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Schreiberlust und dichterfrust
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Vormittag eines Schriftstellers


Der Postbote muss vielleicht zweimal klingeln, bevor jemand öffnet, Regen oder Schnee versauen ihm manchmal den Tag. Aber hat er den letzten Brief in den Kasten gesteckt und die letzte Zeitung ausgetragen, hat er frei: Feierabend! Er kennt seine Strecke im Schlaf, jedes ein

zelne Haus und manchmal sogar die Bewohner. Vor allem, wenn es Schriftsteller sind, denn die bekommen viel Post und sind fast jeden Tag daheim. Garantiert fragt er sich manchmal, wie die wohl leben und arbeiten. Schließlich haben sie ja auch indirekt mit Post zu tun, denn Bücher sind, wie Jean Paul schreibt, eigentlich nur längere Briefe an Unbekannte.


Autoren sind immer im Dienst
Wer nach dem Alltag des Schriftstellers fragt, bekommt tausend Antworten. Jeder folgt eigenen Gewohnheiten, die sich oft genug im Laufe der Jahre ändern. Das liegt daran, dass die allermeisten von ihnen so genannte freie Autoren sind und selbstständig arbeiten. Ihnen diktieren keine Chefs und keine [ ... ]
Fleißige Einsiedler im Dienst der Literatur
Konsequent handelte schon im 19. Jahrhundert Gustave Flaubert, stellte er doch sein ganzes Leben unter das Gesetz der Literatur und des Schreibens. Er hatte zwar nicht wenige Freunde und Freundinnen, aber er sah sie nicht oft, weil er lieber ungestört mit seinen Büchern leben wollte. Besuche empfing [ ... ]
Kein Tag ohne eine Zeile
Obwohl Flaubert sehr langsam schrieb, vollendete er zahlreiche Werke, weil er fast jeden Tag und sehr lange arbeitete. Er folgte damit einem Motto, das schon die Antike dem Forscher zuordnete: »Nulla dies sine linea«, also »Kein Tag ohne eine Zeile«. Regelmaß, Fleiß, Disziplin, das scheint zum frei [ ... ]
Zusammen denken, allein schreiben
Routine und Rituale können sehr helfen, sich in produktive Laune zu versetzen: Die Schreibfeder tanzt über das Papier, die Finger fliegen über die Tastatur, der Bildschirm wird fast zugeworfen mit Buchstaben. Wichtig ist es, die richtige Routine, die richtigen Rituale für sich zu finden. Wie Flauber [ ... ]
Schreiben im Cafe oder Hotel
Andere Autoren suchen Orte voller Gespräche auf, ohne doch selbst welche führen zu wollen. Die Geräuschkulisse, die vielen Menschen, das Kommen und Gehen in einem Cafe oder einer Kneipe regt sie an, wogegen die Einsamkeit am Schreibtisch sie manchmal sogar hemmt. »Cafehaus-Literaten« schimpfte man v [ ... ]
Gestohlene Stunden und gewonnene Zeit: Der Alltag von Autorinnen
Wenn dagegen die Dichterin und Erzählerin Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) im Cafe schrieb, bedeutete es für sie eine kleine Flucht aus dem Hausfrauen- und Mutteralltag. Sie verstand es als wichtigste Aufgabe, für die Familie da zu sein. Ihre literarischen Werke entstanden so zuweilen in gestohlene [ ... ]
Was tun Autoren, wenn sie nicht schreiben'.
So leicht und mit so viel Selbstironie erzählen Autorinnen von ihrem Alltag. Dabei ist es eigentlich klar, dass Dichter nicht 24 Stunden am Tag schreiben können. Natürlich müssen sie auch einmal nachdenken. Sie müssen oft recherchieren, wenn ihre Bücher unbekannte Themen behandeln. Sie müssen mit ih [ ... ]
Warten und Korrigieren und das »Mühlrad der Tage«
Und dann gibt es noch zwei Aufgaben, die den Alltag der Autoren bestimmen: das Korrigieren und das Warten auf Einfälle. Es gibt zwar diejenigen, die druckreif formulieren und Romane in wenigen Tagen vollenden, doch die meisten kennen das Phänomen, dass es nicht vorwärtsgeht. Und im Gegensatz zu eine [ ... ]

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