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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Jünger, Friedrich Georg



Wie es in der Urkunde des Immermann-Literatur-Preises heißt, der dem Dichter 1953 verliehen wurde, verbindetj. die Heiterkeit des Geistes mit klarer Humanität und bewahrt unbeirrbar in unserer schwankenden Zeit das Vertrauen zum Leben in seinem Schaffen.



      Der Sohn eines Apothekers und jüngere Bruder Ernst Jüngers, mit dem er sich stets innig verbunden fühlte, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Hannover und Detmold und lernte die Natur am Steinhuder Meer und im Erzgebirge Heben; 1916 meldete er sich als Freiwilliger an die Front, wo
er 1917 in der großen Flandernschlacht so schwer verwundetwurde, daß sein Bruder Ernst den bereits Totgeglaubten erst in letzter Minute retten kann. Nach seinem Abschied als Offizier studierte J. in Halle und Leipzig Jura und promovierte, aber er schreibt in seinen Jugenderinnerungen Grüne Zweige : »Ich erkannte, daß ich weder Richter noch Anwalt werden konnte«. Ab 1928 als freier Schriftsteller in Berlin tätig, wo er den Dialog mit seinem Bruder fortsetzen kann, hat der nachdenkliche junge Mann in dieser hektischen, von geistloser Geschäftigkeit erfüllten Großstadt, in der die politische Unruhe dieser Zeit besonders spürbar ist, häufig gegen ein Gefühl von Entfremdung und Sinnlosigkeit anzukämpfen: »Es gibt einen Punkt, an dem die verständige Ordnung des Lebens uns fragwürdig wird, an dem seine rationale Steuerung zerbricht, und an ihn gelangte ich jetzt oft«, schreibt er in Spiegel der Jahre von 1958.
      Zunächst trat J. mit Lyrik an die Öffenlichtkeit . Diese frühen antikisierenden Verse, oft Oden und Elegien, setzen die Tradition von Friedrich Gottüeb Klopstock und Friedrich Hölderlin fort; sie feiern die Elemente Wasser und Feuer, die Wildnis und die Stunde des Pan, verherrlichen das griechische Ideal der Harmonie von Geist und Körper. Die nationalsozialistischen Machthaber bezogen zu Recht »das Niedere«, vor dem die Musen fliehen, in J.s Gedicht Der Mohn auf sich selbst und ließen den Dichter, der zu diesem Zeitpunkt dem Widerstandskreis um Ernst Niekisch nahestand, von der Geheimen Staatspolizei überwachen.
      J.s bedeutsamer Beitrag zur Krise der technisierten Gesellschaft erschien 1946 unter dem Titel Die Perfektion der Technik und gab eine Antwort auf Ernst Jüngers Der Arbeiter ; später fand das Buch seine Fortsetzung mit Maschine und Eigentum . Der zeitkritische Essay löste bei seinem Erscheinen erregte Diskussionen aus: Damals mußte sich der Autor vor allem von linker Seite rückwärtsgewandten Anti-technizismus vorwerfen lassen.
      1937 zog der Schriftsteller nach Ãœberlingen, zunächst ins Weinberghaus hoch über der Stadt, dann wohnte er mit seiner Frau Zita an der Seepromenade, ganz nahe dem von ihm so geliebten Wasser: »Es gibt wenige Vorstellungen des Glückes für mich, an denen das Wasser nicht beteiligt ist«. Mit seinen Gedichten Das Weinberghaus verlieh J. seiner Verbundenheit mit der Bodenseelandschaft beredten Ausdruck. Bis zuseinem Tod hat der Lyriker, Essayist und Romancier an das Leben als einen Wert an sich geglaubt, der alle zeitgeschichtlichen Gefährdungen überdauert: »Heil wie du auf diese Welt gekommen, / Unzerstörbar wirst du fortgenommen«.
     


Friedrich georg jünger

Das Werk Friedrich Georg Jüngers beruht auf ganz anderen Voraussetzungen, schon darum, weil Jünger einer älteren Generation angehört und nicht wider ein verlorenes Ge= Schichtsbewußtsein mythische Ersatzbegriffe ausspielt, son= dem ein verirrtes Geschichtsbewußtsein mit ursprünglichen Kräften neu ve .....
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Jünger, friedrich georg

Beschwörung Blöcker, Günter. In: Frankfurter Anthologie 1, 1976, S. 135- 138. Der Mohn Speier, Hans-Michael. In: Gedichte und Interpretationen 5, 1983, S. 320 - 335. Der Pfau Arendt, Dieter. In: Zeitwende 35, 1964, S. 30 - 39. Der Taurus Pfeiffer, Johannes. In: Wege zur Dichtung, 1969 .....
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Georg wilhelm friedrich hegel - vorlesungen über die Ästhetik

Der Künstler Die Phantasie Was erstens das allgemeine Vermögen zur künstlerischen Produktion angeht, so ist, wenn einmal von Vermögen soll geredet werden, die Phantasie als diese hervorstechend künstlerische Fähigkeit zu bezeichnen. Dann muß man sich jedoch sogleich hüten, die Phantasie mit der bl .....
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Hegel, georg wilhelm friedrich

Georg Wilhelm Friedrich Hegel gilt als der bedeutendste und einflussreichste Philosoph des 19. Jahrhunderts. Er führte die Philosophie des deutschen Idealismus auf ihren Höhepunkt. Hegel stammte aus einer Theologen- und Beamtenfamilie, besuchte die deutsche und die lateinische Schule seiner Vaterst .....
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Hegel, georg wilhelm friedrich

Frühling Hearing, Theodor. In: Gedenkschrift, 1943, S. 175- 177. .....
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Novalis (d.i. georg philipp friedrich von hardenberg)

Geb. 2.5.1772 auf Gut Oberwiederstedt bei Mansfeld; gest. 25.3.1801 in Weißenfels Der schwäbische Spätromantiker Justi-nus Kerner übersendet am 25. Januar 1810 Ludwig Uhland einen Auszug aus dem biographischen Porträt des N., das August Coelestin Just, ehemaliger Vorgesetzter und väterlicher Freund .....
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Hegel, georg wilhelm friedrich

Das Portrait des versunkenen Professors auf dem Katheder über den Köpfen der andächtig mitschreibenden jungen Herren im Frack zeigt H. im Jahre 182S. auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, in Berlin. Dieser H. ist es. der in die Nachwelt einging, dessen Denken z.B. dem jungen Marx noch ganz selbstverstä .....
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Vögelein im winter - friedrich gull

Es lag ein tiefer Schnee, Gefroren war der See, Der Wind blies kalt und schaurig. Da saß ein Vöglein traurig Auf einem Ast im Wald: »Verhungern muß ich bald, Wenn lang die Tage währen, Wer soll mich auch ernähren? Das war gesprochen kaum, Da stund ein großer Baum Voll roter Vogelbeeren, Die durft e .....
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Friedrich baron de la motte-fouque (i777-i843)

Fouque war zu seiner Zeit einer der beliebtesten Modeschriftsteller, der durch seine Dichtungen aus dem Mittelalter am meisten vor Richard Wagner zum Bekanntwerden der germanisch-deutschen Götter- und Heldensagen beige^ tragen hat. Ihm verdanken wir das heute noch am meisten gelesene Märchen der Rom .....
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Novalis (friedrich von hardenberg, i772-i80i)

Der bedeutendste dichterische Geist der Frühromantik, ja der Inbegriff des Romantikers überhaupt, war der frühvollendete Novalis. Seine dichterische Begabung entzündete sich an dem frühen Tod seiner jugendlichen Braut, die er nur um wenige Jahre überlebte. In seinen 'Hymnen an die Nacht" rührt Noval .....
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Jean paul friedrich richter (i763-i825)

Während Heinrich von Kleist an der Wirklichkeit zerbrach, hat sie Jean Paul gemeistert und überwunden. Aus der Enge des damaligen Bayreuth baute er sich das Weltall seiner sehnsüchtigen Träume und Ideale. Und was die Bereicherung der deutschen Sprache vom Dichterischen her angeht, muß Jean Paul nebe .....
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Drachen - georg britting

Die Drachen steigen wieder Und schwanken mit den Schwänzen Und brummen stumme Lieder Zu ihren Geistertänzen. 5 Von wo der knallende Wind herweht? Von Bauerngärten schwer! Jeder Garten prallfäustig voll Blumen steht, Die Felder sind lustig leer. Der hohe Himmel ist ausgeräumt, 10 Wasserblau, ohne R .....
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Friedrich hölderlin (i770-i843)

das Wesen des Dichters an sich verwirklichte. Er ist geradezu „der Dichter des Dichters" geworden, wie Martin Heidegger es ausdrückte. Jeder Vers und jede Zeile, die er schrieb, bezeugen die gerade an seinem Werk gewonnene Erkenntnis, daß Dichtung nicht nur das Ergebnis eines genialen und geschulten .....
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Raubritter - georg britting

Zwischen Kraut und grünen Stangen Jungen Schilfes steht der Hecht, Mit Unholdsaugen im Kopf, dem langen, Der Herr der Fische und Wasserschlangen, 5 Mit Kiefern, gewaltig wie Eisenzangen, Gestachelt die Flossen: Raubtiergeschlecht. Unbeweglich, uralt, aus Metall, Grünspanig von tausend Jahren. Ein .....
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Fröhlicher regen - georg britting

Wie der Regen tropft, Regen tropft, An die Scheiben klopft! Jeder Strauch ist naß bezopft. Wie der Regen springt! In den Blättern singt 5 Eine Silberuhr. Durch das Gras hin läuft, Wie eine Schneckenspur, Ein Streifen weiß beträuft. Das stürmis .....
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Friedrich a. kittler

Im programmatischen Vorwort zu dem Band Urszenen proklamieren F.A. Kittler und H. Turk die 'Diskursanalyse": Den genealogischen Ursprüngen von Diskursverboten und Diskursivierun-gen neuer Diskurs-Ordnungen - resultierend aus veränderten Macht-, Begehrens- und Wisscns-Konstellationen - gelte es auc .....
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Friedrich rückert (i788-i866)

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit Klingt ein Lied mir immerdar. O wie liegt so weit, o wie liegt so weit Was mein einst war! Auch Rückert, gebürtig aus Schweinfurt, gestorben in Neuses bei Coburg, rief in seinen 'Geharnischten Sonetten" zum Kampf gegen Napoleon auf. In seinen sechs Bänden ly .....
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Georg herwegh (i8i7-i875)

mit seinen 'Gedichten eines Lebendigen" , die vor allem durch starke Affekte auffielen . Herwegh begründete mit seiner 'Arbeiter-Marseillaise" die deutsche Arbeiterdichtung: Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm es will. Brich das Doppe .....
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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Christian dietrich grabbe (i80i-i836) und georg büchner(i8i3-i837)

Grabbe, Sohn eines Detmolder Zuchthausverwalters, war eine unglückliche Natur. Er scheiterte sowohl als Schauspieler wie auch als Rechtsbeamter, verkam schließlich in Trunksucht und ging an Tuberkulose zugrunde. Er war ein genialer Nachfahre des Sturm und Drang und ein entschiedener Gegner der Roman .....
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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Nänie - friedrich schiller (i759-i805) - Ãœber die sterblichkeit des schönen

Nänie Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget, Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus. Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher, Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk. Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde, .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Klassische Zeit der Elegien

Friedrich gottlieb klopstock (i724-i803): die frühen gräber - die sommernacht - mond, der gedankenfreund

Die frühen Gräber Willkommen, o silberner Mond, Schöner, stiller Gefährt der Nacht! Du entfliehst? Weile nicht, bleib, Gedankenfreund! Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin. Des Maies Erwachen ist nur Schöner noch, wie die Sommernacht, Wenn ihm Tau, hell wie Licht, aus der Locke träuft, U .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Umfangen von Natur

Friedrich hölderlin

Die Rückkehr des Menschen zur ursprünglichen Einheit mit der Natur in einer freien Gesellschaft ist das große Thema in den Werken von Johann Christian Friedrich Hölderlin . Von der Mutter, die aus einem pietistischen Pfarrhaus stammte, für den geistlichen Beruf bestimmt, trat er zwar 1788 in das Tü .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Ernst jünger: »eumeswil« (i977) - utopischer roman als denkspiel

Der Anarch »Wir finden und vergessen uns im anderen; wir sind nicht mehr allein.« Mit diesem Satz schließt Ernst Jüngers Roman »Die Zwille« von 1973. Wem bis dahin die kristallinen Welten Jüngers fremd geblieben waren, der mochte in dem Roman - einer Jugendgeschichte - zum erstenmal etwas wie zwi .....
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Index » Roman Chronik

Friedrich dürrenmatt (geb. i92i)

stellt oft mit dem Unterton tiefster Bitterkeit mutige Zeitsatiren auf die Bühne. „Romulus der Große" läßt die ganze Weltgeschichte zur Farce werden: der letzte weströmische Kaiser interessiert sich mehr für Hühnerzucht als für die Aufgaben der Staatslenkung. Die Komödien „Die Ehe des Herrn Mississ .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Nach 1945

Georg britting (i89i—i964)

bekennt sich wie Hausmann zur urgründigen Kraft der Erde, übertrifft diesen aber manchmal an Hintergründigkeit in der Leidenschaft zum Leben, die auch vor dem Dunkel nicht haltmacht. Sein barockes Lebensgefühl zeigt sich am unmittelbarsten in seinen Gedichten, deren bevorzugte Themen das Elementare .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

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Jünger,  Friedrich  Georg    





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