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Rezeptionsästhetik und Rezeptionsforschung



Die Rezeptionsästhetik behandelt - im Gegensatz zur Produktionsästhetik — den Leser als Medium der Textrezeption. Mit seiner Veröffentlichung Literaturgeschichte als Provokation hat der Konstanzer Literaturwissenschaftler Hans Robert Jauß aus in der Folge einander durchaus widersprechender Interpretationen von Texten den provozierenden Schluß gezogen, daß in solchen divergierenden Interpretationen durch den Leser das Sinnpotential der Texte aktualisiert werde, und die Widersprüchlichkeit der verschiedenen Interpretationen aus den unterschiedlichen ideologischen, ästhetischen usw. Erwartungshorizonten erklärt, vor denen die Leser sich die Texte auslegen.
      Wolfgang Iser hat mit seinem Buch Der Akt des Lesens diesen Ansatz textbezogen vertieft. Er weist auf die in jedem Text als strukturelles Moment vorhandenen Leerstellen hin, die der Leser im Akt des Lesens mit eigenen Vorstellungen auffüllt.
      Beide Autoren beschränken sich allerdings auf die Theorie der Rezeptionsforschung. Ihre praktische Durchführung geschieht - an notwendigerweise beschränktem Quellenmaterial - in der allgemeinen Literaturgeschichtsschreibung, für die Gegenwart in der empirischen Leserforschung mit dem Instrumentarium sozialwissenschaftlicher Methodik .
     

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