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Die mächtige Triebkraft der Psyche



Eines der wichtigsten literarischen Aufputschmittel ist freilich die Seele selbst: Trauer, Wut, Verzweiflung und die Liebe, ob glücklich oder unglücklich. Wie viele Gedichte, Romane und Dramen verdanken sich ihr! So inspirierte eine einseitige, unglückliche Liebe fantastische Werke wie E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der goldene Topf«. Hoffmann verliebte sich nämlich in seine 13-jährige Gesangsschülerin Julia Marc. Sie fand ihn nett, aber er hatte schließlich eine Ehefrau und war sehr viel älter. Als sie dann an einen Mann verheiratet wurde, den Hoffmann für äußerst gewöhnlich, unkünstlerisch und unpassend für seine Angebetete hielt, litt er sehr. Hoffmann dachte an Selbstmord und malte sogar Pistolen als Zeichen dafür in sein Tagebuch. Doch dann fand er im Schreiben die Rettung: »Göttliche Ironie! - herrlichstes Mittel, Verrücktheiten zu bemänteln und zu vertreiben, stehe mir bei! ...

     
Jetzt wird es Zeit, ernsthaft in litteris [literarisch] zu arbeiten.« Eine unerfüllte Liebe löste auch Goethes Roman »Die Leiden des junge Werthers« aus, der Roman »Königliche Hoheit« von Thomas Mann dagegen verdankte sich seiner glücklichen Verbindung mit Katia Prings-heim. Schade nur, dass man die Liebe nicht nach Belieben herbeirufen kann, wenn man Schreibanregung benötigt!

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