Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literaturwissenschaft und systemtheorie
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Kunst als System



Der Code der Kunst
Entscheidet man sich für eine System theoretische Betrachtung der Kunst, dann wäre zu untersuchen, ob auch Kunst eines von vielen funktionsspezifizierten Subsystemen der modernen Gesellschaft ist. Luhmann fokussiert diese Problemstellung in der Frage; "Ist Kunst codierbar?" Sein Kandidat für den Cod [ ... ]
Das Literatursystem als Umwelt
Hier läßt sich eine erste wichtige Konsequenz für eine systemtheoretische Literaturwissenschaft ziehen: Die Literatur kann einmal als System (ein Subsystem der Kunst) beobachtet werden; dann fragt man nach der internen Operationsweise, der Codierung und der Programmierung der Beiträge, der Funktion [ ... ]
Systemreferenz und Umweltreferenz, Form und Medium - Werk
Diesen zwei Prämissen - System oder Umwelt - entsprechen zwei basale Operationsoptionen der Literatur selbst. Literatur kann, wenn sie Neues kreiert, entweder sich selbst beobachten und Altes neu arrangieren, oder sie beobachtet ihre Umwelt und importiert aus ihr Material für ihre Formen. "Für die m [ ... ]
Die Funktion der Kunst
Unter der Führung eines Spe/.ialcodes differenziert ein Sozialsystcm mit eigenem Funktionsprimat aus (S. 263). Die Frage ist, welche Funktion für die Gesellschaft Kunst und Literatur erfüllen, die nirgends sonst bedient würden. Es ist klar, daß unsere Konzeption der Kunst als Sozialsystem ältere äst [ ... ]
Zweifel am Code schön versus häßlich
Luhmann selbst hatte auf der Grundlage dieser Funktionsbestimmung Zweifel angemeldet, ob der Kunst die Ausdifferenzierung bekommen sei2K. Allein ihr Code sorge noch für eine gewisse Stabilität: "Was funktioniert, ist schon lange nur noch der operative Code, die Differenz von Annahme und Ablehnung al [ ... ]
Der Code der Kunst: interessant versus langweilig
1974, auf einem Karlsruher Kolloquium, auf dem auch Luhmanns Beitrag "Ist Kunst codierbar?" diskutiert wurde, hatte Max Imdahl eingeworfen, daß die Beobachtung der Kunst nicht länger an der "Schönheil" orientiert sei, sondern am "Interessanten". Dessen Gegenteil ist denn auch nicht das "Häßliche", s [ ... ]
Die Ausdifferenzierung von Unterhaltung
Wir haben bezweifelt, daß die Funktion der Kunst in der Schärfung des Kon-tingenzbewußtseins besteht, nicht aber, daß sie eine spezifische Funktion für die Gesellschaft erfüllt. Unsere Behauptung ist: die Funktion der Kunst ist es, zu unterhalten. Die Systembildung der Kunst ist zu beschreiben [ ... ]
Konsequenzen für die Literaturgeschichte
Wenn man die Geschichte der Kunst in Makroperioden einteilen wollte, würde sich die Orientierung an der Gesellschaflsstruktur anbieten: man würde dann von der 'Kunst' segmentär, stralifikatorisch und funktional differenzierter Gesellschaften sprechen. Literatur im modernen Sinne als ein funktionsspe [ ... ]



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