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Von der romantik zum realismus

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Marie von Ebner-Eschenbach (I830-I9I6).



Schon in den 'Neuen Erzählungen" mit der Geschichte von drei adeligen Originalen 'Die Freiherrn von Gemperlein" erreichte Marie von Ebner-Eschenbach künstlerische Vollendung. 1881 folgte die meisterhafte Geschichte vom Schicksal eines alternden Mädchens, das seinen liebsten Besitz, eine Uhrensammlung, dem Mann opfert, der sie verschmäht: 'Lotti, die Uhrmacherin", und 1887 die zweibändige Erzählung 'Das Gemeindekind". In den Erzählungen 'Dorf- und Schloßgeschichten" steht die berühmte Geschichte eines Hundes , der zwei Herren dienen muß und dem die geteilte Treue zum Verhängnis wird. Ihre tiefe Lebensweisheit hat die edle und grundgütige Frau uns in ihren 'Aphorismen" und 'Parabeln" hinterlassen. Unübertrefflich hat sie das Wesen eines lyrischen Gedichtes gezeichnet:
Ein kleines Lied! Wie geht's nur an, Daß man so lieb es haben kann. Was liegt darin? Erzähle! Es liegt darin ein wenig Klang, Ein wenig Wohllaut und Gesang Und eine ganze Seele.
      Im selben Jahr wie ihr Kaiser - 1916 - ist sie als Repräsentantin der alten Donau-Monarchie in der franzjosefinischen Zeit in die Ewigkeit eingegangen.
      Die eigentlichen Erzähler des poetischen Realismus und zugleich die großen Epiker des 19. Jahrhunderts neben Adalbert Stifter wuchsen der deutschen Literatur vor allem aus dem alemannischen Sprachraum zu: die Schweizer Jeremias Gotthelf, Gottfried Keller und Conrad F. Meyer. Ihnen treten der Husumer Theodor Storm, der Märker Theodor Fontane und der Niedersachse Wilhelm Raabe an die Seite.
     

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Marie  Ebner-Eschenbach  (I830-I9I6).    





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