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Literaturwissenschaft und systemtheorie
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Literatur ist codierbar - Gerhard Plumpe /Niels Werber



Aspekte einer systemtheorelischen Literaturwissenschaft
1974 stellte der bisher vor allem aus der Verwaltungsorganisalion und RechLs-soziologie bekannte Niklas Luhmann einem Publikum von Künstlern, Linguisten, Literaturwissenschaftlern und philosophischen Experten für Ästhetik eine verblüffende Frage: "Ist Kunst codierbar?"1. Die Literaturwissenschaft ha [ ... ]
Systemtheoretische Grundlagen - Gesellschaftstheorie statt Ã"sthetik
"Ich werde (...) nicht versuchen, das Schöne als Schönes zu analysieren, um daraus zu erkennen, weshalb es schön ist, und aus den Gründen der Schönheit dann auf dauerhafte Relevanz zu schließen" (S. 245), grenzt sich Luhmann gegen die Tradition ästhetischer Theorie ab. Statt dessen schlägt er auf de [ ... ]
Die Leitdifferenz der Systemtheorie: System und Umwelt
Die Systemtheorie ist eine Differenzlheorie. Beobachten heißt unterscheiden: etwas ist etwas und nicht etwas anderes. Der Informationsgewinn hängt von der hierzu verwendeten Differenz ab. Wenn ich eine Uhr als 'teuer' bezeichne, schließe ich damit definitiv aus, daß sie für mich billig ist, nicht ab [ ... ]
Sinn als Grenze sozialer Systeme
Systeme stabilisieren ihre Differenz zur Umwelt durch Grenzen - seien diese nun Plastiküberzüge der Stromkabel, Staats- oder Zollgrenzen oder die Wände einer Kühlbox oder eines Raumschiffs. Im Falle sozialer Systeme sind Grenzen Sinngrenzen. Sinn unterscheidet order von noise, Information von Rausch [ ... ]
Kommunikation - Das basale Element sozialer Systeme
Aus welchen Elementen bestehen soziale Systeme: d.h., aus welchen Elementen reproduzieren sie sich ständig selbst? Ãoblicherweise denkt man hier an Menschen, Stände, Schichten oder Sonstiges. Die Systemtheorie jedoch macht einen anderen Vorschlag: aus Kommunikationen. Bewußtseinsbegable Menschen sin [ ... ]
Sprache und Gesellschaft
Um Selektionen mitzuteilen, eignet sich Sprache besonders gut. Im Gegensatz zu Gestik, Mimik, bestimmter Kleidung oder Bewaffnung signalisiert Sprache in der Regel ein Angebot, das angenommen werden soll. Zwar könnte ego auch an einer Körperhaltung die Differenz von Information und Mitteilung beobac [ ... ]
Schrift, Stratifikaüon und symbolische Generalisierung
Evolutionstheoretisch gilt die Sprache als Variationsinstanz. Daß die in ihr vollzogenen Kommunikationsofferten auch Folgen haben, setzt weiteres voraus: "Kommunikation, und erst recht sprachliche Kommunikation, bewirkt zunächst nur das Ankommen einer Information, das (wie immer grobe und unzureich [ ... ]
Die Ausdifferenzierung der Gesellschaft in Funktionssysteme
Demgegenüber differenziert die moderne, im Europa des ausgehenden 18. Jahrhunderts voll zum Zuge kommende Gesellschaft Kommunikationssysteme aus, die eine spezifische Funktion betreuen und Personen nur in dem Maße in Anspruch nehmen, als sie in solche Funktionssysteme verwickelt sind - als Kaufmann [ ... ]



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