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Schreiberlust und Dichterfrust
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Schreiberlust und Dichterfrust


Bücher gibt es fast so viele wie Sterne. Wie wir uns am Nachthimmel erfreuen, so freut uns die Menge der Bücher. Und obwohl uns Sterne wie Bücher gefallen, obwohl wir sie von klein auf kennen, wissen wir doch wenig über ihre Entstehung. Geheimnisvoll sind sie da, am Nachthimmel oder in der Buchhandlung. Wie Sterne entstehen, kann ich leider nicht so gut erklären, aber ich weiß, dass die Entstehungsgeschichte von Büchern abenteuerlich

, komisch, merkwürdig und wohl genauso interessant ist wie die der Sterne. Dieses Buch entstand zum Beispiel, weil mein Literaturagent Uwe-Michael Gutzschhahn (dem ich herzlich dafür danke) 2002 eine ungefähre Idee für ein Jugendbuch hatte; damals nannte er es noch »Literaturgeschichte«. In knapp 15 Minuten besprachen wir das Ganze zwischen zwei Terminen auf der Buchmesse in Frankfurt. Und gleich danach ließ mir die Idee keine Ruhe mehr - ein Buch über das Schreiben von Büchern! Wie schön! Erste Themen fielen mir ein: »Heimlich schreiben«, »Ein Zimmer für sich allein«, »Schöpfungsgeschichten«. Drei Monate später stand ein Plan auf dem Papier, mit 28 Kapitelvorschlägen. Wieder ein paar Monate später, in denen viele andere Dinge zu tun waren, hatte ich ein erstes Kapitel fertig geschrieben. Das gefiel und also nahm der Hanser Verlag mein Buchprojekt an.


Weil ich muss
[...]
- Geheimnis und Fleiß
- Warum schreibt man?
- Warum man schreibt und wie einen die Inspiration anfällt
- Mein Ziel
- Der Einfall als Anfall

Die zwölf Holzsoldaten
Bestimmte Werke können nur von jungen Leuten geschrieben werden. Georges Simenon Niemand wird als Schriftsteller geboren, allerdings auch niemand als Ingenieurin oder Erzieher oder Pilotin. Es wäre s [...]
- Autoren als Werksspione oder Schreibenlernen durch Lesenlernen
- Ein Mädchen und die streikende Tod
- Schreiben spielen: Die Bronte-Geschwister
- Literaten: Schlechte Schüler, die viel lernen
- Pflicht und Kür

Die Karte der »Schatzinsel«
Wie man zu seinem Stoff kommt Sieben geheimnisvolle Eichenkisten, mit Eisen beschlagen, stehen auf dem Dachboden einer Kirche in England. Eines Tages, Mitte des 18. Jahrhunderts, sprengt man die Schl [...]
- Das geistige Eigentum und seine Grenzen
- Die Bedeutung des Stoffs
- Findeglück und Fälschung
- Ein Psychologe seiner selbst: Karl Philipp Moritz und sein »Anton Reiser«
- Der Stoff findet seinen Autor: Die Karte der »Schatzinsel«

Eigenwillige Figuren
[...]
- Geliebte undgehasste Figuren
- Verzweifelte Figuren
- Die Taufe ist die halbe Miete
- Geburt und Existenz von Buchpersonen sowie einige Bemerkungen zum Stil
- Stil, das ist die Kunst, Worte richtig und schön zu setzen

Ich ist ein anderer
Über Autoren als Verwandlungskünstler, über das Erzählen in Büchern und die seltsame Verführung durch das kleine Wort »ich« Wenn der Tag schon damit anfängt, dass du verschlafen hast, dass du dir di [...]
- Karl Mays Verwechslung von Ich und »Ich«
- Die Besonderheiten des Ich-Schreibens
- Autoren als Verwandlungskünstler
- Goethes Ersatzlösung
- Erzählen im Alltag und im Buch

Sieben Jahre Ferien
Wie lang Bücher werden und welche Form sie haben Wenn mich jemand fragt, was ich von Beruf bin, muss ich oft kurz nachdenken, weil es so viel Verschiedenes ist. Ich schreibe für Zei [...]
- Umwege und hilfreiche Fehleinschätzungen
- Schreiben nach Normen und dem Gesetz der Moden
- Neue Form, neues Glück
- Baukasten-Literatur und hilfreiche Modelle
- Sind nur Romane richtige Bücher?

Ja, mach nur einen Plan
[...]
- Ãober Fehler, die Autoren unterlaufen
- Arbeits-ZZeitplan von Paul Maar
- Vergnügliche Planlosigkeit und geisterhaftes Diktieren
- Je komplizierter die Handlung, umso wichtiger der Plan
- Die Bedeutung von Vorüberlegungen und wie sie fehlschlagen können

Der Autor auf der Lokomotive
Über Realismus, Glaubwürdigkeit, Details und die nötige Abweichung Sehr viele Autoren schreiben irgendwann ein literarisches Werk über ihr Leben. Ob sie es in einen Roman verwandeln, in dem sie Orte, [...]
- Das Problem der Glaubwürdigkeit
- Der Kampf um die Wirklichkeit in der Kunst
- Der Zauber der Details
- Die Recherche: Von teilnehmender Beobachtung, Tratsch und ausführlicher Lektüre
- Das Unrealistische der Wirklichkeit

Vormittag eines Schriftstellers
Der Postbote muss vielleicht zweimal klingeln, bevor jemand öffnet, Regen oder Schnee versauen ihm manchmal den Tag. Aber hat er den letzten Brief in den Kasten gesteckt und die letzte Zeitung ausgetr [...]
- Zusammen denken, allein schreiben
- Schreiben im Cafe oder Hotel
- Was tun Autoren, wenn sie nicht schreiben'.
- Kein Tag ohne eine Zeile
- Autoren sind immer im Dienst

Zettels Traum im eigenen Zimmer
[...]
- Das Buch in der Tasche
- Von einflussreichen Schreibwerkzeugen, unentbehrlichen Hilfsmitteln und erschöpften Arbeitsräumen
- Mit spitzem Bleistift oder mit einer Kombination
- Von Gänsen, Tintenkochern und Hermes in zweierlei Gestalt
- Die täglich besuchte Schreiblandschaft

Heimlich schreiben
[...]
- Ein mexikanisches Phantom
- Falsche oder neue Namen und ihre Auswirkung aufs Schreiben
- Über das freie Schreiben unter falschem Namen
- Der Widerstand sowjetrussischer Autoren
- Das Werk ist sich selbst genug. Oder?

In einem Zug oder »writer's block«?
[...]
- Konzentration ist fast alles
- Eine fehlende Rubrik im Guinness-Buch der Rekorde
- Das berauschende Glück des Schreibens in einem Zug
- Der Schreibrausch als Wunder und als nüchterne Angelegenheit
- Vom Rausch und der Qual heim Schreiben

Sex and Drugs and Rock'n'Roll
[...]
- Wie Autoren sich von Rauschmitteln anregen lassen
- Treibstoff und Teufel Alkohol
- Die mächtige Triebkraft der Psyche
- Bewusstseinserweiterung und Kontrollverlust
- Muschelgebäck und alte Ã"pfel

Brotlose Kunst
[...]
- Warum es wichtig ist, bei Literatur an Geld zu denken
- Kunst am laufenden Band
- Ein Beispiel aus den USA: Raymond Carver
- Schreibt man fürs Publikum, für sich oder für die Nachwelt?
- Die Macht der Leser

Fortsetzung folgt lebenslänglich
[...]
- Helden, die älter werden dürfen
- Unsterbliche Figuren - die Serienhelden
- Was geschieht nach der letzten Seite?
- Immer das gleiche neue Buch
- Über Bücher, die Junge kriegen, und über unsterbliche Serienhelden

Schöpfungsgeschichten
[...]
- Ein eigenes Territorium von der Größe einer Briefmarke
- Die langsame Entstehung von Mittelerde
- Was der Leser wissen muss
- Die Grenzen der Parallelwelt
- Neue Welten und das Fantastische

Umleitung
[...]
- Das Weinen des listenreichen Odysseus
- Über den Reiz unendlichen Erzählens
- Die rettende Unterbrechung
- Der Spaß am Missverständnis und an der Abschweifung
- Eine Handschrift voll Geschichten

Farewell, My Lovely
[...]
- Nichts Unfertiges aus der Hand geben
- Leichen-Entsorgung und Lob des Fragments
- Über Geburtshelfer, Schlusspunkt-Glück und den schweren Abschied
- Hausgeburt oder professionelle Geburtshilfe?
- Zu Tode verbessern


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