Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Schreiberlust und dichterfrust
Index » Schreiberlust und dichterfrust
» Farewell, My Lovely

Farewell, My Lovely



Über Ge
burtshelfer, Schlusspunkt-Glück und den schweren Abschied
Über zwei Jahre hinweg entstand mein Buch. Die einzelnen Kapitel schrieb ich in recht zufälliger Reihenfolge. Das Schlusskapitel hob ich mir aber bis zuletzt auf, denn hier geht es um das gar nicht so einfache Beenden eines Buches. Weil ich es selbst gerade vor mir habe, kann ich sehr genau verstehe [ ... ]
Die Gedanken an die Kritiker
Ich fühle mich auf einmal hin- und hergerissen. Natürlich bin ich glücklich, dass ein Ende abzusehen ist. Ich freue mich sogar auf dieses Kapitel besonders, weil darin ein paar meiner Lieblingsautoren und ein paar meiner Lieblingsgeschichten vorkommen. Gleichzeitig beschleicht mich ein wenig Angst: [ ... ]
Nichts Unfertiges aus der Hand geben
Paul Valery meinte: »Ein Werk wird nie beendet, nur aufgegeben.« Die Gründe, trotzdem aufzuhören, liegen für Valery außerhalb der Bücher und außerhalb des Autorenwillens. Er ist überzeugt, »dass ein Werk niemals anders als durch einen äußeren Anlass beendet wird wie Müdigkeit, Zufriedenheit, den Zwa [ ... ]
Zu Tode verbessern
Ich muss bei solchen Geschichten, und es gibt viele ähnliche, immer an eine Erzählung von Balzac denken: »Das unbekannte Meisterwerk«. Ein junger Maler hört darin von einem hochberühmten Kollegen, der sein bestes Bild niemanden sehen lasse, weil es an einigen Stellen noch nicht ganz fertig sei. Es g [ ... ]
Leichen-Entsorgung und Lob des Fragments
Was aber tun Autoren, die an einem Werk verzweifeln, die an ihrer Aufgabe rettungslos scheitern? In jedem Maleratelier finden sich halb fertige Bilder und in jedem Komponistenzimmer unvollendete Stücke. Vielleicht verließ den Künstler die Lust, vielleicht fehlten ihm die richtigen Ideen, vielleicht [ ... ]
Hausgeburt oder professionelle Geburtshilfe?
Jules Verne konnte sich das Endprodukt sehr schwer vorstellen, solange sein Werk nur handschriftlich vor ihm lag. Deshalb war seine Vorgehensweise eine ganz eigene. Am Anfang eines Romans stand eine Idee, die er kurz aufschrieb. Dann folgte die Recherche, die oft langwierig war und hin und wieder un [ ... ]
Die zwiespältigen Gefühle nach der Geburt
»Die Buchgeburt«, so sollte mein Buch ursprünglich einmal heißen, weil so viele die Entstehung eines Buches mit der Zeugung, dem Wachstum und dem Gebären eines Kindes vergleichen. Für das Ende einer Schriftstellerarbeit stimmt der Vergleich sehr oft: Geburt nach einer langen Zeit der Schwangerschaft [ ... ]
Medizin gegen Wochenbett-Depressionen und die Suche nach einem Titel
Es dauert immerhin in der Regel eine Zeit, bis die Figuren sich ganz auflösen, denn der Autor hat noch mit ihnen zu tun, bis der Verlag das Buch endgültig drucken und dann ausliefern kann. Und selbst dann noch werden Briefe von Lesern kommen, die etwas wissen oder einfach ihre Bewunderung ausdrücken [ ... ]
Radikale Zweifel und radikale Lösungen
Naht in so einem Moment nicht nur das Ende des Buches, sondern auch das des eigenen Lebens, sieht ein Autor sein Werk besonders kritisch an. Franz Kafka setzte sterbenskrank sein Testament auf. Seinen Freund Max Brod bat er, alles Literarische und sogar seine Kritzeleien zu verbrennen. Im Nachlass b [ ... ]
Der kurze Abschied
Es ist nun Zeit, Abschied zu nehmen: vom Buch und von dir, liebe Leserin und lieber Leser. Diese vertraute Anrede erlaube ich mir, weil alle, die mir bis hierher gefolgt sind, keine Fremden mehr sind, schon gar nicht im Reich der Literatur. Du weißt inzwischen viel über das seltsame Handwerk des Büc [ ... ]



Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com