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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Heine, Heinrich



»Denk ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht,« und: »Ein neues Lied, ein besseres Lied, / O Freunde, will ich Euch dichten! / Wir wollen hier auf Erden schon / Das Himmelreich errichten.« — zwei extreme Haltungen H.s, deren sehr unterschiedlicher literarisch-politischer Gestus kennzeichnend ist für seine Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit: durch das »Herz des Dichters« geht »der große Weltriß« . Doch weder kritische Trauer noch sinnlicher Lebensgenuß entsprachen den Erwartungen der Mehrzahl der Leser in den letzten einhundertfünfzig Jahren. Nicht erst die antisemitische, nationalistische Rechte Ende des 19. Jahrhunderts und die Nationalsozialisten, die unter H.s berühmtes Lorelei-Gedicht »Verfasser unbekannt« schrieben, auch ein Großteil der zeitgenössischen Kritiker denunzierte H. als ichbezogen und originalitätssüchtig, als unmoralisch und gotteslästerlich, als jüdisch und französelnd; der Ruf nach der Verbrennung seiner Bücher wird schon 1827 laut. Diese Ausgrenzung wurde auch von den Liberalen mitvollzogen, und selbst der Radikaldemokrat Ludwig Börne, zeitweise H.s Weggefährte, kritisiert dessen Subjektivität und Ästhetizismus, dessen Immoralität und Areligiosität, eine Position, die sich tendenziell auch in der deutschen Arbeiterbewegung fortsetzte. »Die Wunde Heine« und deren öffentliche Behandlung, z.B. im Denkmalsstreit und in der Auseinandersetzung um die Benennung der Düsseldorfer Universität ist aus der deutschen Misere zu erklären und verweist zugleich auf sie. Denn H.s Literaturproduktion wurde nicht im Kontext der literarischen und politischen Zustände gesehen, vielmehr wurde sie ignoriert oder dämonisiert bzw. verklärt, d.h. auf das Buch der Lieder als bürgerlichen Lyrikschatz reduziert.



      Harry H., der als Sohn eines jüdischen Kaufmanns zunächst den Beruf seines Vaters ergriff, studierte, unterstützt von seinem reichen Onkel, seit 1819 in Bonn, Göttingen und Berlin die Rechte. 1825 legte er das juristische Examen ab und promovierte; im selben Jahr trat er zum protestantischen Glauben über, als »Eintrittsbillett« in die Gesellschaft. Dennoch scheiterten aus politischen Gründen seine Bemühungen um eine Professur in München. In dieser Lebensphase, der Suche nach einer bürgerlichen Existenz, in der H. auch Vorlesungen bei August Wilhelm Schlegel und Ernst Moritz Arndt, bei Friedrich Carl von Savigny und Georg Wilhelm Friedrich Hegel hörte und in den Berliner Salons verkehrte, veröffentlichte er nach den ersten Gedichten nicht zufällig seinen ersten Prosatext über Die Romantik . Auch in der Gedichtsammlung Buch der Lieder wird H.s Nähe zur Romantik, seine Bewunderung für ihre »Volkspoesie«, ihre Ãœbersetzungs- und Sammeltätigkeit deutlich, zugleich aber auch sein ständig wachsender Abstand. Neben konventionell romantischen Liebesgedichten verwendet H. schon ironische Distanzierungen, häufig konzentriert in pointiert desil-lusionierenden Schlußversen. Trotz der einfachen Volksliedform entspringen Naturidylle, Liebesleiden und Todessehnsucht nicht einem unmittelbarem Gefühl, vielmehr verwendet er bewußt romantische Stilmittel, eingebettet in Reflexion und Sentimentalität. Die Welt ist auch für den jungen H. schon brüchig, aber mit seiner Form des »Weltschmerzes« kann er, im Unterschied etwa zu Franz Grillparzer oder Nikolaus Lenau. spielerisch umgehen.
      Nicht das weltberühmte Buch der Lieder, das immerhin schon zu H.s Lebzeiten dreizehn Auflagen erreichte, sondern seine Reisebilder begründeten seinen frühen literarischen Ruhm. Im Kontext eines allgemeinen Reisefiebers und der damit zusammenhängenden Modeliteratur als Unterhaltung, Belehrung und Gesellschaftskritik schuf H. eine neue Form der Reisehteratur. die nicht nur bei den Jungdeutschen begeisterte Nachahmer fand. H. verbindet die politische Information und Kritik der Aufklärung mit der Empfindsamkeit und subjektiven Erlebnisweise Laurence Sternes und Jean Pauls sowie mit den romantischen »Wanderungen« zu einem neuen Genre des sich emanzipierenden bürgerlichen Individuums. Dabei ersetzte die europäische Emanzipation mit ihrer Radikalisierung von der Philistersatire in der Harzreise bis zur Adels- und Kleruskritik und Revolutionsbegeisterung in Die Stadt Lucca die Selbstbildung als zentrale Thematik und Absicht. Trotz der Ungebundenheit als Reisender, als freier Schriftsteller, als Intellektueller, besteht bei H. jedoch eine unlösbare Verbindung zu Deutschland als seiner Heimat. Vor allem in der Harzreise kontrastiert H. die »Banalität« der deutschen Realität mit der Natur, dem Volk mit seinen Märchen und dem Traum. Das veränderte thematische Interesse korrespondiert mit der Auflösung des traditionellen Gattungsgefüges. es entsteht eine »Antireiseliteratur«, gerichtet gegen das klassische Literaturideal: Lyrik steht neben Essayistik und Erzählung. Reflexionen neben Stimmungsbildern und autobiographischen Beobachtungen, an die Stelle einer linearen Komposition treten Brüche und Assoziationen. Die widersprüchliche Subjektivität des Ich-Erzählers, die Mischung verschiedener Sprachebenen. Konversationston neben scharfer Satire, eine spezifische Bildhaftigkeit und die vorherrschende Stilfigur der Antithese fuhren zu einer Poetik der Dissonanz, des Fragmentarismus und ansatzweise der Montage in der Art der literarischen Moderne.
      Nach der Julirevolution 1830 setzte Heine diese neue Literaturkonzeption, die in die politischen Geschehnisse eingreifen und Stellungnahme beziehen soll, fort. In einer differenzierten und immer wieder modifizierten Auseinandersetzung mit Johann Wolfgang von Goethe - H. betont den Indifferentismus, aber auch den Sensualismus des Weimarers - und in Abgrenzung zu Hegels Theorem vom »Ende der Kunst« spricht er vom »Ende der Kunstpenode« und dem Beginn einer neuen Kunst, »diesogar eine neue Technik.....hervorbringen muß«. »Bis dahin möge, mit Farben und
Klängen, die selbsttrunkenste Subjektivität, die weltentzügelste Individualität, die gottfreie Persönlichkeit mit all ihrer Lebenslust sich geltend machen« .
      H.s Emigration nach Frankreich im Mai 1831 bildet einen tiefen Einschnitt in sein Leben, insbesondere die Erfahrungen mit der Metropole Paris, in Fortsetzung seiner neuen Wahrnehmungsweise in London , der Kontakt in Praxis und Theorie mit der Arbeiterklasse, den Frühsozialisten und Kommunisten sowie seine Erfahrungen mit dem Widerspruch von politischer und sozialer Revolution. H. wurde insofern zu einem der wichtigsten Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland, als er für beide Literaturmärkte schrieb: die Deutschland-Schriften. Die romantische Schule und Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland , zuerst in französischer Sprache, die Frankreich-Berichte. Französische Zustände , Französische Maler , Ãœber die französische Bühne und Lutezia in deutscher Sprache. Obwohl Heine in das Pariser Leben weitgehend integriert war , orientierte er sich weiterhin an Deutschland und hielt sowohl über seine deutschen Besucher als auch durch seine Korrespondenzen für deutsche Zeitungen einen intensiven Kontakt aufrecht, der auch durch den Beschluß des Bundestages zum Verbot der Schriften des Jungen Deutschland nicht unterbrochen wurde.
      Während H. in der Romantischen Schule, einem Gegenbuch zu Mme de Stacls De l Allemagne, den französischen Lesern ein kritisches Bild der deutschen Literatur, speziell der Romantik vorlegt, damit zugleich aber auch ein »Programm zur deutschen Literatur« liefert, zeigt er in Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland Entwicklungslinien von der Reformation bis zu Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Hegel auf. In den späteren Briefen über Deutschland , einer Art Kommentar zu seiner Geschichte der Philosophie, enthüllt H. das »Schulgeheimnis«: Hegel ist im Kern revolutionär, und sein berühmter Satz: »Alles was ist, ist vernünftig«, bedeute eigentlich: »Alles was vernünftig ist, muß sein.« Aus der Verbindung dieser linkshegelianischen Position mit Anschauungen des Saint-Simonismus, H.s »neue Evangelium« , entwickelte er seine Auffassung von der Notwendigkeit einer universalen »sozialen Revolution« - »le pain est le droit du peuple« . Dieser theoretische Ansatz sowie die sich daraus ergebende Konsequenz, die Kritik an der Unzulänglichkeit einer politischen Revolution, wie sie H. nach 1830 erlebte, führte zu heftigen Konflikten mit der deutschen Oppositionsbewegung. Ludwig Börne, einer ihrer Wortführer, sah in H.s Vernachlässigung der Politik, z.B. der Frage Republik oder Monarchie, einen Verrat an den revolutionären Ideen, was zu Vorwürfen und Verdächtigungen führte. H.s »Denkschrift« Ludwig Börne ist deshalb als Verteidigung und zugleich als Abrechnung mit den »neuen Puritaner«, Börnes »Zeitkreis«, zu verstehen, und zwar im Sinne des Aristophanes als Polemik in z.T. unflätigem Ton .

     
Obwohl H. die Tendenz der Saint-Simonisten zur Klassenversöhnung nicht akzeptierte, blieb die Antithese von Sensualismus und Spiritualismus, die Proklamation der Gleichheit der Genüsse, der zentrale theoretische Bezugspunkt, auch in der Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Nur so ist zum einen H.s Fehleinschätzung zu verstehen, er habe mit seiner sensualistischen Haltung - »wir stiften eine Demokratie gleichherrlicher, gleichheiliger, gleichbesekgter Götter« - »längst geträumt und ausgesprochen«, was die »Führer« des »Proletariats«, »die Philosophen der großen Schule«, die »von der Doktrin zur Tat« gehen, als »Programm« »formulieren« . Nur so ist zum anderen, trotz enger Freundschaft und Zusammenarbeit mit Karl Marx, auch H.s zwiespältige Haltung noch 1854 gegenüber dem »schauderhaft nacktesten, ganz feigenblattlosen, kommunen Kommunismus« zu verstehen. Immerhin »sprechen zwei Stimmen zu seinen Gunsten«, nämlich »daß alle Menschen das Recht haben, zu essen«, und der Haß auf den »gemeinsamen Feind«, und relativieren das »Grauen« des Künstlers vor den »dunklen Ikonoklasten« . Bezugspunkt für diese Haltung bildet ohne Zweifel der Gleichheitskommunismus, insbesondere der Neo-Babouvismus, den H. in den späten 30er Jahren als herrschende Strömung des Frühsozialismus in Paris kennenlernte. Aufbau und Sprachstil der zentralen Textstellen lassen jedoch auch einen ironischen Gestus H.s vermuten; er macht sich scheinbar die Vorurteile des Bürgertums zu eigen und spielt verdeckt mit deren Angst, gerade auch mit Blick auf seine bürgerlichen Leser. Der Idealisierung des Volkes tritt H. ebenso entgegen wie dessen Erniedrigung und benennt stattdessen die gesellschaftlichen Ursachen für dessen Häßlichkeit, Bosheit und Dummheit.
      In den 30er Jahren schrieb H. vor allem Prosa, und zwar zumeist in einer neuen literarisch-kritisch-analytischen Form, besonders ausgeprägt in einer Vielzahl aktualisierender Vorreden und Vorworten . Demgegenüber steht H.s Erzählprosa, obwohl mit der Form des historischen Schelmenromans experimentierend ebenso zurück wie seine frühen Theatertexte und seine späten heidnisch-mythischen und phantastischen Stücke und Ballettlibretti .
      Stand die Prosa für H. in den 30er Jahren auch im Vordergrund, so schrieb er doch gleichermaßen eine große Anzahl von Gedichten. Veröffentlicht hat er sie jedoch erst 1844 m seinem zweiten wichtigen Lyrikband, den Xeuen Gedichten, in dessen drittem Teil, den Zeitgedichten , H. einen neuen Ton anschlägt: Neben aggressiver Satire auf die Herrschenden steht die ironische Auseinandersetzung mit der poHtisch-hterarischen Modeströmung der Tendenzpoesie in Deutschland — »Blase, schmettre, donnre täglich« . H.s Kritik an ihrem »vage, unfruchtbare Pathos« und ihrem »unklare Enthusiasmus« setzt sich fort und spitzt sich zu in Atta Troll , dem schlecht tanzenden Tanzbären, der zwar »Gesinnung« hat, aber keine sinnliche Ausdruckskraft — »kein Talent, doch Charakter«. An den Anfang der Zeitgedichte stellte H. als Gegenposition seine Doktrin - er selbst als Tambour-Major, der die Hegeische Philosophie, Reveille trommelnd und die Marketenderin küssend, in die Praxis umsetzt. Das beste Gegenbeispiel zu den »gereimten Zeitungsartikeln« bietet H. jedoch mit dem als Flugblatt verteilten und im Pariser Vorwärts abgedruckten Gedicht Die schlesischen Weber , das den Weberaufstand in das Bild der ein »Leichentuch« für »Altdeutschland« produzierenden Weber faßt, als Ausdruck der historischen Notwendigkeit der Revolution.
      Gegen Preußen und die »deutsche Ideologie« wendet sich auch H.s Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen . Mit Zorn und Liebe stellt H. seinen »Patriotismus« gegen dessen »Maske« und »die der Religion und Moral« und verspottet gleichermaßen den Anachronismus des germanisch-christlichen Königtums wie die Welt der Bourgeoisie . In diesen »versifizierte Reisebilder« verbinden sich Volkshedstrophe und volkstümliche Motive aus Sage und Märchen, Mythologie. Religion und Traum, Trauer um Deutschland und diesseitiges Glücksstreben zu einem »neue Genre« , das H. selbst, in der Tradition von Aristophanes stehend, »radikal, revolutionär« nennt . Politischer Bezugspunkt dieser schärfsten deutschsprachigen Satire des 19. Jahrhunderts bilden der Saint-Simonistische Sensualismus und die Emanzipationsgedanken des jungen Karl Marx.
      Mitte der 40er Jahre gerät H. in eine Krise - Isolierung von den politischen Freunden, Erbstreitigkeiten, Beginn seiner Krankheit, die ihn ab 1848 ans Bett fesselte; dem Siechtum in der »Matratzengruft« stellte er die Intensität seiner Literaturproduktion entgegen. Die Prosatexte aus dieser Zeit leben vor allem von der Erinnerung: er arbeitet sein Leben auf- die Geständnisse und die erst postum von der Familie zensiert veröffentlichten Memoiren —, und er arbeitet seine Berichte über Politik, Kunst und Volksleben für die Augsburger Allgemeine Zeitung zu den zwei Büchern der Lutezia um. Romanzen , H.s dritter großer und sehr erfolgreicher Gedichtband, lebt dagegen ebenso wie die Gedichte 1853 und 1854 aus der bedrückenden Gegenwart. H.s Leiden fuhrt zu Verzweiflung und Widerstand, zu Distanz vom politischen Tagesgeschehen, der deutschen Misere nach 1848 und zur Konzentration auf die Kunst, zur religiösen »Bekehrung« und zu blasphemischen Zweifeln und Fragen nach der Gerechtigkeit angesichts von siegreichem Bösen und hilfloser Armut, wie H. es im Lazarus-Zyklus betont. Das letzte Gedicht dieses Abschnitts, Enfant perdu, bekenntnishaft wie die meisten Gedichte dieser Zeit, kann als H.s Testament gelesen werden: »Ein Posten ist vakant! - Die Wunden klaffen —/Der eine fällt, die andern rücken nach —/Doch fall ich unbesiegt, und meine Waffen/sind nicht besiegt - Nur mein Herze brach.«
H. war trotz Besuchen von Freunden und der Hilfe der Mouche nicht erst in der Einsamkeit der Krankheit isoliert. Als Jude war er trotz Assimilation ein Paria und schöpfte aus seiner Bindungslosigkeit die Kraft seiner Utopie; als Intellektueller seiner Klasse, dem Bürgertum, sich entgegenstellend, aber auch außerhalb des heraufkommenden Proletariats stehend, sah er die Gesellschaft mit analytisch-kritischem, mit fremdem Blick; als Schriftsteller wurde er trotz Einfluß und Erfolg Außenseiter, ausgegrenzt nicht zuletzt auch von den Liberalen und Radikaldemokraten. Sein Sensualismus - die Revolution als »Bacchantenzug« - und seine ästhetische Sensibilität machten ihn verdächtig; verdächtig auch wegen der Subversivität seiner Sprache, seiner Ironie, seiner Trauer, seines grellen Lachens, die entgegen Karl Kraus Verdiktvon der Sprachzerstörung Widerstand gegen Alltagssprache und Alltagsordnung leistet, sich jedoch zunehmend gegen Vereinnahmungstendenzen in Ost und West zu wehren hat: »Die Wunde Heine beginnt zu vernarben, schief« .
      Brummack. Jürgen : Heinrich Heine. Epoche - Werk - Wirkung, München 1980. Galley. Eberhard: Heinrich Herne. Stuttgart 1976.
      Kaufmann, Hans: Heinrich Heine. Geistige Entwicklung und künstlerisches Werk. Berlin/Weimar 1976. Mende. Fritz: Heine-Chronik. Daten zu Leben und Werk, München 1975.
      Florian Valien


Heinrich heine - enfant perdu

Verlorner Posten in dem Freiheitskriege, Hielt ich seit dreißig Jahren treulich aus. Ich kämpfte ohne Hoffnung, daß ich siege, Ich wußte, nie komm ich gesund nach Haus-Ich wachte Tag und Nacht — Ich könnt nicht schlafen, Wie in dem Lagerzelt der Freunde Schar — . In jenen Nächten hat Langweil .....
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Heine, heinrich

Abenddämmerung Murat, Jean. In: Bulletin de la Faculte des lettres de Strasbourg 35, 1956/57, S. 151 - 159. Müller, Joachim. In: Schiller bis Heine, 1972, S. 495 - 497. Jaspersen, Ursula. In: Die deutsche Lyrik 2, 1975, S. 134- 143. Alte Rose Nobis, Helmut. In: ZDP 102, 1983, S. 535 - 53 .....
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Ich weiß nicht, was soll es bedeuten - heinrich heine

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. 5 Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet 10 Dort oben wunderbar, .....
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Heinrich heine (i797-i856),

paßt nicht in den engen Rahmen, der durch den Begriff 'Junges Deutschland" gegeben ist. Schon auf Grund seines Alters, seiner Herkunft und Bildung steht Heine mit seinem Werk zwischen Romantik und Realismus und zugleich isoliert in der Eigenwilligkeit seiner Persönlichkeit. Er ist aber auch der einz .....
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Heinrich heine (i797-i856)

Geboren als Jude mit dem Namen Harry, erzogen von Jesuiten, konvertiert zum Protestantismus als Heinrich, war Heine deutscher Patriot und zugleich schärfster Deutsehlandkritiker - im Denken und Kmpl inden der Franzose Henri, literarisch aber durch und durch Deutseher. Auf jeden Fall war er ein unbeq .....
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Heinrich heine

13.12.1797 in Düsseldorf, 17.2.1856 in Paris Heinrich Heine wird am 13. Dezember 1797 als Sohn des Kaufmanns Samson Heine und seiner Frau Elisabeth van Geldern in Düsseldorf geboren. Heinrich wird in seiner Jugend Harry gerufen. Er besucht das Düsseldorfer Lyzeum und geht 1815 als Banklehrling .....
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Heinrich heine (i797-i856): die lotosblume ängstigt / sich vor der sonne pracht ... - emanuel geibel (i8i5-i884):

Die stille Wasserrose ... Der Buhle Mond Die Lotosblume ängstigt Sich vor der Sonne Pracht, Und mit gesenktem Haupte Erwartet sie träumend die Nacht. Der Mond, der ist ihr Buhle, Er weckt sie mit seinem Licht, Und ihm entschleiert sie freundlich Ihr frommes Blumengesicht. Sie blüht und glüht .....
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Heine, heinrich

Geb. 13.12.1797 in Düsseldorf; gest. 17.2.1856 in Paris »Denk ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht« und: »Ein neues Lied, ein besseres Lied, / O Freunde, will ich Euch dichten! / Wir wollen hier auf Erden schon / Das Himmelreich errichten« - zwei extreme Haltunge .....
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Belsatzar - heinrich heine

Die Mitternacht zog näher schon; In stummer Ruh lag Babylon. Nur oben in des Königs Schloß, Da flackert s, da lärmt des Königs Troß. 5 Dort oben in dem Königssaal, Belsatzar hielt sein Königsmahl. Die Knechte saßen in schimmernden Reih n, Und leerten die Becher mit funkelndem Wein. Es klirrten .....
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Meeresstille - heinrich heine

Heines Gedicht »Meeresstille« — man darfeinen Bezug zu Goethes gleichnamigem Gedicht von 1795, Erstdruck 1796, annehmen — stammt wohl aus der Lüneburg-Hamburger Zeit, entstanden zusammen mit anderen »Seebildern«, die Heine dann in den Zyklus »Die Nordsee« aufgenommen hat, in den Monaten Oktober- .....
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Heine, heinrich

Seine lyrischen Werke, vor allem die volksliedhaften Gedichte mit romantischen Zügen, machten Heinrich Heine bereits zu Lebzeiten populär. Mit ironisch-satirischer und realistischer Darstellung überwand er jedoch die Romantik. Heftig kritisierte der Streiter für Demokratie die politischen und gesell .....
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Heinrich heine - lorelei

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt Im Abendsonnenschein. Die schönste Jungfrau sitzet Dort oben wunderbar, Ihr g .....
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Heinrich heine - die romantische schule

Was war aber die romantische Schule in Deutschland? Sie war nichts anders als die Wiedererweckung der Poesie des Mittelalters, wie sie sich in dessen Liedern, Bild- und Bauwerken, in Kunst und Leben manifestiert hatte. Diese Poesie aber war aus dem Christentume hervorgegangen, sie war eine Passions .....
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Heinrich heine (i797-i856): ich hatte einst ein schönes vaterland - sprache als vaterland

Ich hatte einst ein schönes Vaterland. Der Eichenbaum Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft. Es war ein Traum. Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch das Wort: »Ich liebe dich!« Es war ein Traum. Ein Exilgedicht, ein Liebesgedicht, ein Gedicht über die Heimatsprache. He .....
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Heinrich böit, (geb. i9i7)

zählt vor allem zu den modernen Meistern der Kurzgeschichte, als deren Vater der amerikanische Dichter Hemingway gilt. Im Gegensatz zu diesem aber gestaltet Böll in der Kurzgeschichte sittliche Fragen, die sich zunächst bei ihm an Kriegserlebnissen entzünden. So vereinigt die Sammlung 'Wanderer, ko .....
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Heinrich mann (i87i-i950)

Bruder von Thomas Mann , die Entwicklung des expressionistischen Romans stark vorangetrieben. „Im Schlaraffenland" ist eine Satire auf die „feinen Leute" der Berliner Börsen- und Zeitungswelt. Von 1914 an klingt aus seinen Romanen ein deutlicher kämpferischer und satirischer politischer Unterton, .....
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Bourgeois-satire heinrich mann: »im schlaraffenland« ein roman unter feinen leuten (i900)

Aufstieg und Fall des Hans im Glück Ein Romantitel wie »Im Schlaraffenland«, an den Anfang einer Romanchronik des 20. Jahrhunderts gestellt, sieht sich vom Ausgang her wie ein blanker Zynismus an. Aber er wirkt heute doch auch nicht makaberer als jene tönerne Vollmundigkeit, mit der Kaiser Wilhel .....
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Index » Roman Chronik

Wilhelm heinrich wackenroder (i773-i798)

Nur 25 Jahre alt wurde der zarte Wackenroder, in dessen 1797 erschienenen 'Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders" alles das enthalten ist, was das Wesen der Romantik ausmacht. In seinem Werk erscheint zum ersten Male die altdeutsche Kunst, die sich ihm auf gemeinsamen Wanderungen mi .....
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Index » DIE DEUTSCHE ROMANTIK

Novelle von heinrich von kleist

Novelle Kleist ist in keinem seiner Stücke Ideendramatiker, sondern immer Wirklichkeitsdichter. Dies trifft genauso für seine Prosawerke zu. 'Es gibt im deutschen Schrifttum keine Novellen, deren Form und Vortrag so konzentriert, so kristallisch sind wie diejenigen Kleists." . Zu einer Zeit, da man .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Heinrich von kleist (i777-i8ii)

Hölderlins Dichtung entrückte die Deutschen ins Reich der idealischen Sehnsucht, war Flamme des reinen Dichtergeistes, Kleists Werk wurzelt mitten im Felde des Lebens, ist Tat eines Genius, der sein Volk in verwirrter Zeit begleiten und aufrichten wollte. Der 1777 zu Frankfurt an der Oder Geborene .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Viele litcraturwissenschaftlcr scheinen nicht sonderlich

Viele Litcraturwissenschaftlcr scheinen nicht sonderlich beunruhigt über den Stand der Dinge. Vor ein paar Jahren konstatierte ein Romanist an repräsentativer Stelle in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 'Ruhe und Harmonie" . Das harmonische Bild, das dort von den in Lämmer verwandelten Wölfen de .....
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Aug. heinrich hoffmann von fallersleben (i798-i874)

ließ 'Unpolitische Lieder" erscheinen, die ihn den Lehrstuhl für Germanistik kosteten, den er an der Universität Breslau innegehabt hatte. Als Verfasser der deutschen Nationalhymne 'Deutschland, Deutschland über alles", deren Text er am 26. 8. 1841 auf Helgoland schrieb und die er zuerst als Flugbl .....
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Sense (suso), heinrich

Ein Holzschnitt stellt S. kniend vor der Erscheinung der >Ewi-gen Weisheit < dar; sie ist für ihn Personifikation der biblischen Weisheitslehren, die er mit dem menschgewordenen und gekreuzigten Sohn Gottes identifiziert. Zur mystischen Vereinigung mit ihr sucht er den Weg härtester Selbstkasteiung .....
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Rickert, heinrich

R. zählt zu den letzten bedeutenden Repräsentanten einer Richtung des »Neukantianismus«, die sich vor dem Ersten Weltkrieg als »südwestdeutsche Schule« an den Universitäten Freiburg und Heidelberg etablieren konnte. Die seinerzeit institutionell dominierende Bewegung des Neukantianismus gründet sich .....
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Jacobi, friedrich heinrich

In der Vorrede zu seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und I orstellung warnt Schopenhauer die Leser davor, seine »Art zu spekuliren« mit der »eines noch lebenden großen Philosophen« vergleichen zu wollen, »welcher wahrhaft rührende Bücher geschrieben und nur die kleine Schwachheit hat. Alles, was .....
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