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Die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' als Publikationsmedium für Literatur



Die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter", München, werden mit ihrem nächsten, 40. Jahrgang vier Jahrzehnte ihres Erscheinens erfüllen, ein Alter, das bislang noch nie - auch nicht annähernd - von einer Kulturzeitschrift der Deutschen aus dem Südosten Europas erreicht wurde. Dies fordert zu einem Rückblick geradezu heraus. Rechtzeitig zum Jubiläum wird ein Registerband erscheinen, der es ermöglicht, den Inhalt der ersten 35 Jahrgänge greifbar zu machen. Der Band erscheint unter demTi-tel: Südostdeutsche Viertel]ahresblätter. Register der Jahrgänge 1-35 , bearbeitet von Anita Meschendörfer in Verbindung mit Udo W Acker und Hans Me-schendörfer, als Band 55 der Veröffentlichungen des Südostdeutschen Kulturwerks. Reihe B: Wissenschaftliche Arbeiten, herausgegeben von Anton Schwob. Dies wird die bisher gegebenenfalls unvermeidliche, mühsame Durchsicht der einzelnen, jährlich erscheinenden Inhaltsverzeichnisse zumindest für den genannten Zeitraum überflüssig machen, eine Suche, die dennoch den Erfolg nicht gewährleistet, weil nämlich lange Zeit die Untertitel hier nicht mit berücksichtigt wurden, der Haupttitel aber oftmals den entscheidenden Namen eines personenbezogenen Beitrags nicht enthält.

      Bereits vor zwanzig Jahren hat Anton Schwob einen Registerband gefordert . In diesem Aufsatz berichtete er ausführlich über Entstehung und Zielsetzung der Zeitschrift sowie über den Inhalt der ersten zwanzig Jahrgänge.
      Ihren gegenwärtigen Namen tragen die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' allerdings erst seit dem 7. Jahrgang/1958; sie erschienen zuvor unter dem heute provinziell klingenden Titel,Südostdeutsche Heimatblätter'. Herausgegeben wurden sie im Auftrag des Südostdeutschen Kulturwerks, München, von Hans Diplich, banat-schwäbischer Dichter, Ãobersetzer, kulturhistorischer und kulturpolitischer Publizist, der bis zu seinem Tode im Juli 1990 einer der Herausgeber blieb. Unterstützt wurde Diplich zuerst von einem umfangreichen Redaktionsausschuß, dem zahlreiche Vertreter der verschiedenen südostdeutschen Heimatgebiete angehörten. Es waren dies zuerst Adalbert Gauß, Karl Kurt Klein, Otto Klett, Johann Liptak, Hans Prelitsch, Anton Valentin, Johannes Weidenheim und JohannWeidlein. Im 2. Jahrgang/1 traten hinzu Martha Petri, Balduin Saria und Bernhard H. Zimmermann, während Johann Weidlein ausschied. Mit dem 3. Jahrgang/1 wurde als Schriftleitung Martha Petri eingesetzt. Im 4. Jahrgang/1 trat Jakob Wolf anstelle von Johannes Weidenheim in den Redaktionsausschuß ein. Im 6. Jahrgang/1 wurde schließlich noch zusätzlich Hans Wolfram Hockl in den Redaktionsausschuß aufgenommen. Der 8. Jahrgang/ 1959 brachte die Neubesetzung der Schriftleitung durch Wilhelm Kronfuss und Heinrieh Zillich; der Redaktionsausschuß wurde aufgelöst. Auch Kronfuss schied schon bald - während des laufenden 9. Jahrgangs/1 - wieder aus. Im 12. und 13. Jahrgang zeichnete Anton Schwob für den Inhalt verantwortlich.
      Während der Jahrgänge 14/1965 bis 29/1980 blieb alleiniger Schriftleiter Heinrich Zillich, der eigentlich schon seit dem 8. Jahrgang/1 der für die Redaktion bestimmende Mann war. Der siebenbürgisch-sächsische Schriftsteller Dr. Dr. h.c. Heinrich Zillich - Erzähler, Lyriker, Essayist und Kritiker - drückte somit 22 Jahrgängen der Zeitschrift seinen unverwechselbaren Stempel auf. Man wird diese Jahre als 'Ã"ra Zillich" zu bezeichnen haben, zumal er außerdem seit 1963 neben Hans Diplich zusätzlich als Herausgeber Verantwortung trug. Heinrich Zillich gestaltete 88 Folgen; in jedem Heft stammten nach eigener Bekundung mehr als 25 Beiträge -Aufsätze, Glossen, Notizen, Buchbesprechungen - aus seiner Feder . Im Alter von 82 Jahren legte er mit Jahresende 1980 die Schriftleitung zurück, blieb aber der Zeitschrift bis zu seinem Tode im Mai 1988 weiterhin als Mitherausgeber neben Hans Diplich verbunden.
      Mit dem 30. Jahrgang/1 übernahmen die Schriftleitung Udo W. Acker , Anton Schwob und Johann Adam Stupp; seit dem Ausscheiden Ackers im darauffolgenden Jahre ist Johann Adam Stupp verantwortlicher Schriftleiter. Im 32. Jahrgang/1 trat der siebenbürgisch-sächsische Schriftsteller Hans Bergel in die Schriftleitung ein; seit 1989 ist er als Nachfolger Zillichs zusätzlich auch Mitherausgeber. Im 39. Jahrgang/1 kam schließlich Horst Fassel zur Schriftleitung hinzu. Noch eine Veränderung zeichnet sich ab: Als Nachfolger für Hans Diplich wird Franz Hutte-rer, donauschwäbischer Schriftsteller und Publizist, außerdem 1. Vorsitzender des Südostdeutschen Kulturwerks Mitherausgeber. Damit ist der Generationswechsel, auf der Redaktionsebene bereits 1981 erfolgt, auch bei der Herausgeberschaft abgeschlossen.
      Diese einleitende Darstellung ihrer Redaktionsgeschichte bietet das Gerüst für eine Ãobersicht über die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' als Publikationsmedium für Literatur. Daß sich die Zeitschrift dieser Aufgabe nun seit drei Jahrzehnten widmet, scheint merkwürdigerweise nicht überall genügend bekannt zu sein. So steht, um nur ein Beispiel herauszugreifen, in einem imVerlag Südostdeutsches Kulturwerk neu erschienenen 'Repertorium transylvanicum", einer 'Einführung in die wissenschaftliche Literatur über Siebenbürgen", zu lesen, die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' seien eine Zeitschrift für 'Kulturgeschichte, Zeitgeschichte und Dokumentationen". Man muß daran zweifeln, daß der Autor dieses Kommentars jemals ein neueres Heft in der Hand gehabt hat. Dann hätte ihm nämlich der von ihm nicht angeführte Untertitel 'Zeitschrift für Literatur und Kunst, Geschichte und Zeitgeschichte" ins Auge fallen müssen, und er hätte feststellen können, daß die größte Abteilung jedes Heftes unter demTitel 'Literatur und Kunst" grundsätzlich Originalbeiträge zeitgenössischer südostdeutscher Autoren oder kritische Auseinandersetzung mit ihren Werken umfaßt. Nicht nur dieser Abschnitt weist die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' als eine Kulturzeitschrift aus, sondern ebenso die Spalte 'Das aktuelle Thema" mit ihren meist kulturpolitischen Leitartikeln wie auch die ebenfalls in jeder Folge enthaltenen Spalten der 'Rundschau" und der 'Bücherschau". Die ,Südostdeutschen Vierteljahresblätter' sind also kein Fachorgan für Historiker, sondern die Kulturzeitschrift für das gesamte Südostdeutschtum, das einzige Presseorgan, das den ganzen Bereich deutscher Kultur in bzw. aus Südosteuropa thematisch aufzugreifen bestrebt ist.
      Schon seit Begründung der damaligen ,Südostdeutschen Heimatblätter' bildete die Dichtung einen programmatischen Schwerpunkt dieser Publikation. Das erste Doppelheft erschien als 'Adam Müller-Guttenbrunn Fest-Nummer" anläßlich des 100. Geburtstages dieses 1923 verstorbenen donauschwäbischen Erzählers und kulturpolitischen Schriftstellers. Einen bedeutenden Aufschwung nahm die Berücksichtigung zeitgenössischer Literatur unter der Ã"gide Heinrich Zillichs, der für diese Aufgabe hervorragend geeignet war, hatte er doch sechzehn Jahre lang, von 1924 bis 1939, in Kronstadt in Siebenbürgen die von ihm begründete Monatszeitschrift ,Klingsor' herausgegeben, eine literarische und kulturpolitische Zeitschrift hohen Ranges. In den ,Südostdeutschen Vierteljahresblättern' sorgte Heinrich Zillich dafür, daß der Anteil literarischer Beiträge deutlich höher wurde als zuvor. Zugleich war er erfolgreich darum bemüht, das Niveau der Beiträge allgemein zu heben. Dazu diente ihm seine persönliche Bekanntschaft mit fast allen Schriftstellern der Südostdeutschen der Zwischenkriegszeit. Seiner nationalkonservativen Einstellung waren Heimatbewußtsein und Traditionspflege besonders wichtig. Ersah das südostdeutsche wie auch das österreichische Schrifttum stets als untrennbaren Teil der deutschen Literatur, jedoch mit regionalem Sonderakzent. Bei aller nie schwankenden Treue zu seiner deutschvölkischen Grundeinstellung blieb für Heinrich Zillich die Wertschätzung der anderen Völker Südosteuropas in ihrer geistigen Gestalt selbstverständlich. Zillich war kein Antisemit und ließ - wie vordem im ,Klingsor' - so auch in den , Südostdeutschen Vierteljahresblättern' hervorragende jüdische Autoren aus dem Südostraum gelegentlich zu Wort kommen. Er verabscheute den Kommunismus und war stets um deutliche Abgrenzung nach links besorgt. Aus Ãoberzeugung lehnte Zillich manche moderne Kunstrichtungen ab, deren Vertreter dann auch in der Zeitschrift als Beiträger nicht berücksichtigt, vielmehr heftig angegriffen wurden. Doch gelang es ihm, auch Angehörige der damals jüngeren Generation der in die Bundesrepublik gelangten Südostdeutschen an die Zeitschrift heranzuführen und sie zur Mitarbeit zu gewinnen.
      Seit dem Ausscheiden Zillichs aus der Redaktion hat sich eine Akzentverschiebung, ein behutsamer Wandel ergeben. Insbesondere ging es dabei darum, 'die europäische Perspektive der Zeitschrift [...] deutlicher herauszustellen", wie es Hans Ber-gel als neuer Mitherausgeber formulierte . Ganz generell wird man von einer größeren Offenheit sprechen können, die gerade auch im literarischen Teil der letzterschienenen Jahrgänge deutlich wird. Der Umfang und die Bedeutung der Dichtung in den , Südostdeutschen Vierteljahresblättern' einschließlich der angestrebten weiteren Entwicklung wird bei einem Ãoberblick über die Schriftsteller deutlich, von denen Originalarbeiten veröffentlicht wurden, wobei nur zeitgenössische Autoren berücksichtigt werden. Darunter sollten hier nur diejenigen verstanden werden, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung entweder am Leben oder nicht allzu lange Zeit zuvor verstorben waren. Daß in der Zeitschrift immer wieder auch literarische Arbeiten schon lange Verstorbener veröffentlicht wurden, soll hier ebenso unberücksichtigt bleiben wie Beiträge reichsdeutscher oder österreichischer Schriftsteller - solche kamen auch immer wieder zu Wort. Schließlich sei darauf verzichtet, alle Autoren zu nennen; eine Anzahl wenig bekannter oder nur einmal in Erscheinung getretener Verfasser bleibt unberücksichtigt. Ansonsten soll eine Wertung hier nicht vorgenommen werden. Während in der Zeitschrift biographische und bibliographische Angaben in aller Regel unmittelbar im Zusammenhang mit der Veröffentlichung oder an anderer Stelle gegeben werden, wird hier darauf verzichtet. Soweit Prosa-Autoren nicht mit literarischen Kurzformen wie abgeschlossenen Erzählungen, Novellen, Kurzgeschichten u. dgl. in Erscheinung traten, stellten sie Auszüge aus längeren Stücken, zumeist als Vorabdruck einer geplanten Publikation, zur Verfügung.
      Es folgen nun die Namen von Erzählern, die in den ersten 29 Jahrgängen, wesentlich charakterisiert durch die Ã"ra Zillich, in Erscheinung traten. Es sind dies: Franz Karl Franchy, Otto Folberth, Hans Wolfram Hockl, Heinrich Zillich, Friedrich A. Müller, Franz B ahl, B ernhard Ohsam, N ikolaus Enge lmann, Alice Albrich-Mavrocor-dato, Erwin Prunkl, Johannes Weidenheim, Margarete Weinhandl, Klaus Günther, Franz Hutterer, Thusnelda Henning, Walter Myß, Erwin Neustädter, Friedrich Rei-mesch, Erwin Schnell, Andreas Birkner, Georg von Drozdowski, Hans Bergel, Oskar Kraemer, Gregor Himmelfarb, Harald Krasser, Wolf von Aichelburg, Peter Bückling, Peter Kühn, Konrad Gerescher, Kurt Csallner, Johannes Wurtz, Wilhelm Divy und Hannes Elischer. Außerdem wurden die nachfolgend genannten zeitgenössischen Erzähler ausführlich und meist mit Textproben gewürdigt, ohne daß eigene Stücke aus ihrer Feder veröffentlicht wurden: Johann Eugen Probst, Erwin Wittstock, Konrad Jacob Stein, Adolf Meschendörfer, Alfred Margul-Sperber, MathesNitsch, OscarWal-ter Cisek, Franz Xaver Kappus und Max Meli. Mit dem Abdruck von Gedichten, auch mehrfach, traten in demselben Zeitraum auf: Heinrich Kipper, Erwin Neustädter, Klaus Günther, Heinrich Zillich, Hans Diplich, Georg von Drozdowski, Franz Karl Franchy, Bruno Kremling, Roland Phleps, Walter Myß, Johannes Wurtz, Hans Christ, Hildegard Caruk, Egon Hajek, Hans Wühr, Adolf Meschendörfer, Hans Wolfram Hockl, Karoline Janik, Jakob Wolf, Josef Strobach, Erwin Walter Stein, Oskar Kraemer, Gerda Mieß, Viktor Orendi-Hommenau, Peter Barth, Gusto Graeser, Annie Schmidt-Endres, Arnold Derneth, Otto Folberth, Otto Niederreiter, Erwin Prunkl, Oscar Walter Cisek, Konrad Nußbächer, Hans Prelitsch, Franz Xaver Kappus, Johann Stierl, Schuster Dutz, Johanna Brucker, Rudolf Königes, Friedrich Fiechtner, Hans Bergel, Hermann Tontsch, Wolf von Aichelburg, Bernhard Capesius, Paul Celan, Verona Bratesch, Konrad Gerescher, Michael Schwartz, Marianne Vincent, Irene Mokka, Frank Togo Muth, Claus Stephani, Lotte Wilhelm, Rose Ausländer, Leopold Rudolf Guggenberger, HansThurn, Herbert Ernst Groh, Harry Zintz, Georg Maurer, Alfred Kittner und Hans Mokka. Mundart wurde nur ausnahmsweise berücksichtigt. Als Mundartdichter traten in Erscheinung: Hans Wolfram Hockl, Johann Neubauer, Johann Petri, Alida Schielke, Annie Schmidt-Endres und Schuster Dutz. Das Schauspiel war nur durch Karl Franz Franchy undWalter Myß vertreten. Ãobertragungen von rumänischen und ungarischen Volksliedern, aber auch Gedichten waren eine besondere Spezialität von Hans Diplich.
      Wenn nun hier die Liste der Autoren, die in den Jahrgängen seit 1981 neu dazugetre-ten sind, gesondert angeführt wird, so um deutlich werden zu lassen, daß seither wenigstens im Ansatz eine gewisse Ã-ffnung undVerbreiterung des Spektrums stattgefunden hat. Selbstverständlich haben in großem Umfang Schriftsteller, die schon vorher in der Zeitschrift veröffentlichten, auch weiterhin unverändert ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt. Hier sollen nun aber die Namen genannt werden, die unter der neuen Schriftleitung erstmals aufscheinen. Es sind dies als Erzähler: Heinrich Lauer, Siegfried Witting, Philipp Meran, Michael Bürger, Wolf Oschlies, Rudolf Hollinger, Bettina Schuller, Nelu Bradean-Ebinger, Kl aus Werner Bredt, Hans Mokka, Julia Schiff, Robert Schiff, Emil Sigmeth, Stefan Heinz-Kehrer, Kerstin Schwob, Claus Klotz. Ungleich länger ist die Liste der neu gewonnenen Lyriker: Erika Ats,Theo Binder, Margarethe Martz, Gertrud Stephani-Klein, Hilda Merkl, Gerda Salzer, Herta Bückling, Hans Dama, Franz Metz, Moses Rosenkranz, Julia Schiff, Margarethe Sindel, Roland Vetter, Astrid Connerth, Irmgard Hatzack, Andreas Birkner, Karl-Ernst Kab-debo, Nikolaus Berwanger, Bettina Schuller, JoachimWittstock, Klaus Werner Bredt, Hilde Martini-Striegl, Gerlinde Roth, Anton Söllner, Harald Siegmund, Herta Buda-ker, Georg Hoprich, Valeria Koch, Nelu Bradean-Ebinger, Martha Fata, VataVägyi, Josef Michelisz, Claus Klotz, Engelbert Rittinger, Werner Söllner, Salomea Mischel, Else Keren, Franz Hodjak, Ute Maria Krasser, Stefan Heinz-Kehrer, Christian Patco-Rehner, Dieter Schlesak. Auch ist die Schriftleitung bestrebt, vermehrt auf wichtige Dichter und Schriftsteller aus den südosteuropäischen Literaturen auch durch Ãobersetzungen, Ãobertragungen und Nachdichtungen hinzuweisen. Dies konnte jedoch nur in bescheidenem Umfang erfolgen. Hierfür nur einige Beispiele: Aus der rumänischen Lyrik wurden unter anderem George Bacovia , Ana Blandiana , Mircea VaidaVoevod vorgestellt, aus der südslawischen Literatur die Erzähler Brana Crncevic und Danilo Kis, aus der ungarischen die Romanautoren Gyula Kurucz und Märton Kaläsz mitTextaus-zügen berücksichtigt.
      Einige wenige namhafte südostdeutsche Schriftsteller, die bei Westverlagen unter Vertrag stehen, darunter Gregor von Rezzori, Oskar Pastior, Herta Müller und Richard Wagner, konnten in den ,Südostdeutschen Vierteljahresblättern' bisher nur in Kommentaren oder in der Spalte 'Bücherschau" beachtet werden. Hier wurde nach Möglichkeit auf alle einschlägigen literarischen Neuerscheinungen hingewiesen.
      Mit dem Jahr des Umsturzes in Südosteuropa hat sich die Situation für die Zeitschrift vollständig geändert. Durfte sie zuvor nicht in diese Länder eingeführt werden und war es den Bürgern dieser Staaten nicht gestattet, in den ,Südostdeutschen Vierteljahresblättern' zu veröffentlichen, so sind diese Beschränkungen jetzt weggefallen. Es wird die Aufgabe der Zeitschrift sein, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten in breitem Umfang zu nutzen und neue Mitarbeiter von dort zu gewinnen. Gleichbedeutend ist die Aufgabe nach einer stärkeren Berücksichtigung der vielfachen literarischen Wechselbeziehungen zwischen den Deutschen und den südosteuropäischen Völkern, um dadurch zur geistigen Erschließung Südosteuropas und zum besseren Verstehen zwischen den Nationen beizutragen.
     

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