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Romane der weimarer republik
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VERACHTUNG UND GUTE



Aber, Herr Heinrich Mann: eure Zeit i
stjetzt vorbei.
Als fiir Friihjahr 1932 die Wahl des Reichsprăsidenten ansteht, schreibt Kurt Hiller in der ,Weltbuhne': "Takt und eine Notverordnung verbieten, des breitern darzulegen, warum der Generalfeldmarschall (...) unsereinem nicht geeignet scheint, die Nation zu fiihren." Und um die Wiederwahl eben d [ ... ]
Ein deutscher Zola
In der Tat: Heinrich Mann gilt damals, bewundert oder angefeindet, als der geistige ReprÄfsentant der Weimarer Republik. Er gilt als derje-nige, der am radikalsten mit dem Kaiserreich abgerechnet hat -sowohl Becher als auch Bloem beziehen sich ja auf das Werk mit dem programmatischen Titel ,Der Unte [ ... ]
Der Meister, der uns alle schuf
Heinrich Mann gilt als eine integre und integrierende Figur des offentlichen Lebens der Weimarer Republik. Das kommt folglich auch in den AktivitÄften Heinrich Manns im Literaturbetrieb der Zeit zum Ausdruck: Kaum ein Aufruf, den er nicht zu unterschreiben hat, kaum eine Umfrage, bei der nicht seine [ ... ]
,Bronzene Munzen auf Marmor'
Karl Justus Obenauer schreibt 1933 in seiner nicht unangreifbaren, aber hochst anregenden Studie zur .Problematik des Äfsthetischen Menschen in der deutschen Literatur' iiber die Briider Mann: 'Da wo Thomas Mann langsam, iibergrundlich und beschaulich dem ruhigen Studium der Auflenwelt verschrieben [ ... ]
Schreiben vs. Boxen
In den gegen Ende der Weimarer Republik erschienenen Romanen unternimmt er es, explizit auf die Unterhaltungsbediirfnisse einzu-gehen, die populÄfren Formen zu adaptieren - gleichwohl aber seine Perspektive der Geistigkeit und MoralitÄft, der Verachtung und Giite, des Zweifels und Glaubens darin ein [ ... ]
Lehre fur die Jugend
Worum geht es bei der grofien Sache? Oberingenieur Birk, 57 Jahre alt, ein 'Entdecker und Pionier, noch aus dem heroischen Zeitalter der Technik" (S. 273), ehedem durch ererbtes Vermogen und eigene Erfolge wohlhabend, durch die Inflation jedoch verarmt, hatte 'als Kapitalist ausgelitten und erwacht [ ... ]
Verachtung und Gute: Sinnlichkeit
In beidem wird deutlich, wie Heinrich Mann die Jugend dieser Zeit sieht. Er halt sie fur genul?siichtig und oberflÄfchlich, unreif und ohne Perspektive. Das benennt der Roman explizit. Gleich eingang heilk es von Emanuel: 'eine Art Bewegungsrausch half dem Jungen hinweg iiber die Existenzangst" (S. [ ... ]

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