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Stationen der deutschen lyrik

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Martin Luther (I483-I546): Aus tiefer Not schrei ich zu dir



Lieder wurden schon vor 1500 im Gottesdienst gesungen und bereits im Spätmittelalter traten an die Stelle lateinischer Hymnen auch deutsche Lieder. Aber erst mit der Reformation erhält das Kirchenlied seinen festen Platz im Gottesdienst und im Gemeindeleben. Als Bitte, Ermahnung oder Lobgesang, als Verkündigung, Zuspruch oder Trost diente es christlicher Glaubensstärkung, sei es im Gottesdienst oder im häuslichen Kreis. Ein großer Teil religiöser oder geistlicher Lyrik entzieht sich solcher Einbindung in liturgische oder pragmatische Aufgaben; nur ein Bruchteil beispielsweise der tiefreligiösen Gedichte von Andreas Gryphius konnte Kirchenlied werden. Aber alle geistlichen Lieder Luthers sind für den Gemeindegesang bestimmt.
      Die neue Bedeutung des Kirchenlieds hängt auch mit einer theologischen Voraussetzung zusammen: dass nämlich Luthers Reformation die Rolle der Vermittlerdienste von Kirche und Priester zurücknimmt und den Glauben mehr auf das Verhältnis des einzelnen Christen, seiner Seele, zu Gott einschwört. Die neue Teilhabe der Gemeindemitglieder, ihr >Stimmrecht

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