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Roman aus Hitlerdeutschland« (I942) - Anna Seghers: »Das siebte Kreuz.



Drama der Flucht und der Menschenjagd

Im Nachwort zur Ausgabe des Romans im Berliner Verlag Volk und Wissen in ebendem Jahr, da Anna Seghers aus dem mexikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrte, 1947, vermißt Wieland Herzfelde die restlose Aufdeckung des »Teuflischen im Faschismus« und das »hohe Lied auf die revolutionäre Kraft und Solidarität«. In der Tat, einen Hymnus im verherrlichenden Stil eines »sozialistischen Realismus« stimmt die Autorin, die später zur Galionsfigur der Literatur in der DDR aufrücken sollte, in dem erstmals in den USA erschienenen Roman nicht an. Sie hat auch nach der Ausbürgerung aus dem nationalsozialistischen Deutschland die Bodenhaftung nicht verloren, hat ihre Wahrnehmung von Wirklichkeit nicht zugunsten der Ideologie, ihre erzählerische Darstellung nicht zugunsten des Literaturdogmas preisgegeben. Das sichert diesem Roman über die Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Unterdrückung seine unvergleichliche Anschaulichkeit.
      Sieben Häftlinge sind aus dem rheinhessischen Konzentrationslager Westhofen ausgebrochen. Nur einem, Georg Heisler, wird die Flucht gelingen. Im Lager hat der Kommandant Fahrenberg die Kronen von sieben Platanen kappen und gegen die stehen gebliebenen Stämme in Schulterhöhe Querbretter nageln lassen, so daß die Stämme nun Kreuzen gleichen. Jeden Tag führt er dem Lager die wieder eingefangenen Häftlinge vor; sie werden so gegen die mit Nägeln gespickten Stämme gestellt, daß sie sich nicht anlehnen können. Alle sieben Stämme, so schwört der Kommandant, würden binnen einer Woche besetzt sein. - Fast überdeutlich besteht das Kreuzsymbol auf der Parallele des Martyriums der Häftlinge zur christlichen Passion.
      Im nationalsozialistischen Ãoberwachungsstaat, in dem die Gestapo mit ihrer unbeschränkten Macht die Menschen einschüchtert, sie durch das Denunziationsgebot zu demoralisieren versteht und notfalls den Verrat durch die Folter erzwingt, wird die Verfolgung zur Jagd, die Fluchtgeschichte zu einer Kette von Abenteuern auf Leben und Tod. Anna Seghers, Kleistpreisträgerin des Jahres 1928, ist nach Erzählungen wie »Aufstand der Fischer von St. Barbara« , nach Romanen wie »Kopflohn. Roman aus einem deutschen Dorf im Spätsommer 1932« und mit Zeugnissen der Fabulierkunst wie den »Schönsten Sagen vom Räuber Woynok« bereits eine zu versierte Erzählerin, um sich bei dieser Fluchtgeschichte die Möglichkeiten der Spannungserzeugung entgehen zu lassen. So wird die Flucht- und Verfolgungshandlung immer wieder an kritischen Punkten durch Neben-, Parallel- oder Ergänzungsstränge unterbrochen.
      Requisiten wie die Manchestersamt-Jacke eines Gärtnerlehrlings, die Heisler findet und anzieht, oder der Mantel, den ihm der ebenfalls geflohene Artist Belloni hat zukommen lassen, auch die verwundete und verbundene Hand - also Merkzeichen für die Beschreibung der Fahnder sind wie ein kriminalistisches Netz ausgelegt, das den Flüchtling jederzeit einfangen kann. Die Häscher verfolgen seinen Weg nach Mainz und dann nach Frankfurt, wo er zuletzt gearbeitet und gewohnt hat. Die Gefahr, erkannt zu werden, hängt wie ein Damoklesschwert über ihm; dort, wo er Unterschlupf findet, lassen ihn die Angst vor Entdeckung und Alpträume nicht zur Ruhe kommen. In den ersten Minuten nach dem Ausbruch »war er nur ein Tier«, heißt es anfangs; ein gehetztes Wild bleibt er bis zum Schluß.
      Ein Schriftsteller wie Hermann Kesten wäre bei diesem Stoff der Verführung zur Kolportage erlegen. Gegen solche Versuchung ist die Autorin des Romans »Das siebte Kreuz« gefeit. So wird das Problem des Span-nungsaufbaus auch zu einer Frage des erzählerischen Rangs. Nie bleibt das Spannungsfeld des Romans eine bloß laborhafte, fleischlose Konstruktion, die sich erfüllt in der Aufgabe, den Leser zu fesseln, aufzuregen und mit nervöser Neugier dem weiteren Verlauf entgegenfiebern zu lassen. Vielmehr ist die Fluchthandlung ausgelegt wie ein magnetisches Band, das Nebenhandlungen, Nebenfiguren, zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte und -konflikte, Situationen der Hoffnung und der Enttäuschung, des erotischen Begehrens und der Entsagung, jahreszeitliche Bilder von Landschaften, Szenen der Land- und Fabrikarbeit, kurz: eine kaleidoskopische Fülle des Lebens an sich zieht.
      Auch die Nebenfiguren erhalten ihre eigene Biographie oder doch eine eigene Geschichte. Manchmal scheint die Verbindung zur Chronik des Leidens und der Flucht allzu locker geknüpft, wie etwa bei den Episoden vom Schäfer Ernst, der sich niemals ernsthaft bindet, sich von Frauen und Mädchen verwöhnen läßt, die diesem Don Juan im Schäferkostüm nach-laufen und die Nächte versüßen. Aber bald wird deutlich, daß diese Figur keine blinde Stelle im Kompositionsgefüge des Romans ist. Sie markiert einen Gegensatz zur Daseinsentscheidung der Häftlinge, der Flüchtlinge und ihrer Helfer, nämlich die gänzlich unpolitische, nur auf das eigene Wohlgefühl bedachte Haltung, eine - im Sinne der alten idyllischen Schäferpoesie - zeitferne Daseinsform.
      Die Zeit aber ist eine Zeit des Unrechts, der Diktatur, in der die Schergen des nationalsozialistischen Systems sich gebärden wie lauter Statthalter des Diktators. Das sind im Konzentrationslager die Wachmannschaften der SA und die SS-Führer, in der Verfolgung der geflohenen Häftlinge die Beamten und Spitzel der Gestapo. Das Vernehmungskalkül der im Lager ermittelnden Kriminalkommissare, die Delinquenten in Fallen zu locken, ist von feinerer Art als die Brachialmethoden der SS. Aber die men-schenverächterische Ãoberzeugung, es mit »Volksschädlingen« zu tun zu haben, ist auf beiden Seiten die gleiche. Und die Funktionäre des Systems selbst sind nur Figuren auf dem Schachbrett der Macht. Das Debakel des Ausbruchs von sieben Häftlingen bringt den Kommandanten Fahrenberg um sein Amt, sein Nachfolger Sommerfeld regiert nüchterner als der unbeherrschte Fahrenberg, aber auch hinterhältiger. Was zählt, ist die reine Effektivität.
      Der Roman demonstriert zwar das Unterdrückungssystem an seinen Handlangern und Mitläufern, läßt sich aber kaum genauer auf die Konzepte der nationalsozialistischen Weltanschauung ein. Das gilt in ähnlicher Weise auch für das Gegenlager. Zwar gibt Wallau, Heislers Vorbild, nach der Flucht wieder ergriffen und schließlich zu Tode gequält, im Verhör zu, dem Spartakusbund im Monat nach seiner Gründung beigetreten zu sein, also der auf einen demokratischen Kommunismus setzenden Gruppe, deren Programm Rosa Luxemburg formulierte. Aber nirgendwo im Roman wird eine Parteitheorie erörtert; was wiegt, ist die Bewährung der Zusammengehörigkeit im Kampf für soziale Gerechtigkeit und im Widerstand gegen das Hitlerregime. Der Roman hält sich also mit seinem Geschehen und seinen Figuren von der Ideologie fern und konzentriert sich auf das konkrete Handeln der Menschen. So entsteht große Realitätsdichte.
      Zu ihr trägt der Verzicht auf jegliches retuschierende Erzählen, auf den Entwurf widerspruchsfreier oder blind-tapferer Helden bei. Heisler ist keine Figur aus dem Bilderbuch selbstloser Revolutionäre. Er hat seinen Freund Franz, mit dem er als Arbeitsloser Zimmer und Brot teilte, hintergangen, hat ihm die Freundin Elli abspenstig gemacht, sie geheiratet unddie Schwangere schon bald betrogen. Und zu einem ganz eigenen Nebenstrang der Romanhandlung entwickeln sich die Versuche des Freundes Franz, der immer noch geliebten, längst geschiedenen Elli wieder näherzukommen.
      Die Helfer auf der Flucht tun sich nicht durch Lippenbekenntnisse hervor. Sie haben sich nach dem Verbot der demokratischen Parteien und der Festigung des Hitlerregimes mit der Wirklichkeit der Diktatur arrangieren müssen. Und es kennzeichnet diese Wirklichkeit, daß einer der Brüder Heislers der SA beigetreten ist und daß man seinem inzwischen herangewachsenen Sohn Hoffnung macht, einmal zur »Elite der Nation«, zur SS, gehören zu dürfen. Doch die wahren Freunde haben sich nicht so weit ins Wegschauen eingeübt, daß sie sich im Ernstfall, bei seinem Auftauchen nämlich, in Ausreden flüchten. Gerade der Mann, der die entscheidenden Verbindungen knüpft und so zum Knotenpunkt für die Rettung Heislers wird, der Schulfreund Röder, ist Heisler auf seinem politischen Weg nicht gefolgt, womit auch die Unzertrennlichkeit der beiden endete. Als ihn der Flüchtige in Frankfurt aufsucht, weiß er nicht einmal von dessen KZ-Haft. Während Heisler beim Geräusch von Schritten auf der Treppe zur Wohnung noch einmal klar wird, in welche Gefahr er seinen früheren Freund und seine Familie bringt, beginnt Röder vertrauensselig von der neuen Zeit zu schwärmen, von der Bevorzugung der Kinderreichen, von den Lohnzulagen, der NS-Volkswohlfahrt und den neuen Reisevergünstigungen. Ja, Röder ist der Goebbelsschen Propaganda auf den Leim gekrochen.
      Er wird hellhörig, weil Heisler die Familie um ein Nachtquartier bittet. »Etwas hast du doch ausgefressen, verkauf mich doch nicht für dumm.« Als er die ganze Wahrheit erfährt, erbleicht er. Blitzschnell wird ihm die Gefahr bewußt - die Gefahr für den Freund. Der gilt jetzt seine Sorge; die Gefahr für die eigene Familie bagatellisiert er. So selbstlos allerdings ist seine Freundschaft nicht, daß er sich von der Zeitbombe, die jetzt tickt, nicht möglichst bald befreien möchte. So beschließt er, am anderen Morgen Kontakt mit ehemaligen politischen Gefährten Heislers aufzunehmen und dem Freund fürs erste Arbeit und provisorische Unterkunft zu beschaffen.
      Röder hat das Schießpulver nicht erfunden. In den Dialogen und seinen inneren Monologen enthüllt er sich als einer, der kompliziertere Sachverhalte auf möglichst praktische Formeln zu bringen versucht. Aber eines bleibt für ihn uneinschränkbar, unantastbar: das Gebot der Freundeshilfe.
     
Daß Anna Seghers die Schlüsselrolle auf dem Weg zur Befreiung Heislers keinem mit den Schriften der Arbeiterbewegung Vertrauten, keinem aus politischer Ãoberzeugung und Solidarität Handelnden überträgt, sondern einem Mann, der dem Antrieb einer menschlichen Grundbeziehung, der Freundschaft, folgt, führt zu einem zentralen Punkt der Romankonzeption. Es ist dies das Bestreben, einen Stoff von höchst politischem Gehalt nicht in die Zwangsjacke politischer Einsinnigkeit zu stecken, Figuren in ihrer das Schwarz-Weiß-Schema der Dogmatiker geradezu beschämenden Haltung zu zeigen.
      Nicht vergessen seien die Umstände der Entstehung und Veröffentlichung des Romans. Das Exil, zunächst in Frankreich, dann in Mexiko, und Hitlers Siege in Europa schnitten Anna Seghers vom europäischen Buchmarkt bald ab. Der Hitler-Stalin-Pakt von 1939 ließ einer Veröffentlichung in der Sowjetunion keine Chance . Die Romanfassungen waren zwar nicht schon für einen amerikanischen Markt geschrieben, aber doch für ein Lesepublikum, dessen überwiegender Teil sich über den Terror des Hitlerregimes nicht mit dem Vokabular der »Internationale« belehren lassen wollte. So treffen Rücksichten auf Wirkungsbedingungen und das Bestehen auf schöpferischer Freiheit gegenüber einer »sozialistischen« Literaturdoktrin, wie sie vor allem von Georg Lukäcs vertreten wurde, zusammen, und so wird eine gewisse Allgemeinheit in der Kennzeichnung politischer Standorte und Bekenntnisse verständlich. Andernfalls hätte sich der grandiose Erfolg des Buches nicht erklären lassen.
      Die Rettungsaktion für Heisler läuft an. Röder findet einen Mittelsmann, der einen weiteren Helfer für den Plan gewinnt, den Chemiker Dr. Kress, und einen dritten, der einen Paß für Heisler beschafft.
      Ausgewiesen als der Neffe eines holländischen Schleppdampferkapitäns, besteigt Heisler an einem Morgen bei der Anlegestelle an der Kasteller Rheinbrücke das Schiff »Wilhelmine«, auf dem er erwartet wird. Aus eher spontaner Hilfeleistung ist Heisler schließlich in die Obhut einer internationalen antifaschistischen Hilfsorganisation gelangt, die sich in Deutschland auf ein Netz von Vertrauensleuten stützen kann. Was Anna Seghers damit signalisiert, sind Hoffnung und Gewißheit, daß die Widerstandskraft gegen den Terror des Hitlerregimes nicht erloschen ist. Welche Opfer der Terror noch fordern wird, in den Vernichtungslagern, konnte die Autorin zur Zeit der Entstehung des Romans noch nicht ahnen.
      Bis zuletzt bleibt die Fluchtgeschichte Heislers eingekreist von episodischen Erzählungen, umwoben von den Einblendungen in individuelle Lebensläufe. Der Fluchtweg durch die Landschaften Rheinhessens und des Rhein-Main-Gebiets wird mit einer Genauigkeit nachgezeichnet, die eine kleine Topographie der Gegend entwirft. Die Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes bildet eine wandlungsreiche, aber eben auch kontrastreiche Kulisse für das Drama der Flucht und der Menschenjagd. Wohl schreitet die Industrialisierung fort, aber die Menschen bleiben in der Landschaft beheimatet. Immer wieder taucht das Motiv der Weinlese und der Apfelernte auf. Mit großer sinnlicher Anschaulichkeit vergegenwärtigt die in Mainz geborene Schriftstellerin die Lebensformen einer verlorenen Heimat. Gerade in der Darstellung der Natur wird der Abstand der Prosa Anna Seghers' zur sogenannten Blut-und-Boden-Dichtung des »Dritten Reiches« offenbar, in der knappen, gegenstandsbezogenen und immer körnigen Sprache der Rangunterschied zum schwülstigen, Erde und Volk heiligenden Geraune.
      Erzählton und -perspektive lenken die Sympathie auf die der nationalsozialistischen Indoktrination Widerstehenden, ohne das Bild der Verhaltensmuster von Verführten, soweit sie nicht zu Bütteln des Regimes werden, einzuschwärzen. Ein paarmal leiht der vielwissende, die Ãoberschau besitzende anonyme Erzähler seine Stimme dem »Wir« der KZ-Häftlinge. So am Schluß, im Bericht über die Ankunft des neuen Lagerkommandanten, das Fällen der sieben Platanenbäume und das erste und einzige Anzünden des Barackenofens. Und so endet der Roman:
»Das letzte Fünkchen im Ofen verglühte. Wir ahnten, was für Nächte uns jetzt bevorstanden. Die nasse Herbstkälte drang durch die Decken, durch unsere Hemden, durch die Haut. Wir fühlten alle, wie tief und furchtbar die äußeren Mächte in den Menschen hineingreifen können bis in sein Innerstes, aber wir fühlten auch, daß es im Innersten etwas gab, was unangreifbar war und unverletzbar.«
Die Fluchtgeschichte Heislers hat ein gutes Ende gefunden, aber die Häftlinge nehmen in die Zukunft nichts mit als die Gewißheit ihres Widerstandswillens. Diese Offenheit des Romans drängt den Leser dazu, noch einmal zu jener Stelle des Anfangs zurückzublättern, wo der Blick vom vorderen Taunus hinabgeht ins Land und die Erzählung die Zeit der Romanhandlung anschließt an die Geschichte dieses Landes. Hier lagertenrömische Legionen, hier zogen die Römer die Grenzanlagen des Limes. Norden und Süden, Osten und Westen brodelten ineinander. Das Frankenheer suchte den Ãobergang über den Main. Hier ritt der erste Mönch in die Wildnis hinein und brachte die Evangelien und die Kunst, Obst zu okulieren, mit. Dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation stellte Mainz den Erzkanzler. Die Romanautorin, Tochter eines jüdischen Kunsthändlers und Kustos für die Kunstsammlung des Mainzer Doms, verschweigt auch nicht, daß Mainz, wo sich im 11. Jahrhundert ein geistiges Zentrum der Juden gebildet hatte, im Jahre 1096 Schauplatz des ersten furchtbaren Pogroms in Deutschland, der Verbrennung von Juden war. Erinnert wird an die Gründung der ersten deutschen Republik in Mainz, vier Jahre nach der Französischen Revolution von 1789, und an die Jahre des Vormärz und der scheiternden Revolution von 1848. Mit Hakenkreuzen und Feuerwerk wird der Wiedereinmarsch deutscher Truppen in die nach dem Versailler Vertrag »waffenfreie« Stadt gefeiert. Der Leser mag in Gedanken die zwei Feuer durch ein drittes ergänzen: den Brand der Synagogen im November 1938.
      Der Roman »Das siebte Kreuz« hat der literarischen Wiedereinbürgerung Anna Seghers' den Weg geebnet. Die Entrüstung über den Bau der Berliner Mauer beschädigte allerdings das Ansehen einer Schriftstellerin mit, die in der DDR zu hohen Ehren gekommen war. Von 1952 bis 1978 residierte sie in Ostberlin als Präsidentin des Schriftstellerverbandes. Sie hatte nun auch staatliche Repressionen zu billigen, die sie im Kampf gegen den Faschismus verworfen hatte. Aber es ist ein Gesetz der Literaturgeschichte, daß Schriftsteller an ihren Werken gemessen werden. Und Anna Seghers' Roman »Das siebte Kreuz« hält den Maßstäben der Weltliteratur stand.
     

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