschenbach (i830-i9i6).

Schon in den 'Neuen Erzählungen" mit der Geschichte von drei adeligen Originalen 'Die Freiherrn von Gemperlein" erreichte Marie von Ebner-Eschenbach künstlerische Vollendung. 1881 folgte die meisterhafte Geschichte vom Schicksal eines alternden Mädchens, das seinen liebsten Besitz, eine Uhrensammlu .....
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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

La fayette, marie madeleine de

Mit dem Namen der Marie Madeleine de La Fayette verbindet sich die Vorstellung deT wohl wichtigsten Revolution in der Geschichte des französischen Romans. In bewusster Abkehr von der Tradition war sie darum bemüht, die Handlung historisch zu fundieren und den Protagonisten psychologische Wahrscheinl .....
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Rinser, luise

Die mehrfach preisgekrönte Autorin Luise Rinser hat in ihrem umfangreichen Werk psychologisch differenzierte Romane und Erzählungen geschrieben, die eine breite Leserschaft gefunden haben. Darüber hinaus veröffentlichte sie Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele, Tagebücher und Essays. Ihr erzählerisc .....
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Erinnerung an die marie a. - bertolt brecht

An jenem Tag im blauen Mond September Still unter einem jungen Pflaumenbaum Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe In meinem Arm wie einen holden Traum. Und über uns im schönen Sommerhimmel 5 War eine Wolke, die ich lange sah Sie war sehr weiß und ungeheuer oben Und als ich a .....
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Teilhard de chardin, marie-joseph pierre

Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin ist der bekannteste Jesuitenpater des 20. Jahrhunderts. In seinen Schriften will er Naturwissenschaften und Theologie miteinanderversöhnen. Teilhard wuchs in katholischer Frömmigkeit auf und übernahm von seinem Vater das naturwissenschaftliche Interesse. 1899 .....
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Kaschnitz,  Marie  Luise    





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