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Novalis über künftige Dichtung
Die hier aus Rousseau und Diderot belegten neuen Bestimmungen der Phantasie und der Dichtung verstärken sich in der Romantik Deutschlands, Frankreichs und Englands. Der Weg, den sie dann von da aus zu den Autoren des mittleren und späten 19. Jahrhunderts nehmen, ist genau verfolgbar und oft beschrieben worden. Das braucht hier nicht wiederholt zu werden. Wir können uns darauf beschränken, die wichtigsten Symptome zusammenzustellen, die in den Theorien der Romantik selbst auftreten und doch schon Symptome modernen Dichtens sind.
Man muß mit Novalis beginnen. Seine Dichtung kann unberück-sichtigt bleiben. Seine Reflexionen, niedergelegt in den und auf einigen Seiten des , sind ihr weit voraus. Mit der Absicht, die romantische Poesie zu deuten, entwerfen sie einen Begriff zukünftiger Poesie, dessen volle Bedeutung wiederum nur erkennbar ist, wenn man ihn mißt an der dichterischen Praxis von Baudelaire bis zur Gegenwart.
Was Novalis über die Poesie sagt, bezieht sich fast durchweg auf die Lyrik, die nunmehr als das |