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Die Bedeutung von Vorüberlegungen und wie sie fehlschlagen können



Wenn mir mal wieder die Zeit davonläuft, wenn ich die Gliederung eines Buches zum zehnten Mal ändere oder wenn ich statt in Bamberg in Amberg lande, obwohl ich doch in jedem Fall vorher die Termine, das Buch, die Reise gut geplant habe, dann denke ich an eine Strophe von Bertolt Brecht :

Ja, mach nur einen Plan
Sei nur ein großes Licht.
      Und mach dann noch 'nen zweiten Plan,
Geh'n tun sie beide nicht.

      Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug

Doch sein höh'res Streben
Ist ein schöner Zug.
      Das tröstet mich, zumal die Melodie so schön ist wie der Text. Bertolt Brecht ist nicht der einzige Autor, der ein Lied von gescheiterten Plänen singen kann, und trotzdem planen Autoren weiter ihre Bücher; teilweise sogar sehr genau und direkt malerisch. Dabei scheint exakte Planung eher für Architekten, Ingenieure und Softwareentwickler wichtig zu sein. Sollten Autoren nicht eher so vorgehen wie Charlotte Bronte es in der Einleitung zu ihrem Roman »Julia« beschreibt?

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