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Vom naturalismus Über die jahrhundertwende

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Hermann Hesse (I877-I962).



Er begann mit Heimat- und Entwicklungsromanen, die Jugenderinnerungen enthielten: Mit 'Peter Camenzind" , dem Lebenslauf eines verträumten Vagabunden, und 'Unterm Rad" , der naturalistisch gehaltenen Geschichte eines gepeinigten Schülers, der in den Tod geht. Aus ihnen spricht, wie aus den meisten anderen Romanen des vielseitigen Dichters, in erster Linie der Lyriker, wie schon aus dem besonders starken Erleben der Landschaft hervorgeht. Dieser Zug besinnlicher Innigkeit ist ihm zeitlebens geblieben, so auch in den mit zartem Silberstift gezeichneten Geschichten von dem gottbegnadeten Landstreicher 'Knulp" . - Eine Reise nach Indien und der erste Weltkrieg bahnten eine tiefgehende innere Umwandlung an;immer entschiedener wandte sich Hesse der Welt des Geistigen zu; die Spannungen zwischen Trieb und Geist und das bewußte Suchen nach einer höheren Einheit rückten in den Vordergrund. Der erste Niederschlag davon war 'Demian" , wieder die Geschichte einer Jugend, diesmal aber unter der Einwirkung übersinnlicher Mächte und dem Leitgedanken, 'das eigene Schicksal zu finden und es in sich auszuleben". Der bewußte Pazifist und Herold der Freiheit des Geistes und des Gewissens vertiefte sich in 'Siddharta" in die buddhistische Weisheit und zeichnete in dem Läuterungsweg eines suchenden Brahmanen seine eigene Reifung nach. Im 'Steppenwolf" gestaltete er den eigenen seelischen Zwiespalt in dem aus dem Pferch der ewig Selbstzufriedenen ausbrechenden, vereinsamten, an seiner Zeit kranken geistigen Menschen. In 'Narziß und Goldmund" zeigt er unter dem Bilde zweier Freunde die in ihm selbst vereinigten Eigenschaften des geistigen Willens- und des empfindsamen Seelenmenschen. In diesem Roman erhob er, von der Schweiz aus die verhängnisvolle Entwicklung Deutschlands bis zum zweiten Weltkrieg verfolgend, in der schmerzlichen Vereinzelung des geistigen Menschen seine mahnende Stimme.
      Sein berühmtestes episches Werk ist 'Das Glasperlenspiel" , ein Roman von großer Tiefe und hintergründiger Symbolik.
     

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Hermann  Hesse  (I877-I962).    


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