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Literaturwissenschaft und systemtheorie
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Methoden und Literaturtheorien



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Allgemeines
Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (1848-1931), der große Erneuerer der Klassischen Philologie, trug in einer Vorlesung zur „Einführung in die Philologie" seinen Hörern 1919 an der Berliner Universität zur „philologischen Methode" die folgende Anekdote vor, die sein Schüler Wolfgang Schadewaldt (190 [ ... ]
Positivismus
Als Positivismus wird eine im letzten Drittel des 19.Jahrhunderts programmatisch formulierte historisch-philologische Methode bezeichnet, die ihre Begründung aus dem philosophischen Positivismus Auguste Comtes (1798-1857) nimmt. Ihre weite Verbreitung aber verdankt sie dem Literaturhistoriker Wilhel [ ... ]
Geistesgeschichte
Gegen die Vorstellung, alle wissenschaftliche Erkenntnis müsse an den erklärenden Methoden der Naturwissenschaften ausgerichtet werden, richtet sich Wilhelm Diltheys (1833-1911) Begründung der Geisteswissenschaften aus eigenem Recht. Er stellt den erklärenden Naturwissenschaften die verstehenden Gei [ ... ]
Werkimmanente Interpretation
Eine Zuspitzung auf das individuelle Werk erfuhr die Geistesgeschichte in der sogenannten werkimmanenten Interpretation. (Die Wortschöpfung ist zwar nachgerade unsinnig, aber eingeführt.) Galt das Interesse der Geistesgeschichte dem Verständnis von Leben, Werk und Epoche, so richtete die werkimmanen [ ... ]
Sozialgeschichtliche Methoden
Teils aus dem Interesse der marxistischen Literaturwissenschaft, Literatur als gesellschaftliches Phänomen zu deuten, teils aus der Politisierung der Universitäten in der zweiten Hälfte der 60er Jahre resultierte die Wende von der werkimmanenten Interpretation zu einer sozialgeschichtlich ausgericht [ ... ]
Psychoanalytische Methode
Der Traum als eine Form der Phantasietätigkeit diente Sigmund Freud (1856-1939) auch als Zugang zu der künstlerischen Phantasie. Aufgrund des offenkundigen Bezugs von Traum und Tagtraum zur künstlerischen Phantasie wendet die psychoanalytische Literaturwissenschaft (Literaturpsychologie) das in der [ ... ]
Strukturalismus
Der Strukturalismus als Methode basiert auf den zeichentheoretischen Vorstellungen des Schweizers Ferdinand de Saussure (1857— 1913), die zur Grundlage der modernen Linguistik und — in weiterem Ausgriff — der modernen Semiotik geworden sind. Der Kerngedanke ist die Unterscheidung von Signifika [ ... ]
Rezeptionsästhetik und Rezeptionsforschung
Die Rezeptionsästhetik behandelt - im Gegensatz zur Produktionsästhetik — den Leser als Medium der Textrezeption. Mit seiner Veröffentlichung Literaturgeschichte als Provokation (1967) hat der Konstanzer Literaturwissenschaftler Hans Robert Jauß aus in der Folge einander durchaus widersprechender [ ... ]
Poststrukturalismus (Dekonstruktion)
Unter dem Sammelbegriff werden die jüngsten Methoden und Theorien zusammengefaßt, in denen strukturalistische, psychoanalytische und historische Ansätze kritisch modifiziert, teils zurückgewiesen werden. Zugleich sind sie alle durch die radikale Umkehr der philosophischen Dekonstruktion bestimmt. D [ ... ]



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