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Zur seinsfrage der gattungen: gattungen und gattungsbegriffeDas Gattungsproblem ist eines der ältesten und bis heute am heftigsten umstrittenen Probleme der Literaturwissenschaft, mit dem nicht zuletzt auch die Frage nach ihrer Wissenschaftlichkeit berührt wird. Seine klassische Formulierung hat das Problem in der Auseinandersetzung zwischen Nominalisten und ..... [ mehr ] Index » Grundlagen der Textgestaltung » Gattungsfragen
Die bedeutung der poetologischen differenz für die deutung literarischer texteEs kommt in unserem Zusammenhang darauf an, zu erkennen, dass die Trennung von Bild und Text, wie sie das barocke Emblem als Trennung von Pictura und Subscriptio programmatisch vornimmt, in jedem literarischen Text vorliegt, jedoch so, dass die Kluft zwischen Bild und Text nicht mehr zu sehen ist, w ..... [ mehr ] Index » Sonstige
Zwischen kabarett- und zeitungslyrik moderne gebrauchsdichtungDer Beginn der 20er-Jahre brachte noch keine strikte Zäsur zum Expressionismus. Es erschienen im Gegenteil bis 1923 noch Dutzende von Gedichtbänden, die seine bereits gestiftete Tradition fortsetzten. Und doch erlosch rasch die literarisch-politische Utopie-Begeisterung, während die dadaistische Sel ..... [ mehr ] Index » Lyrik des 20. Jahrhunderts (1900-1945) » Lyrik der zwanziger Jahre
Beobachtungen und vermutungen zur praxis gegenwärtiger a uslandsgermanistikDie Behinderung der Auslandsgermanistik durch die Distanz auf Deutschland ist, zumal in ihren Beiträgen zur Forschung, unübersehbar. Folgende Strategien des Umgangs mit der Distanz als Handikap zeichnen sich ab:
a) Offenbar in Reaktion auf die Schwierigkeit der Beschaffung von Quellenmaterial und S ..... [ mehr ] Index » Kontextualisierung von Literatur » Die Transportierbarkeit von Literatur über kulturelle Grenzen
Die militärische, gesellschaftliche, materielle und politische bedeutung der turniereDie Motive, die einen Ritter veranlaßten, an Turnieren teilzunehmen, konnten sehr verschieden sein. »Die einen beteiligten sich am Stechen aus hohem Sinn; den anderen ging es nur um
den Gewinn; da tjostierten auch viele Ritter aus keinem anderen Grund, als um der Frauen willen; andere nahmen teil, ..... [ mehr ] Index » Höfische Feste - Das Protokoll der Umgangsformen
Höfische unterhaltungZum Glanz eines großen Festes gehörte ein reiches Unterhaltungsangebot. Bei keiner anderen Gelegenheit konnte man die modernen Formen höfischer Geselligkeit in so vielfacher Gestalt erleben. Aus den historischen Quellen ist darüber allerdings nur in wenigen Fällen Genaueres zu erfahren. Zu den Ausna ..... [ mehr ] Index » Höfische Feste - Das Protokoll der Umgangsformen
Die gesellschaftliche bedeutung der waffenMan wird der Bedeutung der ritterlichen Rüstung nicht gerecht, wenn man sie nur unter militärischen Gesichtspunkten betrachtet. Der gepanzerte Ritter zu Pferd schien auf den ersten Blick unverwundbar zu sein und konnte jeden, der nicht so gerüstet war, in Schrecken versetzen. Bei näherem Zusehen wir ..... [ mehr ] Index » Sachkultur und Gesellschaftsstil
Psychoanalyse und traumdeutungMit den Theorien Freuds und der Popularisierung seiner Lehren schlich sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein weiterer Unsicherheitsfaktor in das Gebäude rationaler Selbstbehauptung ein, das seit den Tagen der selbstkritischen Spätaufklärung bereits erhebliche Risse in seinem Mauerwerk zu verzeichne ..... [ mehr ] Index » Tendenzen der Phantastik im Spannungsfeld zwischen Rationalismus und Irrationalismus » Innenwelten
AusstattungWie eine Burg um 1200 von innen aussah, ist von Lambert von Ardres zu erfahren, der in seiner >Geschichte der Grafen von Guines< die neue Burg, die Graf Arnald von Guines in Ardres errichten ließ, genau beschrieben hat. Es war - wie damals in Flandern üblich — ein mehrgeschossiger Donjon. »Der ers ..... [ mehr ] Index » Sachkultur und Gesellschaftsstil
Matthias claudius (i740-i8i5): an - als ihm die - starb - ehrenrettung für einen dichterAn - als Ihm die - starb
Der Säemann säet den Samen,
Die Erd empfängt ihn, und über ein kleines
Keimet die Blume herauf -
Du liebtest sie. Was auch dies Leben
Sonst für Gewinn hat, war klein Dir geachtet.
Und sie entschlummerte Dir!
Was weinest Du neben dem Grabe,
Und hebst die Hände zur Wo ..... [ mehr ] Index » Stationen der deutschen Lyrik » Klassische Zeit der Elegien
BearbeitungstendenzenWenn man erfahren will, was die französische Literatur für die fürstlichen Auftraggeber und für das höfische Publikum in Deutschland so attraktiv gemacht hat, muß man vor allem die Tatsache würdigen, daß die literarische Rezeption aus der sehr reich entwickelten französischen Literatur eine charakte ..... [ mehr ] Index » Die Rezeption der französischen Adelskultur in Deutschland
Dichtung als geschichtsquelleDas Quellenmaterial, aus dem die höfische Kultur des hohen Mittelalters rekonstruiert werden muß, umfaßt verschiedene Bereiche der Überlieferung:
1. Literarische Texte in deutscher Sprache bilden die umfangreichste und wichtigste Quellengruppe. Dazu gehören hochfik-tionale Texte, wie Minnelieder ..... [ mehr ] Index » Fiktion und Realität
Aufbewahrung und Überschreitung der geschichteStiehlt sich damit das lyrische Subjekt aus der Geschichte, aus der geschichtlichen Wirklichkeit davon? Selbst die idealistische Ästhetik bestreitet es energisch. Nach Hegels Ästhetik ist auch in der Lyrik »eine konkrete Behandlung nur in zugleich historischer Weise« möglich. Denn »fast in keiner ..... [ mehr ] Index » Stationen der deutschen Lyrik » Das Gedicht: Entschlackte Sprache
Dichtung als vorbildWenn man zu erfahren sucht, wie weit die Grundsätze der höfischen Erziehung das praktische Handeln der adligen Herren bestimmt haben, wird man den Blick zuerst auf den Umgang mit den ritterlichen Waffen und das Verhalten im Kampf richten. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß viele adlige Herren p ..... [ mehr ] Index » Das höfische Gesellschaftsideal
Frauenverehrung und frauenverachtungDas Frauenbild der höfischen Dichter wirkt wie ein Gegenentwurf zu der übermächtigen Tradition christlicher Frauenfeindlichkeit, die in der weltverneinenden und weltverachtenden, körper- und sinnenfeindlichen Grundeinstellung des Christentums ihre Wurzel hatte. Nur in der Gestalt unberührter Jungfrä ..... [ mehr ] Index » Das höfische Gesellschaftsideal
Die einrichtung eigener kanzleienDer entscheidende Schritt zur Schriftlichkeit wurde vollzogen durch die Einrichtung eigener Kanzleien an den weltlichen Fürstenhöfen. Heinrich der Löwe war der erste Laienfürst, der an seinem Hof in Braunschweig Urkunden ausstellen ließ. Bis dahin hatten die Fürsten ohne eigene Urkundenschreiber reg ..... [ mehr ] Index » Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit
Kinder- und jugendliteratur als teil der unterhaltungskultur der kaiserzeitDie Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1871 und 1918, der Zeit zwischen Reichsgründung und Kriegsende, ist ein heterogenes Gebilde, in dem sich die zeitgenössische Kultur des Pluralismus und der Dissense widerspiegelt, deren Teil sie aber auch ist. Wie die Literatur allgemein, so ist auch die f ..... [ mehr ] Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » OTTO BRUNKEN
Die umdeutung von rousseaus kindheitskonzept durch die philanthropistenDie philanthropistische Kinderliteraturreform; Gegenbewegungen
'Die Natur will, daß Kinder Kinder sind, ehe sie Männer werden. Die Kindheit hat eine eigene Art zu sehen, zu denken und zu fühlen, und nichts ist unvernünftiger, als ihr unsere Art unterschieben zu wollen. Jedes Alter, jede Lebenss ..... [ mehr ] Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » OTTO BRUNKEN
Das gattungsspektrum der frühen kinder- und jugendliteraturGleichwohl gab es bereits zu dieser Zeit ein umfangreiches Korpus von Schriften, die auch, unter anderem oder sogar ausschließlich für Kinder und Jugendliche bestimmt waren. Das Hauptkontingent machten religiöse Schriften aus, die Werke zur Bibel und zum Unterricht in der biblischen Geschichte, z.B. ..... [ mehr ] Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » OTTO BRUNKEN
Deutung des fragmentsSo bleibt Schillers Geisterseher ein Fragment, und vielleicht liegt ja auch gerade darin sein Reiz für den heutigen Leser, beziehungsweise der Vorteil gegenüber anderen literarischen Werken mit gleichem oder ähnlichem Sujet -neben den direkten Fortsetzungen beispielsweise Cajetan Tschinks Geschichte ..... [ mehr ] Index » Friedrich Schiller: Der Geisterseher
Die 'erlebnisdichtung johann wolfgang goethe: lyrikEntstehung
In den sieben Jahren zwischen der Abreise aus Leipzig am 28. August 1768 und der Ankunft in Weimar am 7. November 1775 hat Goethe nur etwa siebzig Gedichte geschrieben, wenn man 'die beiläufigen Stammbuchverse, Gelegenheitssprüche, Widmungen, die versifizierten Tagebucheintragungen und g ..... [ mehr ] Index » Sturm und Drang Epoche » Lyrik
Harald härtung (geb. i932): in der nähe der glienicker brücke - marodeure des kalten kriegesImmer wieder hat man nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 in Filmreportagen und anderen Dokumentationen die »Mauerspechte«, die Andenkenjäger, dort am Werk gesehen, wo einst das angebliche Bollwerk des Friedens den Kalten Krieg zementiert hatte. Lyrik sucht selten die großen Schauplätze ..... [ mehr ] Index » Stationen der deutschen Lyrik » Dichtung im Schatten der Mauer
Mündliche verbreitungÜber die mündliche Verbreitung der Lieder ist naturgemäß viel weniger bekannt. Wo davon erzählt wurde, daß die Damen und Herren der adligen Gesellschaft in geselligem Kreis Lieder sangen oder daß Berufssänger auf den Hoffesten damit auftraten, wurden schriftliche Aufzeichnungen niemals erwähnt. Gan ..... [ mehr ] Index » Exkurs über die Literatur der DDR (1949-1990)
Die handschriftliche verbreitungWir besitzen aus Deutschland knapp zwanzig Epenhandschrif-ten, die nach ihrem paläographischen Befund noch ins 12. Jahrhundert oder in die Zeit um 1200 datiert werden. Wenn man die >Kaiserchronik< zu den Epen zählt, erhöht sich diese Zahl um sechs. Es ist bezeichnend für den Überlieferungszustand d ..... [ mehr ] Index » Exkurs über die Literatur der DDR (1949-1990)
Aufführung und verbreitung der literaturDie Vorstellung, daß Literatur für Leser bestimmt ist und daß literarische Kenntnisse durch Bücher vermittelt werden, gilt für die höfische Gesellschaft im hohen Mittelalter nur mit vielen Einschränkungen. Die meisten Adligen waren außerstande, ein Buch zu lesen. Aber auch wer lesen konnte, hat sich ..... [ mehr ] Index » Exkurs über die Literatur der DDR (1949-1990)
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