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Definition der poetologischen Differenz



Titelträume sind die Vorboten unseres Umgangs mit Literatur. Die poetologische Differenz ist der Leitbegriff des tatsächlichen Umgangs mit Literatur. Die Voraussetzung der poetologischen Differenz liegt allem Kunstverständnis zugrunde, und der Leser eines literarischen Textes macht von dieser Voraussetzung Gebrauch, auch wenn er sich dessen nicht bewusst wird. Es geht also um die Bewusstmachung eines Sachverhalts, den wir automatisch befolgen, weil er in der Natur des literarischen Textes liegt. Diese Automatik nur anzuerkennen, reicht aber nicht aus, um zu einem vollen Kunstverständnis zu gelangen. Es kommt darauf an, sie zu durchdenken. Der Schlüssel zu ihr liegt in der poetologischen Differenz. Deren Definition lautet:
Die poetologische Differenz ist die Differenz zwischen der innerfiktionalen Begründung und der außerfiktionalen Begründung eines innerfiktionalen Sachverhalts.
      Diese Definition sei dreifach erläutert - am Beispiel der Erzählung Der Schneesturm von Puschkin, am Beispiel des Dramas Hamlet von Shakespeare und am Beispiel des barocken Emblems. Auf diese Weise wird die fundamentale Bedeutung der poetologischen Differenz für die Interpretation literarischer Texte sichtbar werden.
      In die Explikation des Schneesturms von Puschkin wird Dürrenmatts Kriminalroman Der Verdacht mit einbezogen und die Erörterung des barocken Emblems hat einen Seitenblick auf das Sonett An die Welt von Andreas Gry-phius nahe gelegt.
     

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