Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Schreiberlust und dichterfrust
Der Postbote muss vielleicht zweimal klingeln, bevor jemand öffnet, Regen oder Schnee versauen ihm manchmal den Tag. Aber hat er den letzten Brief in den Kasten gesteckt und die letzte Zeitung ausgetr
Index
» Schreiberlust und dichterfrust
» Vormittag eines Schriftstellers
» Kein Tag ohne eine Zeile

Kein Tag ohne eine Zeile



Obwohl Flaubert sehr langsam schrieb, vollendete er zahlreiche Werke, weil er fast jeden Tag und sehr lange arbeitete. Er folgte damit einem Motto, das schon die Antike dem Forscher zuordnete: »Nulla dies sine linea«, also »Kein Tag ohne eine Zeile«.
      Regelmaß, Fleiß, Disziplin, das scheint zum freien Künstler nicht recht zu passen, könnte ein Schriftsteller doch eigentlich ein unbürgerliches Lotterleben führen. Doch wie Flaubert empfinden es auch andere Literaten als eine Pflicht, das Beste zu geben, wobei selbstverständlich viel Lebenszeit verloren geht, aber manches wunderbare Kunstwerk gewonnen wird.
      150 Jahre nach Flaubert beschreibt der deutsche Roman- und Drehbuchautor Jurek Becker seinen Alltag so: »Das, was man Arbeitsrhythmus nennt, ist bei mir ziemlich beamtisch. Ich gehe möglichst früh in mein Arbeitszimmer, und dann sitze ich sechs, sieben Stunden, bis ich merke, dass die Konzentration nachlässt. Dann bin ich zwar nicht physisch erschöpft, aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich zu lange an etwas schreibe, hält das am nächsten Tag einer Prüfung nicht stand ... Ich schreibe also ziemlich regelmäßig und fast jeden Tag zur gleichen Zeit.«

 Tags:
Kein  Tag  ohne  eine  Zeile    





Impressum | Datenschutz

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com