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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Britting, Georg



»Ich habe mich immer gehütet, und hüte mich, mir während des Schreibens >klar< zu machen, was >gemeint< sei«, notierte B. einmal, als er zu seinem einzigen Roman Lebenslauf eines dicken Mannes, der Hamlet hieß befragt wurde. Diese Abwehr von Deutung bezeichnet auch ein Stilprinzip des als Naturlyriker bekanntgewordenen Bayern. Seine Texte, Gedichte und Erzählungen kommen ohne angestrengte Symbolik aus und behalten dennoch eine Sensibilität für Geheimnisvolles, so daß man B. »einen der letzten Träger des magischen Lebensgefühls« genannt hat. Der Beamtensohn B. studierte in Regensburg. Seit Ende des Ersten Weltkriegs lebte er als freier Schriftsteller in München. In den Krieg war er freiwillig gezogen und war 1918 schwerverwundet heimgekehrt. Er versuchte, in einigen expressionistischen Zeitschriften Fuß zu fassen, edierte auch zusammen mit Josef Achmann eine eigene , doch zog er sich bald endgültig aus dem Literaturbetrieb zurück. Er veröffentlichte zunächst fast ausschließlich Erzählerisches. Erst 1935 erschien seine erste und wohl erfolgreichste Gedichtsammlung, Der irdische Tag, die den Durchbruch brachte. Eine kräftige, »barocke« Metaphernsprache und derbe Reimklänge, die Kenntnis der süddeutsch-bäuerlichen Lebens- und Dingwelt, eine idyllische NaturdarStellung, die, stimmungsvoll genug, doch jeden Ton einer süßlichen Erlebnislyrik vermeidet und stattdessen Natur auch in ihrer dämonischen Gestalt erfaßt: das alles schien B. als bayrisches »Naturtalent« abzustempeln und war doch auf der Höhe der Zeit. B. suchte eine sinnlich-unmittelbare Präsenz der Naturdinge in seinen Texten herzustellen, gleichzeitig aber ihnen ihr »zweites Gesicht« zu belassen. Unter dem Nationalsozialismus wurden seine Texte geduldet, schon weil sie »die mildernden und sänftigenden, traditionellen Geistlösungen« abwiesen. B. konnte publizieren, ein weiterer Lyrikband erschien ; Zeitschriften, vor allem Das Innere Reich, veröffentlichten verschiedene Texte. In den 40er Jahren, während des Krieges, zog B. sich wie viele auf einen traditionellen Formästhetizismus zurück, schrieb Sonette, so zur Totentanzthematik , und Gedichte in antiken Metren . Altersdistanz und formale Sicherheit nahmen zu, doch blieb das Besondere einer individuellen Erlebnisstruktur erhalten. 1953 erschien der Erzählband Afrikanische Elegie, bevor man in der Gesamtausgabe in Einzelbänden das Lebenswerk zu sammeln begann.



      Bode, Dietrich: Georg Britting. Geschichte seines Werkes. Stuttgart 1962.
      Hont Ohde


Fröhlicher regen - georg britting

Wie der Regen tropft, Regen tropft, An die Scheiben klopft! Jeder Strauch ist naß bezopft. Wie der Regen springt! In den Blättern singt 5 Eine Silberuhr. Durch das Gras hin läuft, Wie eine Schneckenspur, Ein Streifen weiß beträuft. Das stürmis .....
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Georg britting brudermord im altwasser

I. Zur Textinterpretation Auffallend an dieser Erzählung ist die enge Verflechtung von Naturschilderung und Handlungsablauf. Der Leser hat den Eindruck, daß eine solche Handlung nur in einer Natur geschehen kann, wie Britting sie schildert, bzw. daß nur diese Natur in der Lage ist, eine solche Hand .....
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Britting, georg

Abend Schug, Dietrich. In: Die Naturlyrik, 1963, S. 30 - 31. Hardt, Marion. In: Lyrische Texte, 1974, S. 68 - 74. Bayerischer Sonntag Bode, Dietrich. In: Georg Britting, 1962, S. 47 â–  50. Bayerisches Alpenvorland Schug, Dietrich. In: Die Naturlyrik, 1963, S. 19 21. Blumen Schug .....
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Georg britting (i89i—i964)

bekennt sich wie Hausmann zur urgründigen Kraft der Erde, übertrifft diesen aber manchmal an Hintergründigkeit in der Leidenschaft zum Leben, die auch vor dem Dunkel nicht haltmacht. Sein barockes Lebensgefühl zeigt sich am unmittelbarsten in seinen Gedichten, deren bevorzugte Themen das Elementare .....
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Drachen - georg britting

Die Drachen steigen wieder Und schwanken mit den Schwänzen Und brummen stumme Lieder Zu ihren Geistertänzen. 5 Von wo der knallende Wind herweht? Von Bauerngärten schwer! Jeder Garten prallfäustig voll Blumen steht, Die Felder sind lustig leer. Der hohe Himmel ist ausgeräumt, 10 Wasserblau, ohne R .....
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Raubritter - georg britting

Zwischen Kraut und grünen Stangen Jungen Schilfes steht der Hecht, Mit Unholdsaugen im Kopf, dem langen, Der Herr der Fische und Wasserschlangen, 5 Mit Kiefern, gewaltig wie Eisenzangen, Gestachelt die Flossen: Raubtiergeschlecht. Unbeweglich, uralt, aus Metall, Grünspanig von tausend Jahren. Ein .....
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Im winter - georg trakl

Der Acker leuchtet weiß und kalt. Der Himmel ist einsam und ungeheuer. Dohlen kreisen über dem Weiher Und Jäger steigen nieder vom Wald. Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt. 5 Ein Feuerschein huscht aus den Hütten. Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten Und langsam steigt der graue Mond. E .....
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Die schöne stadt - georg trakl

Alte Plätze sonnig schweigen. Tief in Blau und Gold versponnen Traumhaft hasten sanfte Nonnen Unter schwüler Buchen Schweigen. Aus den braun erhellten Kirchen 5 Schaun des Todes reine Bilder, Großer Fürsten schöne Schilder. Kronen schimmern in den Kirchen. Rösser tauchen aus dem Brunne .....
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Der winter - georg heym

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel. Die Häuser recken sich mit leeren Mienen. Nun wohnen wir in rings umbauter Enge, Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben, 5 Wie Seiler zerrend grauer Stunden Länge. Die Tage zwängen sich in niedre Stuben, Wo .....
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Columbus - georg heym

12. Oktober 1492 Nicht mehr die Salzluft, nicht die öden Meere, Drauf Winde stürmen hin mit schwarzem Schall. Nicht mehr der großen Horizonte Leere, Draus langsam kroch des runden Mondes Ball. Schon fliegen große Vögel auf den Wassern 5 Mit wunderbarem Fittich blau beschwingt. Und weiße R .....
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April - georg heym

Das erste Grün der Saat, von Regen feucht, Zieht weit sich hin an niedrer Hügel Flucht. Zwei große Krähen flattern aufgescheucht Zu braunem Dorngebüsch in grüner Schlucht. Wie auf der stillen See ein Wölkchen steht, 5 So ruhn die Berge hinten in dem Blau, Auf die ein feiner Regen niedergeht .....
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Komm in den totgesagten park - stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb • das weiche grau 5 Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten rosen welkten noch nicht .....
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Vogelschau - stefan george

Weisse schwalben sah ich fliegen Schwalben schnee- und silberweiss • Sah sie sich im winde wiegen • In dem winde hell und heiss. 5 Bunte häher sah ich hüpfen • Papagei und kolibri Durch die wunder-bäume schlüpfen In dem wald der tusferi. Grosse raben sah ich flattern • 10 Dohlen schwarz un .....
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Simmel, georg

S. besaß eine Sammlung kostbaren Porzellans. Schüler berichten von einer Berliner Vorlesung vor einer großen, in die Hunderte gehenden Hörerschaft, in welcher er über eine chinesische Porzellanschale mit einer feinen Tuschzeichnung dozierte. Er verwies dabei auf die augenblickliche Lebensbewegung de .....
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Vring, georg von der

Aufgehender Mond Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 21 - 22. Aus einer Nacht Bondy, Barbara. In: Zehn Minuten, 1991, S. 75 - 80. Cap de Bonne-Esperance Piontek, Heinz. In: Frankfurter Anthologie 1, 1976, S. 127 - 130. Der Bogenpfeil Eich, Günter. In: Mein Gedicht. 1961, S .....
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Weckherlin, georg rodolf

An das Teutschland Weber, Albrecht. In: Deutsche Barockgedichte, 1967, S. 42 - 43. Meid, Volker. In: Gedichte und Interpretationen 1, 1982, S. 148 - 158. Die Lieb ist Leben und Tod Hippe, Robert. In: Liebe im Gedicht, 1971, S. 20 -21. Ãœber den frühen Tod etc Beck, Adolf. In: Deutsche Lyr .....
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Hamann, johann georg

In der Italienischen Reise schreibt Goethe, als er über seine Lektüre Giambattista Vicos berichtet, es sei »gar schön, wenn ein Volk solch einen Ältervater besitzt: den Deutschen wird einst Hamann ein ähnlicher Kodex werden«. Ein solcher »Ã„ltervater« ist H.. den Friedrich Karl von Moser den »Magus .....
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Weerth, georg

Arbeite! Neis, Edgar. In: Welt der Arbeit, 1975, S. 16 - 20. Das Hungerlied Bräutigam, Kurt. In: Zugänge, 1977, S. 43 - 46. Der Kanonengießer Hermand, Jost. In: Geschichte im Gedicht, 1979, S. 128- 135. Die hundert Männer von Haswell Hermand, Jost. In: Geschichte im Gedicht, 1979, S .....
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Hegel, georg wilhelm friedrich

Das Portrait des versunkenen Professors auf dem Katheder über den Köpfen der andächtig mitschreibenden jungen Herren im Frack zeigt H. im Jahre 182S. auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, in Berlin. Dieser H. ist es. der in die Nachwelt einging, dessen Denken z.B. dem jungen Marx noch ganz selbstverstä .....
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Winter, georg

Das Faultier oder die Geschichte zur hakenförmigen Kralle Wiese, Benno von. In: Frankfurter Anthologie 11, 1988, S. 249 - 253. .....
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Lukäcs, georg

Geb. 1 ?. 4. J^.s in Budapest: gest. 4. 6. 1971 in Budapest 'Die Beziehung zu Marx ist der wirkliche Prüfstein für jeden Intellektuellen, der die Klärung seiner eigenen Weltanschauung, die gesellschaftliche Entwicklung.... seine eigene Stellung in ihr. . . ernst nimmt.« So schrieb Georg L., beina .....
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Mead, george herbert

In ihren Grundzügen ist die Philosophie M.s dem Pragmatismus von William James und lohn Dewey verpflichtet. Möglicherweise ist 111 dieser Verbindung begründet, daß er lange Zeit in deren Schatten stand und in seiner eigenständigen Position nicht gesehen wurde. Ein anderer Grund dafür ist, daß M. zu .....
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Moore, george edward

Bezeichnend für M.s Persönlichkeit wie für sein gesamtes Schaffen ist eine Episode aus seinen ersten Studienjahren in Cambridge. Von Bertrand Russell war er zu einer Unterhaltung mit dem bekannten Philosophen John M.E. McTaggart eingeladen worden. Im Laute des Gesprächs trug dieser seine These von d .....
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Plechanow, georgi walentinowitsch

Materialismus militans - dieser 1908 von P. veröffentlichte Titel ist zugleich das Leitmotiv der intellektuellen Biographie P.s. des bedeutenden Phüosophiehistorikers, materialistischen Dialektikers, Theoretikers von Kunst und Literatur und politischen Revolutionärs der II. Internationale. Aus niede .....
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Trakl, georg

Abend in Lans Lachmann, Eduard. In: Kreuz und Abend, 1954, S. 53 - 54. Krolow, Karl. In: Frankfurter Anthologie 10, 1986, S. 181 - 184. Abendländisches Lied Lachmann, Eduard. In: Kreuz und Abend, 1954. S. 109- 110. Finck, Adrien. In: Recherches Germaniques 4. 1974, S. 107- 119. Steinkamp, .....
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