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Der anagogische Sinn als Vollendung des vierfachen Schriftsinns



Es geht jetzt um die Herausarbeitung der universellen und damit aktuellen Gültigkeit des vierfachen Schriftsinns. Im anagogischen Sinn findet der vierfache Schriftsinn seine Vollendung, denn die Hinaufführung in den überzeitlichen Sinn impliziert die Selbstreflexion der künstlerischen Intelligenz im Leser eines literarischen Textes. Der Leser geht in der gestalteten Sache auf und tut dennoch vor ihr den Schritt zurück, durch den diese Sache als Werk in den Blick kommt, das wie Natur erscheint und gerade darin eine künstlerische Intelligenz, die es hergestellt hat, voraussetzt, um das sein zu können, was es ist.
      Dass sich über dem buchstäblichen Sinn ein dreistufiger geistiger Sinn als Superaedificatum, als Ãoberbau, erhebt, ist wörtlich zu nehmen: der höchste
Sinn ist der anagogische Sinn. Im Sinne meiner hier vorgenommenen Säkularisierung des vierfachen Schriftsinns, die, recht besehen, eine Sakralisierung des Kunstwerks bedeutet, ist die dritte Stufe des sensus spiritualis als letzte und damit vierte Stufe des vierfachen Schriftsinns die Position, von der her alle anderen Positionen als niedere Positionen überschaubar werden und das Ganze des literarischen Textes mit den Bedingungen seiner Möglichkeit in den Blick kommt. Die poetologische Differenz zu denken, gehört zum ana-gogischen Schriftsinn. Ja, im Nachvollzug der Leistung künstlerischer Intelligenz vollendet sich der vierfache Schriftsinn. Er hat in solchem Nachvollzug der ins Werk gesetzten causa finalis sein >hermeneutisches Eschaton

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