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Vom naturalismus Über die jahrhundertwende

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Der Impressionismus



Es hat nicht an Versuchen gefehlt, auch eine "naturalistische Lyrik" zu entwickeln. Insbesondere Arno Holz glaubte, in seinem "Buch der Zeit" den Stil einer eigenständigen Lyrik auf dem Boden des Naturalismus gefunden zu haben. In seiner theoretischen Schrift "Revolution der Lyrik" wollte er den neuen lyrischen Stil programmatisch begründen. In der Sammlung "Phantasus" stehen Gedichte wie das folgende:

Schönes, grünes, weiches Gras.
      Drin liege ich.

      Mitten unter Butterblumen!
Ober mirwarm,der Himmel;ein weites, zitterndes Weiß,das mir die Augen langsam, ganz langsamschließt.
      Wehende Luft . . . ein zartes Summen.
      Nun bin ich fernvon jeder Welt,ein sanftes Rot erfüllt mich ganz,und deutlich spüre ich, wie die Sonne mir durchs Blut rinnt -minutenlang.
      Versunken alles. Nur noch ich.
      Selig!
Eine neue Lyrik hatte A. Holz auch mit der Sammlung "Phantasus" nicht geschaffen, wohl aber ein Gestaltungsprinzip, das zum Impressionismus führte.
     

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