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Von der romantik zum realismus

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Ludwig Anzengruber (I839-I889)



seine eindringlichen und eigenwilligen Gestalten. In der Tradition des Wiener Volksstückes stehend , erhob er das realistische Volksstück zur wertvollen literarischen Gattung. Kraftvolle Charakterzeichnung und starke theatralische Effekte sind seine Vorzüge. Es sind derbrealistische Allegorien, in denen kulturpolitische Ideen der Zeit eingekleidet sind . Sein Volksstück 'Das vierte Gebot" ist die erste Kritik an den sozialen Zuständen der Großstadt und den Erbfehlern der Wiener Gesellschaft: Großmannssucht, falsche Gemütlichkeit und Willenlosigkeit in sittlichen Fragen.
      An zwei Familien wird der sittliche Verfall der "Wiener Gesellschaft demonstriert. Der Leichtsinn der Eltern wird zum Untergang der Kinder, die nicht die Kraft aufbringen, sidi von dem verderblichen Vorbild zu lösen. Die Moral wird in der Mahnung des Mörders Martin Schalanter an seinen Jugendfreund, den Pfarrer Schön, ausgesprodien: ''Wenn du in der Schul' den Kindern lernst: ,Ehret Vater und Mutter', so sag's auch von der Kanzel den Eltern, daß s' darnach sein sollen."
Die gleiche herbe, unsentimentale Darstellung der bäuerlichen Verhältnisse zeigen auch Anzengrubers Romane 'Der Schandfleck" und 'Der Sternsteinhof" . 'Der Sternsteinhof" ist die Geschichte eines armen Mädchens, das Herrin auf dem Sternsteinhof werden will und dieses Ziel rücksichtslos verfolgt und auch erreicht. Als tüchtige Bäuerin versucht sie zu sühnen, was sie in der Jugend gegen ihre Mitmenschen gefehlt hat.
      Nimmt Anzengruber mit seinen Tendenzen und in der ungeschminkten Darstellung den Naturalismus der 90er Jahre vorweg, so weist sein Landsmann, der Steiermärker

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Ludwig  Anzengruber  (I839-I889)    





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