Voraussetzungen und Grundfragen der Literaturwissenschaft | » Voraussetzungen und Grundfragen der Literaturwissenschaft
Moden und Methoden |
| »Je näher man ein Wort ansieht«, hat Karl Kraus erklärt, »desto ferner sieht es zurück.« Betrachtet man lange genug den Titel des vorliegenden Bandes, so bestätigt sich diese Behauptung. »Grundzüge«, »Literaturwissenschaft« - was, genau besehen, soll das sein ? Grundzüge, so könnte das diesem Band b |
Philosophen und Phantome |
| Wer sich aus »Lust am Text« ins Studium der Literaturwissenschaft stürzt, wird häufig den Eindruck gewinnen, daß sie eigentlich von Gott und der Welt handelt, von Sprechakttheorien und Subjektmodellen, Kastrationswunden und Dezentrierung, von Mythos und Mystik. Über alle >Methoden Poetik; und der B |
System und Dialog |
| Die damit knapp resümierten Überlegungen haben Folgen für die Konzeption dieses Buches. Es ist so systematisch gegliedert, daß es eine fortlaufende Lektüre ermöglicht - seine einzelnen Teile sind ausdrücklich als >Kapitel< konzipiert, nicht lediglich als >Aufsätze< oder >Beiträgebloße< Voraussetzun |
Für eine geläuterte Hermeneutik |
| Vieles ist mit vielem vereinbar; Grenzgänge und Vermischungen vollziehen sich allenthalben in schöner Unvorhersagbarkeit. Wirklich fundamentale Problematisierungen und Erschütterungen dessen, was bislang »Literaturwissenschaft« hieß, sind aber vor allem in unterschiedlichen Ausprägungen dessen formu |
Coda |
| Im übrigen gilt auch für diese »Grundzüge« der Satz, daß ihr Benutzer, wenn es gut geht, am Ende »durch sie - auf ihnen - über sie hinausgestiegen« sein sollte: »Er muß sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist« (Wittgenstein, »Tractatus logico-philosophicus«, Satz 6.54) |
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