» » » Über Bücher, die Junge kriegen, und über unsterbliche Serienhelden
Über Bücher, die Junge kriegen, und über unsterbliche Serienhelden
Bücher sind gesellige Einzelgänger. Jedes für sich ist einzigartig und doch findet man es auf Regalen zusammen mit vielen anderen Büchern. Noch dazu schreiben ihre Autoren eins nach dem anderen. Am Ende seines Schriftstellerlebens kann sie ihr Verfasser dann zufrieden im Regal betrachten, wie sie da eine ganz schön bunte Reihe bilden. Da stehen zum Beispiel ein Sachbuch über moderne Kunst, eine Geschichte der Kindheit, fünf Liebesromane, ein Tagebuch, drei Kurzgeschichtensammlungen, ein Krimi, zwei politische Satiren und ein Lebensrückblick. Der Autor selbst und seine Leser erkennen zu diesem Zeitpunkt vielleicht, dass die verschiedenen Bücher sich untereinander ähneln, in der Schreibweise, in der Komposition oder in ihrer Stimmung: Aus den einzelgängerischen Werken hat sich, manchmal beabsichtigt, manchmal unbeabsichtigt, ein Gesamtwerk gebildet.
|