Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Vom naturalismus Über die jahrhundertwende

Index
» Vom naturalismus Über die jahrhundertwende
» Der Impressionismus
» Die Arbeiterdichtung

Die Arbeiterdichtung



Auf der Grundlage der naturalistischen Lehre, daß der Mensch ein Produkt aus Erbe und Umwelt sei, und unter dem Einfluß der sozialistischen Ideen entstand die deutsche Arbeiterdichtung. Arbeiterdichter nannten sich vor allem jene Lyriker, die entweder selbst dem Arbeiterstand angehörten oder, aus anderem Milieu stammend, die Welt der Arbeit und die Lage des Proletariats zum Gegenstand ihres Denkens und Dichtens erhoben.
      Die-wichtigsten Dichter dieser Gruppe sind:
Josef Winckler , der das Lied der Arbeit in seinen 'Eisernen Sonetten" sang,
Alfons Petzold , in dessen feiner Lyrik sich das Miterleiden proletarischen Schicksals ausspricht,
Karl Bröger , der für seine sozialistischen Bekenntnisse während des Dritten Reiches im KZ büßen mußte,
Gerrit Engelke , der hinter den brausenden Rhythmen der Maschinenwelt die Stimme des Ewigen hörte, und
Heinrich Lersch , der in schlichten Reimen den Adel der arbeitenden Hände verkündete.
      Als Beispiel für die Arbeiterdichtung sei genannt:
Der Mitmensch
Es summt der Dynamo, an Uhr und Skalen Gehn geisterleis die Zeiger, rasend drehn Die Räder: allgewaltig, zauberschön Des Stahlkolosses Kolben schwirrn und malen. Selbsttätig wacht es, nährt sich, rechnet Zahlen. Kühlt die Gelenke, bleibt wie denkend stehn Und rast aufs neu; lautlos die Meisten gehn Und sehn nur nach den Zeichen und Signalen .. .
     

 Tags:
Die  Arbeiterdichtung    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com