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Vom naturalismus Über die jahrhundertwende

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Richard Dehmel (I863-I920)



suchte vor allem in leidenschaftlichen Gedichtbänden 'Erlösungen" - 'Weib und Welt" - 'Schöne wilde Welt" die ewigen Spannungen zwischen den Geschlechtern dichterisch zu bewältigen. Doch mit manchen seiner Gedichtereiht sich Dehmel bereits in die neue Arbeiterdichtung ein, wie in seinem bekanntesten Gedicht, dem 'Lied vom Arbeitsmann":
Wir haben ein Bett, wir haben ein Kind,mein Weib! Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, Und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, Um so frei zu sein, wie die Vögel sind:nur Zeit!
Doch sind Dehmel auch Gedichte gelungen, die in ihrer inneren Ausgewogenheit und Formschönheit zum Besten zählen, was der Impressionismus geschaffen hat, wie 'Manche Nacht" oder 'Die stille Stadt":

Liegt eine Stadt im Tale,
Ein blasser Tag vergeht:

Es wird nicht lange dauern mehr,
Bis weder Mond noch Sterne,

Nur Nacht am Himmel steht.
      Von allen Bergen drücken

Nebel auf die Stadt:
Es dringt kein Dach, nicht Hof noch Haus,

Kein Laut aus ihrem Rauch heraus,
Kaum Türme noch und Brücken.

      Doch als den Wandrer graute,
Da ging ein Lichtlein auf im Grund:

Und durch den Rauch und Nebel
Begann ein leiser Lobgesang

Aus Kindermund.
      Zum reinen Impressionisten in seiner Lyrik kann man den Würzburger

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Richard  Dehmel  (I863-I920)    




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