Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Schreiberlust und dichterfrust
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Brotlose Kunst



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Wie das Geld die Literatur beeinflusst
In den USA gibt es seit einer Reihe von Jahren wieder ein Phänomen, das sich »working poor« nennt. Es bedeutet, dass Menschen einen Job haben, manchmal sogar zwei oder drei und trotzdem damit nicht genug verdienen. Sie bleiben arm, können kaum überleben. Manche schuften 18 Stunden, doch weil die Mie [ ... ]
Der arme Poet - eine Dauereinrichtung
Schriftsteller kennen das Problem besser, als ihnen lieb ist, wenn auch oft nicht ganz so drastisch. Damit es anschaulich wird, nehme ich mal ein Beispiel, das ich gut kenne: Als ich 1999 mein erstes Buch zusammen mit meiner Frau schrieb, bekamen wir vom Verlag bei Vertragsab-schluss 2500 Euro dafür [ ... ]
Warum es wichtig ist, bei Literatur an Geld zu denken
Den Lesern könnte es eigentlich egal sein, wie viel Schriftsteller verdienen, schließlich wollen sie einfach gute, spannende, neuartige Bücher lesen. Doch genug Geld zu haben oder eben nicht kann Bücher beeinflussen und verändern. Hat der Autor genug Zeit, alles genau zu überlegen, alles herauszufin [ ... ]
Ein Beispiel aus den USA: Raymond Carver
Als Raymond Carver, der inzwischen berühmte und wohlhabende Autor von Short Storys und Gedichten, einmal gefragt wurde, warum er diese beiden Gattungen gewählt habe, stellte er ganz klar die Bedeutung des Geldes heraus. Von Anfang an habe es sein Schreiben beeinflusst und der Mangel an Geld habe sei [ ... ]
Wie sich das Verhältnis zwischen Autor und Geld entwickelt hat
Als vor dreitausend Jahren Dichter über die Irrfahrten des Odysseus oder über die Heldentaten des Achill sangen, da unterschied sich ihre Rolle nicht so sehr von der eines Priesters. Tausend Jahre lang hielt man sie häufig für eine Art Sprachrohr der Götter. Geld bekamen nur die berühmten Theaterdic [ ... ]
Ein Brotberuf als Zwang oder als Basis für freies Schreiben
Die meisten freien Autoren und Autorinnen blieben in aller Regel abhängig von ihren Verlegern und dazu arme Schlucker - bis heute. Ein Grund lag auch darin, dass Kunst und Geld immer wieder geradezu als Gegensätze gesehen wurden. Die Literatur sollte nicht eine beliebige Ware sein wie ein Pfund Fisc [ ... ]
Schreibt man fürs Publikum, für sich oder für die Nachwelt?
Wenn jemand einfach Spaß an der Literatur hat, könnte er auch nur für sich allein schreiben: Kein Lektor, kein Verleger, kein Kritiker, kein Leser beschwerte sich über seine Zeilen. Er hätte sogar noch die Hoffnung, dass vielleicht die Nachwelt seine Werke zufällig finden könnte und er nach seinem T [ ... ]
Die Vorteile und die Bedingungen von Auftragswerken
Da scheint es doch gar nicht so schlecht, wenn man einen klar definierten Auftrag bekommt, also in etwa: Bitte schreiben Sie mir einen Roman mit 24 Kapiteln und 256 Seiten, in dem ein Unfall vorkommt. Das klingt erst einmal nicht nach Kunst. Schließlich ist ein Autor kein Schreiner, der 37 Sprossenf [ ... ]
Kunst am laufenden Band
Bücher wie am Fließband zu schreiben muss auch nicht bedeuten, dass es sich dabei nicht um Kunst handelt! Der französische Autor Honore de Balzac beispielsweise schrieb vor über 150 Jahren in unerhörter Geschwindigkeit Roman um Roman, die er seinen Verlegern vertraglich zugesichert hatte. Sein Leben [ ... ]
Die Macht der Leser
Natürlich hatte er auch Glück, denn seine Art zu schreiben traf den Geschmack der Leser und entsprechend gut verdiente er. Schnell war er zu so etwas wie einer Marke geworden. Die Leute lasen Dickens, wie man heute eine bestimmte Jeans trägt oder ein bestimmtes Auto bevorzugt. So ein Markenbewusstse [ ... ]
Das Ende der Bescheidenheit
Statt nur zu hoffen, kann man auch etwas tun. So hat sich Heinrich Böll im Jahr 1969 vorgestellt, was eigentlich geschähe, wenn alle Autoren in Deutschland streikten: jeder Drehbuchschreiber, jede Sachbuchautorin, jeder Lyriker, jede Romandichterin, jeder Dramatiker, jede Kinderbuchautorin, jeder Hö [ ... ]

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