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Zwischenbemerkung



Beide Texte haben gemein, dass sie eine Fiktion innerhalb der Fiktion präsentieren, wobei die eingelagerte Fiktion die Hauptsache ist. Beide Autoren konstruieren die Hauptsache im Namen der Hauptgestalt als jeweils deren Welt im Kopf. Bleibt dieses Konstruktionsprinzip ungesehen, so verhüllt sich die Eigenart der gestalteten Sache. Man könnte auch sagen: Die poetologische Differenz sehen, heißt, die Eigenart der gestalteten Sache erkennen.
      Wer die poetologische Differenz denkt, ist dem Autor eines Werks so nahe, wie es nur geht. Denn: einen literarischen Text verstehen, kann niemals heißen, seinen Autor als Individuum verstehen, wie das Schleiermacher meinte, sondern immer nur: die Eigenart der gestalteten Sache verstehen, die das Werk selber und nur das Werk selber >objektiv< ist, d. h. unabhängig von unserer geschichtlichen >Sorge< und der Anwendung des Verstandenen auf uns selbst, also unabhängig von allem Hinterfragen!

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