Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Moderne / postmoderne literatur
Index » Moderne / postmoderne literatur
» Moderne und Postmoderne aus soziologischer Sicht

Moderne und Postmoderne aus soziologischer Sicht


Die europäische Soziologie, die als eigenständige Wissenschaft in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Emile Durkheim, Max Weber, Alfred Weber, Ferdinand Tönnies, Georg Simmel und andere

n entwickelt wurde, ist ein Denken der Krise, das aus dem Reflexivwerden der Moderne (s. Kap. I) hervorging. Ähnlich wie die Schriftsteller der Jahrhundertwende, die dem Modernismus zugerechnet werden, ähnlich wie Proust, Gide, Kafka, Svevo oder Musil, reagierten die Begründer der Soziologie auf die Krise der kulturellen Werte in der hochentwickelten Marktgcsellschaft. Obwohl sie wie die Literuten sehr unterschiedliche Standpunkte einnahmen und divergierende, oll unvereinbare Lösungen vorschlugen, überschneiden sich ihre Zeitdiagnosen in vier wesentlichen Punkten, die hier hervorgehoben werden, weil sie zeitgenössische Soziologen wie Alain Tourainc, Anthony Giddens, Daniel Bell und Amitai Etzioni weiterhin beschäftigen.


Kritiken der Moderne: Universalismus, Partikularismus und soziale Bewegung
Ambivalent im Sinne der spätmodernen Soziologie ist auch Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Einstellung zum Prozeß der Moderne in der Dialektik der Aufklärung (1947), die sowohl hier als auch im nächsten Kapitel den Ausgangspunkt bildet. Die Autoren anerkennen einerseits die emanzipatorische Wir [ ... ]
Feministische und ökofeministische Kritiken
Die feministischen Ansätze werden der soziologischen Zeitdiagnose nicht iiui' deshalb angeschlossen, weil sie sich mit den von Bauman, Touraine, Beck und Giddens behandelten Themen auseinandersetzen, sondern auch deshalb, weil sie wie die Soziologen von einer radikalen Kritik der Naturbcherrschung, [ ... ]
Eine konservative Postmoderne?
Habermas, der, wie im nächsten Kapitel deutlich wird, die Post-moderne weitgehend mit den konservativen und aufklärungsfeindlichen Ideologien der Nachkriegsgesellschaft identifiziert, hat diese Frage schon beantwortet. Dennoch lohnt es sich, sie zu wiederholen, weil nach dem bisher Gesagten [ ... ]
Marxistische Kritik: Für und wider die »Postmoderne«
Die marxistischen Reaktionen auf die postmoderne Problematik sind heterogen, weil es keinen einheitlichen Marxismus gibt -ebensowenig wie einen einheitlichen Fxislentialismus oder Feminismus. Während ein Autor wie John O'Neill die von ihm drastisch simplifizierte Postmoderne zwar ablehnt, zugleich a [ ... ]
Pluralismus, Indifferenz und Ideologie
Nicht nur die marxistischen, sondern auch die soziologischen Interpretationen der Nachmoderne - vor allem die Touraincs und Beils - entfalten eine »Logik der Zerfalls«, indem sie die Widersprüche der Moderne in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellen: Verwaltung und Freiheit, Rationalisierung un [ ... ]
Der Fall Baudrillard: Indifferenz ohne Ideologie
Baudrillard ist deshalb ein Fall (und diese abschließende Betrachtung eine Art Fallstudie), weil sein Werk wesentliche Aspekte der postmodernen Problematik bündelt und der im vorigen Abschnitt angesprochenen Indifferenz eine extreme Form gibt. Im Gegensatz zu Münch und Welsch, die eher das Demokrati [ ... ]

Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com