Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt




Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Index
» Autoren
» Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart
» Grillparzer, Franz

Grillparzer, Franz



In G.s Erzählung Der arme Spielmann begegnet der Leser dem musikalischen Dilettanten Jakob, der sich selbst als Künstler überfordert, in der Praxis kläglich scheitert und mit seinem »Höllenkonzert« die Ohren der Zuhörer foltert. Dies ist kein Zufall, weitere Unzulänglichkeiten treten zutage: Ist Jakob einmal erotisch erregt, kommt es zu einem Kuß - aber durch eine Glasscheibe. Oder er zieht einen Kreidestrich durch das Zimmer, das er gemeinsam mit einem Handwerksgesellen bewohnt, um zwischen seiner sauberen, über jeden Verdacht erhabenen Welt und der Unordentlichkeit seiner Zimmergenossen deutlich zu trennen — G. rechnet in dieser autobiographischen Studie grotesk-stilisierend und klinisch-kalt mit seinen eigenen Schwächen ab. Ãœber Seiten hinweg dokumentiert er in dieser Erzählung die Auswirkungen der politischen Verhältnisse im Vormärz, dann wiederum demonstriert er mit seiner Erzähltechnik den Ãœbergang von der klassischen Novelle zur realistischen Schilderung.



      Seine Tagebücher lassen ihn als einen Autor erkennen, in dem sich die Bewußtseinslage der Vormärzautoren - zwischen Hypochondrie und Verzweiflung schwankend -exemplarisch spiegelt. G. war zwischen 1832 und 1856 Direktor des Hofkammerarchivs - »habe die Archivdirektorsstelle erhalten und so des Menschen Sohn um dreißig Silberlinge verkauft« — und wurde durch die Ansprüche »von oben« und die eigenen Nöte in unlösbare Konflikte getrieben, die schließlich zur Desorientierung, zur Selbst-lsolation des Dichters führten. Noch die mitteilsam-sarkastischen Selbstanalysen des Vereinsamten in seinen Tagebüchern stehen in krassem Gegensatz zu seinem tief unglücklichen Bewußtsein. Den geschichtlichen Hintergrund dafür bildet der rapide Verfall der königlich-kaiserlichen Monarchie, die einst das Zentrum der Welt dargestellt hatte. Deren offizielle Ideologie wurde als »kategorischer Traditionalismus« bezeichnet. Die Auffassungen des Wiener Hofs von Politik, Gesellschaft und Geschichte spiegelt eine Äußerung des einflußreichen Hofrates und Zensors Friedrich Gentz wider, die der Grazer Historiker Julius Schneller überliefert hat: »Die Aufklärung habe seit dreißig Jahren nur Arges... gebracht. Jedes Weiterschreiten führe an den Abgrund. Er selbst denke wie Fürst Metternich, und Fürst Mettemich erkenne bestimmt, daß die josefinische Epoche ein Wahnsinn sei. Auch das allmähliche und von oben begünstigte Streben nach den neuen Zeitformen sei revolutionär. Man müsse unbedingt festhalten an dem Geschichtlichgewordenen, nicht an dem rein Ausgedachten. Herkommen und Glaube bildeten die wahre Grundlage für Haus, Kirche und Staat.« Durch das raffinierte System von Ãœberwachung, Zensur und Bespitzelung wurde die Friedhofsruhe der Metternich-Ära zum Alptraum vieler österreichischer Autoren. G. verpflichtete dagegen die Herrschaft in seinen Habsburger-Dramen auf die Prinzipien einer wohltätigen, überpersonalen, sakralen Konstitution, und er attackierte die Degeneration des Herrscherhauses oder den Machiavellismus Josephs von Metternich: »Der Falsch und Wahr nach seinem Sinne bog,/Zuerst die andern, dann sichselbst belog,/Vom Schelm zum Toren ward bei grauem Haupte,/Weil er zuletzt die eignen Lügen glaubte.« Joseph Roth konnte deshalb in seinem Essay von 1937 G. als den einzigen »konservativen Revolutionär Österreichs« bezeichnen, der von rechts opponierte und den Staat von oben gefährdet sah. Ambivalent sind G.s Beurteilungen der Revolution von 1848: Zuerst pflichtete er der bürgerlichen Befreiung bei; als er aber wahrnahm, daß daraus auch der nationale Separatismus seine Legitimation bezog, wehrte er entschieden ab, denn er sah den Staat dadurch endgültig vom Zerfall bedroht. Solche Widersprüchlichkeit wird bei einem Autor verständlich, der am Habsburgertum festhalten wollte, dessen Repräsentanten aber keineswegs mehr die ideellen Werte verkörperten, die er damit verband.
      Als 20jähriger schon hat G. in seinem Tagebuch den desolaten psychischen Zustand festgehalten: »Ich kann nicht länger mehr so fort leben! Dauert dieses unerträgliche, lauwarme Hinschleppen noch länger, so werd ich ein Opfer meiner Verhältnisse. Dieses schlappe geistertötende Einerlei, dieses immerwährende Zweifeln an meinem eigenen Werte, dieses Sehnen meines Herzens nach Nahrung, ohne je befriedigt zu werden; ich kann es nicht mehr aushalten«. 1820, als gereifter Mann, klagt er in seinem Tagebuch über den »ewigen Wechsel der Empfindungen«, den er durch sein reizbares Wesen verursacht sieht, und in seiner Selbstbiographie von 1853, die neben der Erzählung vom Armen Spielmann den besten Zugang zu seinem Wesen eröffnet, spricht er von dem Unsteten und »Fließenden«, das ihn ausmacht: »In mir nämlich leben zwei völlig abgesonderte Wesen. Ein Dichter von der übergreifendsten, ja sich überstürzenden Phantasie und ein Verstandesmensch der kältesten und zähesten Art«. Bei G. treffen eine deutliche Veranlagung zur Labilität und die Anforderungen, die das königlich-kaiserliche Beamtentum an ihn stellt, in einem unauflösbaren Widerspruch zusammen. Der tieferhegende Grund dafür mag in einer mißglückten Ablösung von der Mutter hegen, die eine stabile Identitätsbildung verhinderte. Ãœberflutungsängste, ozeanische Gefühle, ein »zerstörendes Verstäuben ins Unermeßliche« — so ein Tagebucheintrag von 1819 - spannen G. auf die tägliche Folter. Nicht zufällig endet der Arme Spielmann mit einer Ãœberschwemmung, bncht am Ende des Bruderzwists in Habsburg, eines seiner späten Stücke , das Chaos des 30jährigen Kriegs herein, während die Jüdin von Toledo, ebenfalls in den 50er Jahren vollendet , mit einer verwüsteten Hadeslandschaft schließt. Dämme und Grenzen rücken deshalb bei G. in das Zentrum seiner dichterischen Gestaltung: ethisch als der Gedanke des Maßes, politisch als Bewahrung des restaurativen Status quo, ästhetisch als — wenngleich gebrochene - Betonung der Individualität, die noch klassizistisch kontu-nert wird: Geschlossene Bezirke, Kloster, Tempel, Burg, Turm bilden visuelle Zeichen und Räume, die den Gestalten seiner Dramen als Zufluchtsorte dienen und in denen sie ;:ch selbst vor den von außen drohenden Gefahren bewahren können.
      Dagegen lösen Grenzüberschreitungen die Handlung seiner Dramen aus: Rustan in Traum ein Leben ist ein Grenzgänger zwischen Traum und Wirklichkeit; in L .bussa steht die Gründung Prags - Prag bedeutet Schwelle — im Mittelpunkt der Handlung.
      G.s eminenter Gelehrsamkeit und polyglotter Begabung steht eine relativ gleichförmige äußere Biographie entgegen: eine königlich-kaiserliche Beamtenlaufbahn mit i-len Peinlichkeiten und Segnungen, einige ausgedehnte Reisen nach Deutschland, England, Frankreich, Griechenland und die Türkei - das war die Beweglichkeit, die G.s Leben aufzuweisen hatte. Er blieb unverheiratet, war »ewig verlobt« mit Kathi Fröhlich - zuletzt lebte er mit den vier Schwestern Fröhlich in einem Haushalt zusammen. Der Freitod der Mutter und eines Bruders gehörten zu den einschneidenden persönlichen Erlebnissen, an denen er lange Zeit litt. Als 1838 seine philosophische Komödie Weh dem, der lügt! beim Wiener Publikum durchfiel, zog er sich grollend -und für den Rest seines Lebens - von der literarischen Szene zurück. Erst in hohem Alter kamen öffentHche Ehrungen auf ihn zu, als es längst zu spät war. Dabei war die Wiener Kultur der Jahrhundertmitte, die den Schnittpunkt der unterschiedlichsten Traditionen bildete, ohne sein auf Integration bedachtes, zuletzt aber verzweifeltes künstlerisches Talent nicht denkbar. Für den wesentlich späteren Hugo von Hofmannsthal war G. »eine repräsentative Figur«, weil in seinen dramatischen Dichtungen Elemente der antiken Literatur, der spanischen Barocktragödie, des Wiener Volkstheaters und der Weimarer Klassik zu einer einzigartigen Synthese zusammengefunden haben. Nahezu jedes einzelne Drama G.s gehört einer anderen Gattung an — der Schicksalstragödie, dem Künstlerdrama, dem Besserungsstück, dem Geschichtsdrama, dem Traumspiel, der Liebestragödie - jedes wiederholt aufgrund des von G. als verpflichtend empfundenen ästhetischen Historismus die gesamte in Europa bekannte Gattungsgeschichte und erprobt zugleich neue Ausdrucksmöglichheiten.
      G.s Schaffen bewegt ein grundlegender Dualismus von zeitenthobenem Ordnungsdenken und geschichtlicher Veränderung. Der Widerspruch von ewiger Seinsordnung, die im Rückgriff auf die spanische Barockscholastik verstanden wird, und der entstehenden neuzeitlichen Subjektivität reißen eine Kluft auf, die G. nur scheinbar und tragisch schließen kann. Er betreibt keine geschichtsblinde Restauration, sondern deutet - schon völlig unter den Bedingungen der Moderne stehend - deren Problematik an. In dieser widersprüchlichen Verschränkung hegt die Besonderheit seiner Dichtung. Seine Dramen sind Zeugnis des Habsburger Mythos, gehören aber gleichzeitig zur Vorgeschichte der Moderne.
      Bachmaier. Helmut: Franz Grillparzer. Salzburg 1980.
      Politzer. Heinz: Franz Grillparzer oder Das abgründige Biedermeier. Wien 1972.
      Helmut Bachmaier


Grillparzer, franz

Geb. 15.1.1791 in Wien; gest. 21.1.1872 in Wien In G.s Erzählung Der arme Spielmann begegnet der Leser dem musikalischen Dilettanten Jakob, der sich selbst als Künstler überfordert, in der Praxis kläglich scheitert und mit seinem »Höllenkonzert« die Ohren der Zuhörer foltert. Dies ist kein Zufall, .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige autoren

Grillparzer franz

Franz Grillparzer war in erster Linie Bühnenautor und galt schon zu Lebzeiten als der bedeutendste Dramatiker Österreichs. Mit Stücken wie König Ottokars Glück und Ende und Ein Bruderzwist in Habsburg avancierte er zum »Nationaldichter«. Sein Prosawerk, das neben den Erzählungen Das Kloster bei S .....
[ mehr ]
Index » Autoren

Grillparzer, franz

Abschied von Gastein Naumann, Walter. In: Grillparzer, 1967, S. 14 - 17. Der Halbmond glänzet am Himmel Kraft, Werner. In: Ãœber Gedichte und Prosa, 1979, S. 60 - 64. Blöcker, Günter. In: Frankfurter Anthologie 5, 1980, S. 83 - 86. Entsagung Bittrich, Burkhard. In: Gedichte und Interp .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Franz grillparzer (i79i-i872)

Grillparzer wurde 1791 zu Wien als Sohn eines Advokaten geboren. Von Hause aus war er belastet mit dem Erbe eines verschlossenen und pedantischen Vaters, der zudem früh starb und die Familie in drückenden Verhältnissen zurückließ, und einer überspannten, schwermütigen und lebensuntüchtigen Mutter, d .....
[ mehr ]
Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Rosa luxemburg - franz mehring — schiller â–  ein lebensbild für deutsche arbeiter

'Ein Lebensbild" hat Mehring seine Schillerbroschüre genannt, und das ist sie im wahren Sinne des Wortes. Nicht eine Biographie, eine landläufige chronologische Sammlung von Daten aus einem Leben, sondern ein wirkliches Bild, ein plastisches, harmonisches Gemälde, das durch die klare Zeichnung und e .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Franz liebhard - gesprÄch mit mir selbst

Hätte ich in meinem Leben ein Dutzend Bäume gepflanzt, würde man von mir sagen, er liebte die Bäume; hätte ich von Jahr zu Jahr Hunderte Bäume gepflanzt, die unserer Erde mehr Früchte schenken und eine reinere Luft dem Atem, würde man von mir dereinst sagen, er liebte die Menschen; hätte ich Wälde .....
[ mehr ]
Index » Sonstige

Die Ãœbernahme französischer gesellschaftsformen

Die Anfänge des gesellschaftlichen Einflusses aus Frankreich reichten bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts zurück, als Kaiser Heinrich III. eine der großen südfranzösischen Fürstinnen, Agnes von Poitou , die Tochter Herzog Wilhelms V. von Aquitanien , heiratete. In den konservativen deutschen Kirc .....
[ mehr ]
Index » Die Rezeption der französischen Adelskultur in Deutschland

Einflüsse der französischen symbolisten

Tatsache ist, daß sich unter dem Einfluß der französischen Symbolisten Charles Baudelaire , Stephane Mallarme , Paul Verlaine und Arthur Rimbaud in Deutschland Anfang der 90er Jahre ein entschiedener Antinaturalismus bemerkbar machte. Er bedeutete eine Absage an die Vergleichbarkeit von Dichtung .....
[ mehr ]
Index » Gegenströmungen zum Naturalismus (ca. 1890-1918)

Franz kafka: »der verschollene« (i927) - kein roman für gralshüter

Glanz und Elend im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Erst drei Jahre nach Kafkas Tod erschien der Roman, den der Herausgeber Max Brod mit dem Titel »Amerika« versah, der von Kafka selbst aber »Der Verschollene« und in seinen Tagebüchern und im Gespräch auch der »amerikanische Roman« genannt wur .....
[ mehr ]
Index » Roman Chronik

Franz kafka (i883-i924).

Mehr noch als bei Heinrich Mann wird bei ihm der Boden der Wirklichkeit verlassen, um den überwirklichen Symbolen Raum zu schaffen. Kafka sucht hinter den Dingen und Erscheinungen dieser Welt eine zweite, symbolische Wirklichkeit, aus der heraus die Wechselhaftigkeit des Daseins gedeutet werden kann .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Roman und Novelle

Franz werfel (i890-i945)

war von allen expressionistischen Dichtern wohl die breiteste Wirkung beschieden. Mit allen Fasern seines Herzens war Werfel dem leidenschaftlichen Verlangen nach Verbrüderung, Menschlichkeit, Liebe und Weltfrieden hingegeben. Komm heiliger Geist du, schöpferisch! Den Marmor unsrer Form zerbrich, .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Drama

Mon, franz

ainml Kienecker, Friedrich. In: Mensch in der modernen Lyrik, 1974, S. 80 - 82. Artikulation Hock, Wilhelm. In: Begegnung mit Gedichten, 1977, S. 355 - 358. es Kopplin, Wolfgang. In: Beispiele, 1969, S. 80 - 83. Execution der Excusion Girschner-Woldt, Ingrid. In: Theorie, 19 .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Lob des ungehorsams - franz fühmann

Sie waren sieben Geißlein und durften überall reinschaun, nur nicht in den Uhrenkasten, das könnte die Uhr verderben, hatte die Mutter gesagt. 5 Es waren sechs artige Geißlein, die wollten überall reinschaun, nur nicht in den Uhrenkasten, das könnte die Uhr verde .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Overbeck, franz

Daß der Name O.s in einem Philosophenlexikon auftaucht, mag erstaunen. Denn O. war historischer Theologe, Spezialist für urehnstliche und altkirchhche Literatur: er hat auch kern Werk geschrieben, das in die Kategorie >Philosophie< paßte: Es gibt von ihm einige neutestamentliche und patristi-sche Sp .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Werfel, franz

Als mich dein Wandeln an den Tod verzückte Foltin, Lore Barbara und Heinen, Hubert. In: MAL 3, 1970, H. 2, S. 62-66. Goes, Albrecht. In: Dichter, 1983, S. 28 - 33. Das Bleibende Grimm, Reinhold. In: Frankfurter Anthologie 6, 1982, S. 189 - 192. Der schöne strahlende Mensch Kleßmann, Eck .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Franz hodjak - weltraumflug

Nicht die Fernen sind es, was uns trennt vom nächsten Stern: es ist die Schwerelosigkeit, mit der wir treiben im Weltraum. Hier ist ein Meer: doch wir wollen schwimmen, zu schwer fänden wir uns zwischen versunkenen Schiffen am Grund. Dort steht ein Gipfel, im Eis: doch wer schwört auf das an .....
[ mehr ]
Index » Sonstige

Franz mon der posaunenschlund

Die Max-Mix-Geschichte stellt erlebnishaft und exemplarisch Veränderungen dar, die sich im jungen Menschen während seiner Kindheit vollziehen. Es geht dabei um zwei Probleme, um Kommunikation und Identität. Die Ich-Identität des Kindes, d. h. sein Mit-sich-selbst-eins-Sein, wird erlebt in der Ãœber .....
[ mehr ]
Index » Erzählungen der Gegenwart

Bauformen und strukturen

Kinderfernsehen - das für Kinder ausgestrahlte und von ihnen nachgefragte Programm - ist 'Gesamtprogramm". Es enthält tendenziell alle Fernsehformate, die das Medium entwickelt hat, sofern sie nicht, wie Gewaltproduktionen, ordnungsrechtlich ausgeschlossen sind. Das Fernsehen insgesamt ist ein Erzäh .....
[ mehr ]
Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » HANS DIETER ERLINGER

Franz mehring - Ästhetische streifzüge

Mit anderen Worten: wenn die absteigende Bürgerklasse keine große Kunst mehr schaffen kann, so kann die aufsteigende Arbeiterklasse noch keine große Kunst schaffen, mag auch immer in den Tiefen ihrer Seele eine heiße Sehnsucht nach der Kunst leben. [...] Je unmöglicher sich aber aus dem proletarisc .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Franz mehring - kunst und proletariat

[•••] Man muß sich auch davor hüten, die Bedeutung der Kunst für den Emanzipationskampf des Proletariats zu überschätzen. Die Versuchung dazu liegt ja sehr nahe, wenn man die hohe Bedeutung erwägt, welche die Kunst für den Emanzipationskampf ganz besonders auch des deutschen Bürgertums gehabt .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Franz mehring - gerhart hauptmanns 'weber

Und eine bedeutende Dichtung sind die 'Weber". Es ist das gute Recht des Dramatikers, seinen Stoff zu nehmen, wo er ihn findet, und Hauptmann hat gewiß nicht seine Beziehungen zu Wolff zu verwischen beabsichtigt, wenn er in der Widmung an seinen Vater Familienerzählungen — er ist der Enkel eines s .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Franz mehring - naturalismus und neuromantik

[...] An und für sich besagt der Name, mit dem er [d. i. der Naturalismus] sich taufte, sehr wenig oder gar nichts; überall, wo in der Literaturgeschichte die Gedankenwelt einer aufsteigenden mit der Gedankenwelt einer absterbenden Klasse zusammenstößt, pflegt jene gegen diese mit dem Schlachtruf de .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Franz mehring - der heutige naturalismus

In unserer Betrachtung über den Begriff des künstlerischen und literarischen Naturalismus waren wir zu dem Ergebnis gekommen, daß sich dieser Begriff gar nicht unter eine allgemeine Formel bringen lasse, daß man in jedem einzelnen Falle untersuchen müsse, welche Stellung die naturalistische Richtung .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Themes et mythes: französische forschungen und begriffe

eben der deutschen und der korrespondierenden anglo-amerikani-schen Motiv- und Themenforschung hat sich in der französischsprachigen Literaturwissenschaft ein eigener Zweig der Erforschung von «themes » und « mythes » herausgebildet. Pierre Albouy versteht unter Mythen die jeweils mit neuem Sinngeha .....
[ mehr ]
Index » Grundbegriffe der Texterschließung

Werner krauss - studien zur deutschen und französischen aufklärung

[...] In der [...] Literaturepoche des achtzehnten Jahrhunderts wird der Begriff und die Bedeutung der Literatur in einer bis dahin unvorstellbaren Weise erweitert: Die Literatur hat nunmehr den Nenner für alle Bestrebungen des geistigen Lebens zu bilden. Die Aufklärung hat damit die Großmachtstell .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

 Tags:
Grillparzer,  Franz    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com