Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Schreiberlust und dichterfrust
Index » Schreiberlust und dichterfrust
» Zettels Traum im eigenen Zimmer

Zettels Traum im eigenen Zimmer



nflussreichen Schreibwerkzeugen, unentbehrlichen Hilfsmitteln und erschöpften Arbeitsräumen">
Von einflussreichen Schreibwerkzeugen, unentbehrlichen Hilfsmitteln und erschöpften Arbeitsräumen
Den Geruch der Tinte mag ich sehr. Fast riecht sie so nachtschwarz, wie sie schimmert, da im Tintenglas, aus dem ich meinen Füller fülle. Ob das die Worte, die ich gerade hinschreibe, beeinflusst? Ich weiß es nicht. Vielleicht merkst du ja einen Unterschied: Die eine Hälfte dieses Buches entstand an [ ... ]
Von Gänsen, Tintenkochern und Hermes in zweierlei Gestalt
Man weiß: Durch ihr Schnattern vertrieben Gänse schon Feinde und Diebe. Aber das Kratzen der Federkiele, die man jahrhundertelang zum Schreiben verwendete, vertrieb (laut Goethe) auch die poetischen Gedanken: »... denn es war mir einigemal begegnet, dass das Schnarren und Spritzen der Feder mich aus [ ... ]
Mit spitzem Bleistift oder mit einer Kombination
Ã"hnlich wie Peter Rühmkorf (geboren 1929) ein Schriftstellerleben lang - bis heute - mechanischen Schreibmaschinen mit all ihren Typen-Macken, so blieb schon Robert Walser (1878-1956) seinem »Fingergesetz« treu. Mit spitzem Bleistift schrieb er im Lauf der Zeit immer winzigere Buchstaben. Seine Nac [ ... ]
Das Buch in der Tasche
Kein Gewicht müssen Wörter in Notizbüchern haben. Man kann darin »Pfennigs Weisheiten« sammeln, wie Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) Gedankenblitze nennt. Man kann kleine Szenen festhalten, / I f -, Verse schmieden oder Bilder skizzieren, die einen beeindrucken, wie hier Gerhart Haup [ ... ]
Die lebendige Ordnung der Zettelkästen
Im Notizbuch stehen Ideen nach- und durcheinander. Um den Gedanken genügend Freiheit zu lassen und doch eine gewisse Ordnung zu geben, bedienten sich Dichter schon seit Jean Pauls Zeiten, also seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, gern des Zettelkastens. Eigentlich wurde er für Bibliotheken und Verw [ ... ]
Die täglich besuchte Schreiblandschaft
Arno Schmidt war es auch, der auf die Idee kam, einen sehr großen Schreibtisch, wie er ihn sich nie hätte kaufen können, einfach aus einer Sperrholzplatte sägen zu lassen. Mit viertelkreisförmiger Aussparung für den Schreibenden. Der Schreiner, bei dem er das anfertigen ließ, nannte die Idee »billig [ ... ]
Mönchszellen, chaotische Zimmer, Prunkräume und Dunkelkammern
So ein Arbeitszimmer des Dichters kann ein einfaches Denkgehäuse sein. Ganz schlicht richtete es sich Goethe ein. Fast kahl wirkt es bei Robert Menasse (geboren 1954), streng bei Elias Canetti (1905-1994). Nichts soll ablenken vom Denken und Ausdenken. So hielt es auch Gabriele D'Annunzio (1863-1938 [ ... ]



Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com