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Paul celan und sein umfeld - deutschsprachige literatur der bukowina

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'Ich wünschte, Sie schrieben mir recht bald,... wie es Ihnen ergeht bei den überseeischen Phäaken



Rose Ausländers Kontakte zu Paul Celan, Immanuel Weissglas und

Alfred Gong

Rose Ausländer verließ Czernowitz im März 1921, um in die USA auszuwandern. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hielt sie sich nur fünf Jahre lang, und zwar von Ende 1926 bis Ende 1928 und von Anfang 1931 bis Ende 1933, in Czernowitz auf. Die restlichen Jahre verlebte sie in New York und von 1934 bis Anfang 1940 in Bukarest. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es in jenen Jahren zwischen ihr und den gleichaltrigen Paul Antschel , Immanuel Weissglas und Alfred Liquornik , alle drei 1920 in Czernowitz geboren, keine Bekanntschaft gab. Zumal diese ja auch in jener Zeit noch nicht als Dichter an die Ã-ffentlichkeit getreten waren. Ab Frühsommer 1940 pflegte die Dichterin ihre an Herzasthma leidende Mutter in Czernowitz. Sie wurde durch die im Juni 1940 erfolgte sowjetische Besetzung der Nordbukowina in der Stadt festgesetzt. Der Arzt Dr. Zalozie-cky verschaffte ihr eine Arbeitsstelle als Krankenschwester in einer Augenklinik. Im November 1940 verhafteten Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes NKWD Rose Ausländer unter dem Vorwurf, sie sei eine amerikanische Spionin. Ihre fast zehnjährigen Aufenthalte in den USA und die Besuche dort in den Jahren 1934, 1937 und 1939 sowie ihr Festhalten an der amerikanischen Staatsbürgerschaft hatten sie verdächtig gemacht. Nach viermonatiger Haft und etlichen strengen Verhören wurde sie freigelassen. Der Verdacht hatte sich nicht bestätigt. Rose Ausländer nahm die Pflege der Mutter und die Arbeit als Krankenschwester wieder auf. Anfang Juli 1941 flohen die sowjetischen Divisionen aus der Bukowina, rumänische und deutsche Truppen besetzten die Stadt. Die systematische Verfolgung und Ausrottung der Juden beginnt. Am 11. Oktober 1941 werden das alte jüdische Viertel und einige angrenzende Straßen zum Getto erklärt und eingezäunt. Ãober 50.000 jüdische Menschen werden dort zusammengepfercht. Nur wenige Tage später beginnen die Deportationen nach Transnistrien. Bis Ende Oktober 1941 sind fast 30.000 Juden aus Czernowitz mit Zügen an den Dnjestr geschafft und in Gettos und Lagern im Land zwischen den Flüssen Dnjestr und Bug eingesperrt. Ende November wird das Getto in Czernowitz aufgelöst. 15.000 Juden erhalten eine Aufenthaltsbewilligung - eine so genannte Calotescu-Autorisation - und eine Arbeitsbewilligung. Es sind hauptsächlich Menschen, deren Arbeitsleistung als unverzichtbar für die Infrastruktur der Stadt eingeschätzt wird. Weiteren 5.000 Juden gestattet der Bürgermeister Popovici in Czernowitz zu bleiben. Er kann sie jedoch nur bis zum Juli 1942 schützen, dann werden auch sie deportiert. Von den Czernowitzer Deportierten kehren nur etwa 5.000 zurück. Auch in der Stadt selbst überleben nur an die 5.000 Juden die Shoa.
      Rose Ausländer hat mehrfach Glück: Sie wohnt in der Dreifaltigkeitsgasse Nr. 12. Dieses Haus gehört zum Gettogebiet. Es werden zwar an die dreißig Personen bei ihr einquartiert, aber sie muss ihre Wohnung nicht verlassen. Als Krankenschwester erhält sie die Calotescu-Autorisation und die Arbeitsbewilligung und darf nach Auflösung des Gettos wieder ihre Arbeit in der Augenklinik aufnehmen. In ihrer Wohnung lebt sie nun gemeinsam mit der Mutter, der Schwägerin und deren Sohn. Im März 1943 wird ihr aus noch unbekannten Gründen die Arbeitserlaubnis entzogen; sie wird zu Zwangsarbeiten herangezogen und taucht mehrfach, um angedrohten Deportationen zu entgehen, mit der Mutter in Kellerverstecken unter. Sie überleben und erleben im April 1944 die erneute Besetzung von Czernowitz durch sowjetische Truppen.
      Paul Celan und seine Eltern bekommen lediglich die Aufenthaltsbewilligung des Bürgermeisters. Das Ehepaar Antschel wird im Juli 1942 deportiert und jenseits des Bug im Lager Michailowka ermordet. Paul Celan kann der Deportation entgehen, indem er sich in einer Fabrik versteckt. Er wird zur Zwangarbeit im Arbeitslager Täbäresti gezwungen und im Februar 1944 freigelassen. Er kehrt nach Czernowitz zurück. Der Tod seiner Eltern, für den er sich schuldig fühlt, wird für ihn zur lebenslangen, nie bewältigten Last. Immanuel Weissglas und seine Familie erhalten auch zunächst den Schutz des Bürgermeisters. Aber auch sie werden im Juli 1942 nach Transnistrien deportiert. Dem geschickt und umsichtig agierenden Vater Isaak Weissglas gelingt es, den achtzehnköpfigen Familienverband durch alle Todesgefahren in Transnistrien zu manövrieren. Sie werden im März 1944 von sowjetischen Truppen befreit und kehren nach Czernowitz zurück. Isaak Weissglas hat während der Deportation ein Tagebuch geführt, welches 1995 veröffentlicht wurde. Dieses erschütternde Dokument zeigt die reale Basis der Gedichte seines Sohnes.
      Alfred Liquornik, der sich später in den USA Alfred Gong nannte, hat widersprüchliche Angaben zu seinem Schicksal während der Shoa in Czerno-witz gemacht. Fest steht, dass seine Eltern und seine Schwester von den Sowjets im Juni 1941 nach Sibirien verschleppt wurden und dort ums Leben kamen. Ihm gelang Ende 1941 die Flucht nach Bukarest, sei es aus dem Getto in Czernowitz, während der Deportation oder erst aus Transnistrien. Bis 1946 blieb er in Bukarest und floh dann, mit Hilfe eines Bauern, der ihn über die Grenze brachte3, nach Wien. Dort knüpfte er wieder Kontakt zu Paul Celan. 1951 emigrierte Gong in die USA und ließ sich in New York nieder. Zum ersten Treffen zwischen Rose Ausländer und Paul Celan gibt es unterschiedliche, teils widersprüchliche Angaben von verschiedenen Personen. Die Darstellung von Edith Silbermann, die in vielem mit den Mitteilungen von Rose Ausländer übereinstimmt, ist wohl die korrekteste:
Es war noch während des Krieges, vielleicht Anfang Februar 1944 - Celan war soeben aus dem rumänischen Arbeitslager in Täbäresti in der südlichen Moldau zurückgekehrt -, dass Chaim Gininger, der Czernowitzer Jiddischist und Bücherwurm, der, angelockt von der Privatbibliothek meines Vaters, der zweitgrößten der Stadt, Dr. Silbermann, meinen späteren Mann, in unser Haus einführte und zusammen mit diesem einen Besuch bei Rose Ausländer in die Wege leitete, damit Paul Antschel, der später als Paul Celan in die Literaturgeschichte eingehen sollte und damals zu meinem Freundeskreis gehörte, ihr aus seinen Gedichten vorlese. Ich hatte in Gesprächen wohl schon ihren Namen gehört, doch nichts von ihr gelesen. Die beiden älteren Herren hingegen kannten sie bereits seit den frühen dreißiger Jahren, letzterer besaß sogar ihren ersten, 1939 im Czernowitzer Litera-ria-Verlag erschienen Gedichtband Der Regenbogen [...]. Wir gingen also zu viert, an einem Sonntagnachmittag hin und wurden von einer hochgewachsenen, schlanken, rassigen Dame in mittleren Jahren, deren auffallend tiefe Stimme fast männlich klang, überaus warmherzig begrüßt [...]. Darauf kam die Gastgeberin unserer Aufforderung nach und las uns einige ihrer Gedichte vor, die mich allein schon des Themas wegen - es dürften Ghettomotive gewesen sein - sehr beeindruckten. Als dann Paul sehr selbstsicher einiges zum besten gab, geriet Rose Ausländer ins Schwärmen.
      Celan sucht Ausländer in der Folgezeit einige Male auf. Sie lesen sich ihre Gedichte vor; er schenkt ihr vier seiner Gedichthandschriften, die heute noch in ihrem Nachlass erhalten sind. Obwohl sich Celan stilistisch und in seiner Metaphernsprache deutlich von ihr unterscheidet, schätzt Ausländer seine Gedichte sehr. Sie wirbt und streitet für ihn unter den Czernowitzer Künstlern und Intellektuellen, bleibt aber, wie Alfred Kittner und Max Scherzer bestätigten, mit ihrer guten Meinung zu Celans Gedichten damals in diesen Kreisen allein. Ausländer und Celan gehörten, wie auch Weissglas und Shmueli, in jener Zeit einer Gruppe an, die sich in der Czernowitzer Wohnung des Ehepaars Gininger traf und sich intensiv mit Gedichten in englischer Sprache beschäftigte. Im Wettstreit miteinander übertrugen sie Gedichte von Yeats, Auden und anderen und insbesondere Sonette von Shakespeare. Einige dieser Texte von Celan, Weissglas und Ausländer befinden sich im Nachlass von Rose Ausländer.
      Die Bekanntschaft der Dichterin mit Weissglas geht auf die Vermittlung Celans zurück. Er brachte Weissglas zu ihr. Die gelegentlich zu lesenden Angaben in der Fachliteratur, Weissglas und Ausländer hätten zusammen mit Kittner 1940/41 in der Czernowitzer Stadtbibliothek gearbeitet, sind falsch. Die Arbeit in der Bibliothek begann Ausländer erst im Mai 1944. Dort traf Kittner sie, als er aus Transnistrien zurückkam. Wie bereits ausgeführt, arbeitete Ausländer 1940/41 in einer Augenklinik.
      Auch Weissglas suchte Ausländer des Ã-fteren in ihrer Wohnung auf, um ihr Gedichte vorzulesen. Zu einem dichterischen Wettstreit zwischen Weissglas und Celan sei es dabei aber nie gekommen, berichtete sie Israel Chalfen, als dieser Material für seine Celan-Biographie sammelte und mit ihr ein ausführliches Gespräch führte.
      Celan und Weissglas verlassen Czernowitz im April 1945 und gehen nach Bukarest, Ausländer wandert mit ihrer Familie im Juni 1946 nach Rumänien aus und trifft selbst Ende Juli in der rumänischen Hauptstadt ein. Mit Celan kommt es zu einem kurzen Zusammentreffen im Rahmen ihrer 'Abschiedslesung" im Dalles-Saal. Da sie sich bereits auf ihre Emigration in die USA vorbereitete, fehlte die Zeit zu weiteren Begegnungen. Ob sie Weissglas in Bukarest traf, ist nicht bekannt, möglich wäre es gewesen. Ausländer reist mit dem Zug nach Konstanza ans Schwarze Meer, schifft sich dort auf der amerikanischen SS Wellsley Victory ein und tritt die Seereise nach New York an, wo sie am 24. September 1946 eintrifft. Mitte April 1947 erhält Ausländer eine Postsendung von Weissglas. Der Umschlag enthält einen Brief vom 26. März 1947 und das Buch Kariera am Bug mit den Gedichten von Weissglas. Er schreibt:
Liebe gnädige Frau,
Empfangen Sie - wenn die Adresse stimmt und meine Sendung Sie erreicht - über alle Meere mein Büchlein. Den inneren Verlauf des Lebens entnehmen Sie wohl den Gedichten: das äussere Leben ist aber unnachgiebig, voller Drohung, Bedenklichkeit und Anfechtung. Meine Auflage ist schon recht abgegriffen, zum großen Teil nach Deutschland gegangen. Ich werde einige Exemplare an eine Grosstante von mir in N[ew] Y[ork] schicken, um auf dem Wege einer Subskription oder dergleichen, zu etwas dringendem Geld zu gelangen. Wollen Sie bitte, sich gelegentlich mit Frau Jeanette Schwartz, 125 See. Ave. New York 3, in Verbindung setzen und mit ihr zu Rate gehen? Ich habe hier natürlich einige ausländische Fingerzeige bekommen: mehr als schöne Worte erreichte ich nicht, wo ich allerdings statt lyrischen Lobes auch ein wenig Geldhudelei erwartete. Ich bereite eine Neuauflage vor, im Frühling. Was denken Sie über die Möglichkeit eines Neudruckes in Amerika? Unsere Freunde sind noch alle beisammen, in der Expektative und abwartenden, andauernd nach aussen lugenden Gewöhnung der letzten Jahre. Ich wünschte Sie schrieben mir recht bald über das Schicksal deutscher Bücher in Amerika, den Möglichkeiten, sie zu kommerzialisieren und nicht zuletzt, wie es Ihnen ergeht bei den überseeischen Phäaken.
      Vergessen Sie nicht Europa und Ihren alten

James Imm. Weissglas

   Ob und was Ausländer auf diesen Brief geantwortet hat, wissen wir leider nicht. In ihrem Nachlass findet sich kein Hinweis. Auch ist nicht ersichtlich, dass es noch einmal einen direkten Kontakt zwischen ihr und Weissglas gegeben hat. In den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ließ sie ihm des Ã-fteren Grüße übermitteln, zum Beispiel durch Adolf Heit-ner und Alfred Kittner. Ihre Bücher aber, die sie großzügig gewidmet verschenkte, übersandte sie ihm nicht. Heitner war es auch, der sie über den Tod von Weissglas 1979 informierte. Sie nahm dies mit Bedauern zur Kenntnis, nicht ohne den Hinweis, es handele sich um die Erlösung von schwerem Leiden.
      Der Brief von Weissglas an Ausländer ist auch ein Beleg dafür, dass die von interessierter Seite genährte Spekulation, Weissglas habe sein Buch Kariera am Bug bis Ende 1947 zurückgehalten und sein Gedicht Er aus den Druckfahnen entfernt, um Celan bezüglich der Todesfuge zu schonen, jeglicher Grundlage entbehrt. Schließlich schreibt er an Ausländer und übersendet sein Buch an sie bereits am 26. März 1947, also knapp zwei Monate vor der Erstveröffentlichung der Todesfuge: 'Meine Auflage ist schon recht abgegriffen, zum großen Teil nach Deutschland gegangen." Dies spricht dafür, dass der Band tatsächlich, wie im Impressum angegeben, im Januar 1947 erschien. Rücksichtnahme auf Celan war also sicher nicht der Grund für den Verzicht auf den Abdruck des Gedichtes Er."
1951 emigriert Alfred Gong in die USA. Er lässt sich in New York nieder und heiratet dort eine Schweizerin. Das Ehepaar Gong lebt in einer Wohnung in 307 West, 74. Straße. Diese ist nur zwei Blocks von der Straße entfernt, in der Ausländer von 1949 bis 1956 ein möbliertes Appartement gemietet hatte. Gong sucht den Kontakt zu anderen deutschsprachigen Emigranten, besucht Lesungen und Ausstellungen in seinem Wohnviertel Upper West. So lernen sich Ausländer und das Ehepaar Gong kennen und schätzen. Die Dichterin widmet Norma Gong mehrere Gedichte, die zwischen 1957 und 1963 entstanden, und als es Gong gelingt, im Wiener Bergland Verlag den Band Manifest Alpha zu veröffentlichen, schreibt Rose Ausländer in der New Yorker Zeitschrift Der Aufbau am 22. Juni 1962 über diesen Band:
Neue Verse von Alfred Gong
Ein Jahr nach Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes, Gras und Omega , mit dem sich Alfred Gong einen Platz in der Gegenwartslyrik errungen hat, ist ein zweites Lyrikbuch, Manifest Alpha , erschienen. Vom Omega geht Gong zurück zum Alpha: zu den Anfängen seiner Existenz und zu seinen frühen Gedichten. Enüchtes Ich, ein Zyklus von 11 Gedichten, ist - in der Nussschale - eine Rückschau auf Kindheit und Jugend und auf die Historie seiner Geburtsstadt Czernowitz. Diese Verse gehören zum Vollblütigsten und Geglücktesten seiner poetischen Aussage. Bildhaftigkeit, Erotik und Humor sind meisterhaft in ein bewegtes Zusammenspiel gebracht, das vielschichtig und assoziatorisch ist. Vier Kulturen: die jüdische, deutsche, slawische und rumänische, verflechten sich mit dem Czernowitzer Idiom zu einem farbreichen Gewebe, in das die Schocks und Entzückungen des Knaben und Jünglings Gong verwoben sind. Die Gedichte Beim Kochen der Mamaliga und Träume beschwören magische Bilder herauf in einer mythisch anmutenden Sphäre. Der Zyklus Du und die Stadt hebt sich thematisch und metaphorisch von den anderen Gedichten ab. Form und stilistische Behandlung sind den Stadtmotiven angepasst: knappe, präzise Darstellung. Von Dekoration wird abgesehen, es geht um Dinge und Bewegung; folglich werden hauptsächlich das Dingwort und Zeitwort verwendet. Dies gilt im allgemeinen von Gongs Dichtung; mit dem Eigenschaftswort geht er sehr sparsam um. Wenn Gongs Lyrik mit einem Etikett versehen werden soll, müsste man sie als satirisch bezeichnen, aber das Schlagwort wird ihr nicht ganz gerecht. Gong ist kein Modepoet, gehört keiner Koterie an. In der Themenwahl ist er modern; der Ton ist volkstümlich, nicht naiv-, sondern raffiniert-volkstümlich, im Sinne der Brechtschen Lyrik. Sein Stil, traditionsverbun-den und klar, hat eine eigene Note, jedes Gedicht ist eine deutlich umrissene Gestalt, ergo: klassisch - modern. Die Sprache ist kernig und hält die Waage zwischen Bindung und Freiheit. Nie verfällt Gong in Sentimentalität, auch nicht in seinen frühen Gedichten. Das Versgebilde ist luftig, nie überladen. Diese Lyrik, originell, organisch und warm, ist beglückend.
      Offensichtlich war Gong mit dieser Besprechung seines Buches zufrieden. Er rät Ausländer, sich ebenfalls um eine Veröffentlichung im Bergland Verlag, Wien, zu bemühen und stellt den Kontakt zu dem Herausgeber der Reihe 'Moderne Dichtung aus Ã-sterreich", Rudolf Felmayer, her. Ausländer sendet diesem eine Auswahl von rund 300 ihrer Gedichte zu. 1965 gibt Felmayer den zweiten Band der Dichterin unter dem Titel Blinder Sommer heraus.

     
   Vom 24. Juli 1963 datiert der erste Brief von Alfred Gong, der im Nachlass von Ausländer vorhanden ist. Dies kann durchaus auch der erste Brief sein, den er ihr schrieb. In New York war, bedingt durch die räumliche Nähe, die mündliche Kommunikation jederzeit möglich. Das machte das Schreiben von Briefen überflüssig. Im Mai 1963 aber reiste Ausländer nach Wien, um ihre Familie wiederzusehen. Bruder, Schwägerin, Nichte und Neffe waren kurz zuvor, aus Rumänien kommend, im Wiener Flüchtlingslager der UNO eingetroffen. Rose Ausländer berichtet Norma und Alfred Gong von den Ereignissen in Wien und Gong antwortet:

Sehr geehrte Frau Ausländer!
Ihr Lebenszeichen hat uns sehr gefreut, obwohl es die traurige Nachricht enthält, die ja vorauszusehen war - u.[nd] wir möchten Ihnen hiermit unser innigstes Beileid ausdrücken. Wir hoffen, dass die halbwegs idyllische Atmosphäre Wiens Ihnen Trost und Ablenkung bietet, auch dass die aufgenommenen Kontakte ihrem Werke förderlich sind. Bei uns ist alles in Ordnung. Den Prosaband ich endlich gestern beendet, u.[nd] Ende d.[es] M.[onats] soll er seine Odyssee antreten. Das Wetter hier ist halbwegs erträglich, umsomehr als die meisten Bekannten auf Ferien sind.
      In der Annahme, dass Sie nicht vor September zurück sein werden, möchte ich Sie bitten, mir zu schreiben, ob u.[nd] wie lange Sie in Wien bleiben, auch ob Sie, wie geplant, nach Israel fahren. Vielleicht brauchte ich da u.[nd] dort einen Liebesdienst Ihrerseits. Ihnen wieder für Ihre Aufmerksamkeit dankend, verbleiben wir mit herzlichen Grüßen,
Ihre

Alfred u.[nd] Norma Gong
Aus Gongs Briefen geht mehrfach hervor, dass Ausländer des Ã-fteren und vor allem häufiger als er Karten und Briefe an ihn und seine Frau schrieb. Leider sind Kopien dieser Briefe im Ausländer-Nachlass nicht vorhanden. Ganz gegen ihre Gewohnheit scheint sie keine Kopien angefertigt und aufbewahrt zu haben. Ob Ausländer-Briefe im Nachlass von Gong zu finden sind, wurde noch nicht geprüft.
      Von daher hier einige Erläuterungen zu seinem Brief. Das traurige Ereignis von dem er spricht, ist der Tod von Ausländers Schwägerin Bertha Scherzer, die am 10. Juni 1963 in Wien an einer Krebserkrankung starb. Der Prosaband, welchen Gong als soeben fertiggestellt meldet, brachte wirklich eine Odyssee hinter sich. Erst nach zahlreichen Absagen von Verlagen erschien er unter dem Titel Happening in der Park Avenue: New Yorker Geschichten 1969 in München. Er wurde von der Kritik hochgelobt.
      Die angesprochene Israelreise hat Rose Ausländer tatsächlich angetreten. Vom 20. August bis 23. September hielt sie sich erstmals in Israel auf. Hauptsächlich um zu erkunden, ob dieses Land zum Aufenthalt für ihren Bruder und seine Kinder tauge. Nach ihrer Rückkehr nach Wien rät sie davon ab. Ihre Familie lässt sich daraufhin in New York nieder. Im Sommer 1964 übersiedelt Ausländer nach Wien. Sie will in einem deutschsprachigen Milieu leben, nachdem ihr die Muttersprache wieder zur Dichtersprache geworden war. Nach nur neun Monaten Aufenthalt floh sie wegen heftiger antisemitischer Anwürfe - 'ich hätte nicht gedacht, dass das zwanzig Jahre nach Auschwitz noch möglich war" - aus Ã-sterreich und lässt sich in Düsseldorf - dort leben an die zweihundert ehemalige Czernowitzer -nieder, in der Hoffnung, sich ob dieser Menschen noch einmal heimatlich verwurzeln zu können.
      Fern von New York lebt der Briefwechsel mit Gong wieder auf. Am 21. September 1965 schreibt Gong:
Sehr geehrte Frau Ausländer,herzlichen Dank für die drei Nachrichten u.[nd] besonders für Ihr schönes Buch, das ich nun langsam und aufmerksam studiere. Wenn Sie wieder hier sind, werde ich die Schönheiten u.[nd] die Schönheitsfehler aufzählen. Augenblicklich beneide ich Sie nur um das Gefühl, das Sie empfanden, als Sie Ihren Erstling in den Händen hielten. Meinen herzlichsten Glückwunsch. Auch erfuhr ich mit Freude, dass Sie in Meersburg alle Conseours [?, teilweise unleserlich] ausgestochen haben. Meine Genugtuung war umso größer, nachdem ich mir das Gesicht der geschlagenen Modesappho Gütermann heraufbeschwor. Vergebens suchte ich nach dem Gedicht,Dezember' im ,Blinden Sommer'. Darf ich Sie um eine Kopie bitten?
Dagegen habe ich nichts, womit ich mich ausweisen [?] könnte. Es war ein deprimierendes Jahr. Pläne und Ideen häuften sich an - doch zum Niederschlag kam es nicht. Einige große Essays sind entstanden, in englischer Sprache, u.[nd] in der American German Review erschienen. Auch ein Dutzend lyrischer Texte, von welchem vielleicht die Hälfte Gedichte sind. Sonst häuften sich die Enttäuschungen bezüglich der Dramen u.[nd] des Prosabandes, den bisher keiner angenommen hat. Einzelne Texte habe ich aus diesem Zyklus angebracht , doch dauert es zum Verzweifeln lange, bis man sie gedruckt sieht. Sonst nur vegetieren im Ã"rger.
      Ich hoffe, Sie bald wieder zu Hause zu sehen. Doch bevor Sie Europa verlassen, versuchen Sie einen Band in Deutschland anzubringen. Es wird Ihnen bestimmt leichter fallen, jetzt, wo um den Umschlag ein Band mit der Aufschrift , Preisträgerin des Droste Preises 1965' prangen könnte. Alles Gute zum Neuen Jahr u.[nd] überhaupt.
      Mit freundlichen Grüßen, auch von Norma, Ihr Gong
Auch zu diesem Brief sind einige Erklärungen hilfreich. Ausländer wurde im Mai 1965 zu einem Dichterinnentreffen in Meersburg am Bodensee eingeladen. Dort kam es, nachdem alle acht Dichterinnen in einer jeweils halbstündigen Lesung ihre Texte vorgetragen hatten, zur Wahl des besten gelesenen Gedichtes durch das Publikum. Ausländer gewann diesen Wettbewerb mit ihrem Gedicht Schnee im Dezember. Dieses Gedicht suchte Gong vergeblich in dem Band Blinder Sommer. Es erschien 1967 in Ausländers Buch 36 Gerechte. Der nicht immer erfolgreiche Gong zeigt gerne seine Schadenfreude: die Dichterin Erika Gütermann war von Ausländer im Wettstreit um das beste Gedicht 'besiegt" worden. Erstaunlicherweise will Gong nicht wahr haben, dass Ausländer nicht beabsichtigt, nach New York 'nach Hause" zurückzukehren. Seinen Rat aber, 'einen Band in Deutschland anzubringen", kann sie verwirklichen. 1967 erscheint der Band 36 Gerechte im Hoffmann & Campe Verlag in Hamburg. Allerdings irrt Gong, wenn er glaubt, Ausländer habe mit dem Dichterinnen Wettbewerb den Droste-Preis 1965 gewonnen. Jedoch scheint er hellseherische Fähigkeiten gehabt zu haben: 1967 wurde Ausländer der im Rhythmus von vier Jahren verliehene Droste-Preis tatsächlich zugesprochen. Und die im selben Jahr erschienenen 36 Gerechte zierte ein um den Umschlag gelegtes Band: Droste-Preis 1967. Hatte die Dichterin sich an Gongs Brief aus dem Jahre 1965 erinnert und einen entsprechenden Vorschlag gemacht? Möglich wäre es. Der nächste erhaltene Gong-Brief ist auf den 22. Dezember 1965 datiert:
Liebe u.[nd] geehrte Frau Ausländer,herzlichen Dank für Ihren Brief u.[nd] für die Karte. Wie Sie die Erfahrung lehrte, bin ich eher ein Briefempfänger als Schreiber. Dazu erwarten Sie noch eine ausführliche schriftliche Kritik! Von mir [?], der Kritiker und Lyriker haßt! Und der, hätte er die Macht, allen Frauen jeden Versuch in Literatur u.[nd] Kunst unter Todesstrafe verbieten würde. In diesem Sinne werden Sie sich bis zu Ihrer Rückkehr gedulden müssen. Im Aufbau habe ich noch keine Besprechung gesehen - auch blättere ich nur gelegentlich die Zeitung durch. Für die A[merican] G[erman] Review habe ich nun endgültig meinen letzten Essay geschrieben: Die Zensur u.[nd] Verschlimmbesserung der Redakteurin haben mir diese Beziehung ganz vernimmeßt [?]. Wenn Sie dennoch ein Exemplar hinschicken wollen, so ist die Adresse: The American-German Review, 339 Walnut Str., Philadelphia, Penn. 19106. .
      Vor einigen Tagen hat die Scharpenberg von einer Freundin erfahren, dass Sie in Düsseldorf gelesen hatten. Nun zerbricht sie sich den Kopf, wo u.[nd] bei wem? Hier ist alles beschissen. Das Goethe House verkommt unter dem bayerischen Urviech; im Ã-sterreich Inst.fitut] ist auch nicht viel los. Vor lauter Spleen bin ich sogar in eine Versammlung der Bukowiner Kulturgesellschaft gegangen, wo Ihr Freund Dr. Runes den Nachruf auf den Pres. Dr. Landau hielt.
      Weiß nicht, wer mir sagte, Sie wären in Paris gewesen u.[nd] hätten Celan gesehen? Wie geht es ihm gesundheitlich? Gewisse Briefe, die er herschickte - an New Directions - lassen an seiner Normalität zweifeln: Primadonna beklagt sich, dass er - v.[on] der Schwebell - ohne seine Bewilligung übersetzt wurde u.[nd] beschimpft dazu Prof. Lange, der den Artikel ,Celan' in dem HANDBUCH DER Deutschen] GEGENWARTSLITERATUR - Nymphenburger

V.

1965 - geschrieben hat.
      So nun wissen Sie alle Pljotken, die ich weiß - u.[nd] wenn Sie das ,Dezember'-Gedicht einmal in ferner Zukunft als formvollendet u.fnd] endgültig ansehen können, so schicken Sie es bitte, oder bringen Sie es besser selber mit. Wenn Sie nicht allzu beschäftigt sind, finden Sie meine listige Goethe H.[ouse]-Re[unleserlich] im vor einigen Wochen erschienenen Heft 3/1965 der Zeitschrift für Kulturaustausch' - Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart. Das ist alles, womit ich mich nebbich rühmen kann.
      Mit den besten Wünschen für 1

  
   u.[nd] den herzlichsten Grüßen, auch von Norma.

      Ihr Gong
Anmerkungen zu diesem Brief: Die Lesung, über die Margot Scharpenberg in New York rätselte, führte Rose Ausländer in Erinnerung an die Reichskristallnacht im Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde in Düsseldorf am 9. November 1965 durch. Diese Lesung fand auch in der Düsseldorfer Presse ein lebhaftes, positives Echo.
      Ausländer war 1965 nicht in Paris und hat in jenem Jahr auch nicht Celan getroffen.
      An dieser Stelle soll kurz aufgezeigt werden, wie sich die Kontakte zwischen Celan und Ausländer nach deren Abreise aus Bukarest entwickelten. Zunächst einmal bestand über mehrere Jahre keinerlei Verbindung mehr zwischen Dichterin und Dichter. Beide waren in einem fremden Land und in fremder Sprache bemüht, Fuß zu fassen. Ausländer schrieb fast acht Jahre lang ausschließlich in englischer Sprache ihre Gedichte, vollzog in dieser Zeit einen radikalen stilistischen Wandel - heraus aus den Fesseln der Metrik, hin zu freien Versen und Rhythmen - und orientierte sich dabei an zeitgenössischen amerikanischen Dichtern wie Williams, Cummings und Moore, zu denen sie auch persönliche Kontakte pflegte. Im Juli 1956 führte Marianne Moore Ausländer zurück in die deutsche Sprache. Muttersprache und Dichtersprache wurden wieder zur Einheit.
      Ausländer erfuhr aus deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften, die in den USA und in Israel erschienen, von Celans Buch Veröffentlichungen Mohn und Gedächtnis und Von Schwelle zu Schwelle. Sie kannte aber nur die Todesfuge aus einem Abdruck in Der Aufbau. Wir können ausschließen, dass Celan englische oder neue deutsche Gedichte von Ausländer kannte. Als die Dichterin ab Mai 1957 für sechs Monate Europa bereiste, besuchte sie auch dreimal Celan in dessen Pariser Wohnung. Während des dritten Besuchs lernte sie seine Frau Giselle und seinen Sohn Eric kennen. Celan las Ausländer neue Gedichte und Ãobersetzungen der Texte Rimbauds vor, widmete und schenkte ihr seine Bücher. Ausländer war von seinen Texten begeistert. Ihr Resümee: 'Der Tod hat seinen besten Dichter ins Leben gerufen." Celan lobt die neuen Gedichte, die Ausländer vorträgt, sehr. Dies bestärkt die Dichterin nachhaltig, ihren neu eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen.
      In die USA zurückgekehrt, schreibt sie Celan im Februar 1958. Er beantwortet ihren Brief, der sich im Celan-Nachlass in Marbach befindet, nicht. Sie akzeptiert sein Schweigen und empfängt mehrmals Grüße, die er ihr durch Robert Altmann und Peter Jokostra ausrichten lässt. Sie verfolgt in den Medien sein Leben und schreibt nach seinem Tod die berühmten Gedichte In Memoriam Paul Celan und Paul Celans Grab.
      Die negativen Anmerkungen zu Celan aus Gongs Brief vom 22. Dezember 1965 erklären sich sicher auch aus der Grundhaltung Gongs zu Celan. Israel Chalfen hat im Protokoll eines Gespräches mit Ausländer am 31. Mai 1972 festgehalten:
R. A. kannte auch Alfred Liquornik-Gong und weiss, dass er Celan hasste, weil dieser in früheren Jahren auf ihn und seine Dichtung von oben herabgeblickt hat.

     
   Eine solche Angabe hat Ausländer mit Sicherheit nur gemacht, weil ihr diese Einstellung Gongs wohl vertraut war.
      Der letzte im Ausländer-Nachlass vorliegende Brief Gongs trägt das Datum 2. Oktober 1967. Gong schreibt:
Liebe u.[nd] verehrte Frau Ausländer,vor allem: meine herzlichsten Glückwünsche zum Heine-Halbtaler, den ich Ihnen um so mehr gönne, weil es Ihnen gelungen ist, die Scharpenbergerin auszustechen, die 200%-ig sicher war, ihn heimzufuhren. Fritz, einer meiner gezählten Partisanen in Deutschland], hat mir seinen Preisband gleich nach Erscheinen zugehen lassen - ich hoffe, Sie tun desgleichen.
      Ich habe nichts, womit ich mich rühmen könnte. Seit einem Jahr habe ich keine neue Zeile geschrieben - u.[nd] was ab u.[nd] zu erscheint, hauptsächlich Prosa, ist vor 1965 geschrieben worden. Seit neun Monaten halte ich einen Job als Bibliothekar in einem staatlichen] Irrenhaus, der Tuchfühlung wegen für ein Bühnenstück, das ich vielleicht schreiben werde - wenn ich nicht selber vorher zum Patienten erhöht werde. Von der Li-teratia habe ich mich völlig abgesondert, überhaupt fangen mich die Menschen an nicht zu interessieren - das ist czernowitzerisch -. Abgründe überall, u.[nd] die Brücken sind nur eintägig.
      Nun wissen Sie alles. Es wäre nur lieb, wenn Sie mir ungefähr 2-3 Wochen vor Ihrer ,Heimkehr' schreiben würden. Vielleicht brauche ich etwas Besonderes aus Deutschland], das Sie für mich mitschleppen könnten. Mit freundlichen Grüßen, auch von Norma, Ihr Gong Der Heine-Halbtaler war der silberne Heine-Taler, den Ausländer 1967 vom Verlag Hoffmann & Campe erhielt. Der Hauptpreis, der Heine-Taler, ging an den Lyriker Walter Helmut Fritz, mit dem Gong gut bekannt war. Den Job als Bibliothekar in einer Klinik für psychisch Kranke behielt Gong bis zu seinem Tod. Von seinen Bühnenstücken wurde keines gedruckt oder aufgeführt. Die depressive Stimmung, die aus seinen Briefen spricht, hellte sich auch dann nicht mehr auf, als sein Buch Happening in der Park Avenue 1969 in München erschien. Gong stellte sein Schreiben wegen völliger Wirkungslosigkeit ein. Er starb 1981. In den letzten Jahren hat sich sein Werk wieder einem kleinen Kreis von Kennern erschlossen. Drei seiner Bücher liegen im Rimbaud Verlag in Aachen vor.
      Rose Ausländer hielt sich letztmalig für ein Jahr 1968/69 in New York auf. Vermutlich hatte sie in dieser Zeit wieder persönlichen Kontakt zu Alfred Gong und seiner Frau Norma. Dokumentiert ist dies allerdings nicht. Ebenso liegen keine weiteren schriftlichen Zeugnisse vor.
      Die Kontakte Rose Ausländers zu Weissglas waren situationsbedingt und ohne nennenswerte Auswirkungen; die durchaus freundschaftliche Bekanntschaft mit Gong und dessen Frau lässt sich über etwa 15 Jahre dokumentieren; ohne Zweifel waren ihr die Kontakte zu Celan die wichtigsten. Ihn hat sie als Persönlichkeit und als Dichter hochgeschätzt, sein Urteil bestärkte sie auf ihrem dichterischen Weg.
     

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