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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Dürrenmatt, Friedrich



Er habe überhaupt »keine Biographie«, behauptet er hartnäk-kig: »ich schreibe nicht, damit Sie auf mich schließen, sondern damit Sie auf die Welt schließen«. In der Tat scheint D. den Standort seines Landes auch zu seinem persönlichen Platz gemacht zu haben: neutral, aus der Distanz beobachtend, und, wie er selbst einmal sagte, »hinter dem Mond«. Seit 1952 wohnt D. in Neuchätel, hoch über dem See, zunächst in einem Haus, dann schon bald in zwei stattlichen Eigenheimen mit Swimmingpool; alles gut bewacht von zwei mächtigen, aber harmlosen Hunden. Von da aus verfolgt er kritisch das Weltgeschehen, das für ihn auch das gesamte kosmische Geschehen einschließt, und schleudert sporadisch seine einfallsreichen, aber stets bösen Beschimpfungen in Form von Theaterstücken, Romanen. Hörspielen und Erzählungen unter die Leute, um sie aus ihrem Alltag aufzuschrecken: ein militanter Neutralist. Sein Werk sucht nicht den Ausdruck der Persönlichkeit, insofern ergibt sich aus ihm tatsächlich keine Biographie; sein Werk versucht vielmehr, der vor sich hinwurstelnden Welt den Spiegel vorzuhalten, und zwar den der grotesken Verzerrung, um sie so kenntlich zu machen, nämlich als eine nicht wahrgenommene Chance. Um diese Thematik kreist sein Gesamtwerk. Die Astronomie, eines seiner wichtigsten Hobbys, beweist nur, daß der Kosmos aus lauter Katastrophen besteht: als Supernovae verglühen die Sonnen, die Materie verschwindet in den schwarzen Löchern des Alls, das Leben ist nur ein vorübergehender Zufall. Und wenn schon der Kosmos nur aus Chaos besteht, vermag D. nicht einzusehen, warum die Menschen mit ihrer schönen Erde nicht behutsamer umgehen, warum sie nicht, wie der Engel, der nach Babylon kommt, den blauen Planeten als die große Ausnahme, als das Kleinod unter den kosmischen Wüsteneien erkennen und annehmen. Stattdessen versuchen sie immer wieder und immer erfolgloser, die Welt zu verbessern, zu verändern: irgendein läppischer Zufall macht alles menschliche Planen zunichte und die Planenden zu Narren, und am Ende jagt doch nur eine Katastrophe die andere, oder dramaturgisch mit D.s Werk gesagt: folgt eine schlimmstmögliche Wendung der anderen.



      Zweifellos steht das Frühwerk, das Gesamtwerk bestimmend, unter dem Eindruck der gerade vergangenen faschistischen Barbarei als »Ergebnis« einer sich human und zivilisiert dünkenden Kulturnation. Und diese hinterließ nichts anderes als die Atombombe, die nun endgültig für den globalen Kollaps sorgen kann. Mit ihr sind für D. die »Geschichten« der einzelnen Länder, der einzelnen Menschen vorbei. Die Atombombe — und jetzt die Ãœberrüstung - läßt niemanden mehr aus; die ehemalige Geschichte der Vaterländer wird zur Weltgeschichte , wie es Die Physiker 1961) vorführen. »Was alle angeht, können nur alle lösen«, lautet der bekannte Satz, ^en D. diesem Stück beigab. Deshalb spielen fast alle Stücke D.s auch im globalen Rahmen und mit kosmischen Ausblicken: sei es der Meteor , der in Gestalt eines rüpelhaften, gottlästernden Nobelpreisträgers der Literatur einfällt und durch >erne Auferstehung zum ewigen Leben das Leben um sich vernichtet, oder sei es die »Weltparabel« in Porträt eines Planeten , das die Weltgeschichte mitleidlos als Schlachthaus »entlarvt«, mit dem Fazit: »hops geht sie ohnehin«, die Erde, weil ihr kosmisches Ende schon vorprogrammiert ist. Sein Fazit ist: wenn wir nur überleben können, indem der jetzige Status erhalten bleibt, ist jeder Versuch, an ihm noch etwas zu verändern oder gar »die Welt« noch einmal verbessern zu wollen, heller Wahnsinn und nur die Vorbereitung der nächsten schlimmstmöglichen Wendung, die Ãœbernahme des Weltlaufs durch Irre, wie etwa die groteslte Figur der Mathilde von Zahnd in den Physikern. D. fordert daher den »mutigen Menschen«, der die Welt aushält, wie sie ist. und nur noch im »Kleinen« wirken will, wie der König Augias in der Komödie Herkules und der Stall des Augias , der auf dem Mist, der die Welt bedeutet, einen Garten »Eden« für sich selbst angelegt hat, indem er den Mist als Humus nutzt.
      Daß D. das Leben eines »mutigen Menschen« lebt, darf angenommen werden, zumal es nach entbehrungsreichen Anfängen ein gutes Leben geworden ist, abgerungen einer Welt, die D. verachtet . Nach literarischen und philosophischen Studien in Bern und Zürich ab 1945, wo er nur die Literaturwissenschaft hassen lernt und sich zum Hobby-Philosophen ausbildet , wagt er sich schnell auf den Literaturmarkt, um Geld zu verdienen. Die geschickte Verbindung von Trivialgenres, philosophischem Tiefsinn, der manchmal auch recht flach ist, und Einfallsreichtum bringt rasch den Durchbruch, der mit seinem wohl besten Stück, Der Besuch der alten Dame, bereits 1955 zum Weltruhm führt. Von da an ist D. ein Mythos, dessen bewußte Herausforderungen immer neu für Schlagzeilen sorgen, aber auch zu zahlreichen Preisen und Ehrungen führen: u.a. dem Schillerpreis der Stadt Mannheim 1959, dem Großen Literaturpreis des Kantons Bern 1969, der Buber-Rosenzweig-Medaille 1977 und Ehrendoktoraten der Temple University, Philadelphia 1969, der Universität Nizza, der Hebräischen Universität Jerusalem 1977. Durch sie fühlt er sich freilich nicht belästigt, wie der Literat seiner Komödie Der Meteor, Wolfgang Schwitter: »Ein Schriftsteller, den unsere heutige Gesellschaft an den Busen drückt, ist für alle Zeiten korrumpiert«. D. verhindert die Korruption durch sporadisch erneuerte Invektiven gegen Kollegen und vor allem Kritiker, die er inzwischen in seinen Werken selbst abkanzelt . Er nannte 1970 Hans Habes Kritik an Harry Buckwitz, der am Züricher Schauspielhaus arbeitete, eine »Schweinerei« und den Autor selbst einen »einzigen Faschisten«, was prompt zu einer Verleumdungsklage durch Habe führte. Oder er hielt öffentlich — 1980 in einem Interview mit dem Playboy - Carl Zuckmayers Werk für »Scheiße«, Günter Grass für »zu wemg intelligent, um so dicke Bücher zu schreiben«, Max Frisch für einen »Autor der Fehlleistungen« und 1985 - in einem Srmi-Interview - Adolf Muschg für besonders langweilig. Aber seine Skandale sind stets Skandale, die sein Werk betreffen, nie seine Person, und sie sind immer so inszeniert, daß D., dessen letzte Werke nur noch mäßigen Erfolg hatten, wieder in Erinnerung gerät: ein böser Autor, der aus der Schweizer Distanz schießt und es sich ansonsten gut sein läßt; trotz Diabetes und zweier Herzinfarkte ist er ein gewaltiger Rotweintrinker, guter Esser — sein bester Freund ist der Hotelier und Koch Hans Liechti — und selbst ein guter Koch. »Die Kochkunst,richtig ausgebildet, ist die einzige Fähigkeit des Menschen, von der sich nur Gutes sagen läßt, und darf poetisch nicht mißbraucht werden«. Beim Essen und Trinken versteht der Autor, der nur Komödien schrieb, keinen Spaß.
      D. stammt aus protestantischem Pfarrhaus, das prägend wird für die immer wieder antönende religiöse Thematik seines Werks . Er heiratet 1947. in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, die Schauspielerin Lotti Geißler, mit der er drei Kinder hat. Gelegenheitsarbeiten im Kabarett prägen die späteren Komödien; den Griff zum Trivialgenre erzwingt der notwendige Gelderwerb. Der frühe Erfolg macht den Rückzug möghch. In Zeiten, als alle sich engagieren , arbeitet D. am Theater . Danach zieht er sich wieder enttäuscht zurück: er hält jedes Engagement für verfehlt. 1981 läßt er sich — zum Anlaß seines 60. Geburtstags - mit einer 30-bändigen Werkausgabe als Klassiker ehren. 1982 stirbt die geliebte Frau Lotti; 1985 heiratet er die Filmemacherin Charlotte Kerr, die einen Vierstunden-Film über ihn gedreht hatte . Seine Komödientheorie ist auch das Fazit seines bisherigen Lebens. Es wäre schauerlich. Kunst und Leben miteinander zu verwechseln , in einer Zeit, in der Kreons Sekretäre den Fall Antigone erledigen, kann es kein verantwortliches und verantwortungsbewußtes Handeln im Großen mehr geben. Wer es dennoch versucht, macht sich zum Narren. Welt und Leben sind, gerade wenn sie sich tragisch ernstnehmen, eine Komödie: zum Totlachen.
      Knapp, Gerhard P.: Friedrich Dürrenmatt. Stuttgart 1980. Knopf, Jan; Friedrich Dürrenmatt. München 1980.

      Jan Knopf


Dürrenmatt, friedrich

Geb. 5.1.1921 in Konolfingen bei Bern; gest. 14.12.1990 Neuchätel Er habe überhaupt »keine Biographie«, behauptet er hartnäckig: »ich schreibe nicht, damit Sie auf mich schließen, sondern damit Sie auf die Welt schließen«. In der Tat scheint D. den Standort seines Landes auch zu seinem persönlichen .....
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Dürrenmatt friedrich

Friedrich Dürrenmatt begriff sich als kritischer Opponent, der der Gesellschaft mit Humor und Sarkasmus, mit Satire und Groteske den Spiegel vorhält. Mit seiner Diagnose der Welt als Labyrinth und seinem Zweifel am Sinn, die er sowohl in Dramen als auch in Erzählungen, Kriminalromanen und Hörspielen .....
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Friedrich dürrenmatt der tunnel

I. Vorschlag zum Textverständnis Diese Erzählung sollte man nach Möglichkeit nur mit einer Klasse 10 besprechen, da bei jüngeren Schülern das Verständnis für diesen Text schwer zu erwecken sein wird: Sie erwarten normalerweise bei der Interpretation einer Geschichte eine einzige Lösung. Hier aber m .....
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Friedrich dürrenmatt (geb. i92i)

stellt oft mit dem Unterton tiefster Bitterkeit mutige Zeitsatiren auf die Bühne. „Romulus der Große" läßt die ganze Weltgeschichte zur Farce werden: der letzte weströmische Kaiser interessiert sich mehr für Hühnerzucht als für die Aufgaben der Staatslenkung. Die Komödien „Die Ehe des Herrn Mississ .....
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Friedrich baron de la motte-fouque (i777-i843)

Fouque war zu seiner Zeit einer der beliebtesten Modeschriftsteller, der durch seine Dichtungen aus dem Mittelalter am meisten vor Richard Wagner zum Bekanntwerden der germanisch-deutschen Götter- und Heldensagen beige^ tragen hat. Ihm verdanken wir das heute noch am meisten gelesene Märchen der Rom .....
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Friedrich hebbel (i8i3-i863)

Als Sohn eines Maurers in Wesselburen geboren, wuchs der junge Hebbel in drückender Armut auf. 'Die Armut hatte die Stelle seiner Seele eingenommen", sagte der Dichter später von seinem Vater, der die dichterischen. Pläne seines Sohnes unterdrückte und ihn zum Maurerhandwerk zwang. Als er starb, kam .....
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Friedrich nietzsche (i844-i900)

Der im gleichen Jahr wie Liliencron in Röcken bei Lützen geborene F. Nietzsche wurde noch vor Erwerbung des Doktorgrades sdion 1869 als Universitätsprofessor nach Basel berufen, machte den Krieg 1870/71 als Sanitäter mit, zog sich aber den Keim zu einer Krankheit zu, die ihn später aufzehren sollte. .....
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Friedrich hölderlin

Die Rückkehr des Menschen zur ursprünglichen Einheit mit der Natur in einer freien Gesellschaft ist das große Thema in den Werken von Johann Christian Friedrich Hölderlin . Von der Mutter, die aus einem pietistischen Pfarrhaus stammte, für den geistlichen Beruf bestimmt, trat er zwar 1788 in das Tü .....
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Friedrich gottlieb klopstock (i724-i803): die frühen gräber - die sommernacht - mond, der gedankenfreund

Die frühen Gräber Willkommen, o silberner Mond, Schöner, stiller Gefährt der Nacht! Du entfliehst? Weile nicht, bleib, Gedankenfreund! Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin. Des Maies Erwachen ist nur Schöner noch, wie die Sommernacht, Wenn ihm Tau, hell wie Licht, aus der Locke träuft, U .....
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Nänie - friedrich schiller (i759-i805) - Ãœber die sterblichkeit des schönen

Nänie Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget, Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus. Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher, Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk. Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde, .....
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Sonnenuntergang - friedrich hölderlin (i770-i843) - götterlose gegenwart

In einer vierstrophigen Fassung, die Hölderlin Ende Juni 1798 mit weiteren Gedichten an Schiller schickte, hieß das Gedicht noch Dem Sonnengott. Schiller nahm zwar andere der übersandten Gedichte, nicht aber dieses in den Musenalmanach fiir das Jahr 1799 auf. Und Hölderlin arbeitete die vierstrophig .....
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Hälfte des lebens - friedrich hölderlin (i770-i843) - heilignüchtern

Hälfte des Lebens Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See. Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde? Die Mauer .....
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Wenn nicht mehr zahlen und figuren - novalis (friedrich leopold freiherr von hardenberg, i772-i80i): das eine geheime wort

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren Sind Schlüssel aller Kreaturen Wenn die so singen, oder küssen, Mehr als die Tiefgelehrten wissen, Wenn sich die Welt ins freye Leben Und in die Welt wird zurück begeben, Wenn dann sich wieder Licht und Schatten Zu ächter Klarheit wieder gatten, Und man in Mährche .....
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Friedrich hebbel (i8i3-i863): sommerbild - herbstbild - wendepunkte

Friedrich Hebbel hat in der Geschichte des Dramas mehr in Bewegung gesetzt als in der Geschichte der Lyrik. Doch sind ihm Gedichte geglückt, in denen sich der Lyriker ganz aus dem Bann des Dramatikers und Tragikers löst, Gedichte wie Nachtlied, Abendgefühl oder Ich und Du. Auch Sommerbild und Herbs .....
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Friedrich nietzsche (i844-i900): abschied [vereinsamt] - winter-wanderschaft

Einsamkeit ist eines der Hauptthemen im Denken Nietzsches. »Mein ganzer Zarathustra«, erklärt er in Ecce homo, »ist ein Dithyrambus auf die Einsamkeit«. Dort allerdings wird Einsamkeit als Bedingung für Selbstfindung und Schöpfertum, für die Erneuerung des Menschen verstanden. Dagegen konzentriert s .....
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Novalis (friedrich von hardenberg, i772-i80i)

Der bedeutendste dichterische Geist der Frühromantik, ja der Inbegriff des Romantikers überhaupt, war der frühvollendete Novalis. Seine dichterische Begabung entzündete sich an dem frühen Tod seiner jugendlichen Braut, die er nur um wenige Jahre überlebte. In seinen 'Hymnen an die Nacht" rührt Noval .....
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Jean paul friedrich richter (i763-i825)

Während Heinrich von Kleist an der Wirklichkeit zerbrach, hat sie Jean Paul gemeistert und überwunden. Aus der Enge des damaligen Bayreuth baute er sich das Weltall seiner sehnsüchtigen Träume und Ideale. Und was die Bereicherung der deutschen Sprache vom Dichterischen her angeht, muß Jean Paul nebe .....
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Friedrich hölderlin (i770-i843)

das Wesen des Dichters an sich verwirklichte. Er ist geradezu „der Dichter des Dichters" geworden, wie Martin Heidegger es ausdrückte. Jeder Vers und jede Zeile, die er schrieb, bezeugen die gerade an seinem Werk gewonnene Erkenntnis, daß Dichtung nicht nur das Ergebnis eines genialen und geschulten .....
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Jacobi, friedrich heinrich

In der Vorrede zu seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und I orstellung warnt Schopenhauer die Leser davor, seine »Art zu spekuliren« mit der »eines noch lebenden großen Philosophen« vergleichen zu wollen, »welcher wahrhaft rührende Bücher geschrieben und nur die kleine Schwachheit hat. Alles, was .....
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Engels, friedrich

Beide Eltern teile von M. stammten aus jüdischen Rabbmertamihen. Der Vater, ein Rechtsanwalt, trat jedoch. um seinen Beruf weiter ausüben zu können, mit seiner Familie zum Protestantismus über. Die Traditionen des Humanismus und der Aufklärung wurden im Elternhaus sorgsam gepflegt. Als M. in Trier d .....
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Nietzsche, friedrich

Ich kenne mein Loos. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, - an eine Knsis. wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Gollision, an eine Entscheidung heraufbeschworen gegen Alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war... L nuve .....
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Schelling, friedrich wilhelm joseph

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Schleiermacher, friedrich daniel ernst

»Alle Menschen sind Künstler.« Mancher mag vielleicht heute diesen Satz spontan mit einem Diktum Joseph Beuys identifizieren, dessen Auffassung: »Kunst kommt nicht von Können, sondern von Künden«, von der Ãœberzeugung lebt, daß in jedem einzelnen - wenn auch zumeist verschüttet — die Fähigkeit un .....
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Strauß, david friedrich

Für viele Leser der damaligen Zeit war Das Leben Jesu, Kritisch bearbeitet ein Werk, das mit dem Wunderglauben aufräumte und die mythische Deutung in ihr Recht einsetzte. Aus heutiger Sicht vermittelt dieses Werk ein Bild von einem vergangenen eschatologischen Denken und von Jesus als historischer .....
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