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Strukturale Psychoanalyse und Literatur (Jacques Lacan)


Hans H. Hiebet




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Teill - Struktural-poststrukturale Psychoanalyse
In Jacques Lacans Diskurs scheint die Form, das geniale Sprach-spiel, den Inhalt, die geniale Psychoanalyse, womöglich in den Schatten zu stellen, vielleicht deshalb, weil für den Praktiker wie den Theoretiker Lacan das "enonce" (das Ausgesagte) hinter die "önonciation" (den Aussagevorgang) zurücktr [ ... ]
Das Begehren
Lacan, der sich von 1938 an (mitdem Artikel 'La Familie' 11938J) um die strukturale Rekonstruktion der Freudschcn Theorie bemüht, erhebt den 'Wunsch" explizit zum Zentrum der seelischen Logik und gibt ihm den Namen 'Begehren" (desir); er läßt das Begehren, das durch seine Beziehung zur Phantasie def [ ... ]
Das Spiegelstadium und das Imaginäre
Den Begriffen Bedürfnis, Anspruch und Begehren entspricht in gewissem Sinn die Trias von 'Realem", 'Imaginärem" und 'Symbolischem". Das Reale als das Materiell-Naturhaftc tritt uns nur als die durch das Symbolische strukturierte Wirklichkeit entgegen; innerhalb der symbolischen Ordnung (der Sprachbe [ ... ]
Der Phallus
Die imaginäre 'Symbiose' zerbricht indessen auch dann, wenn das Kind erkennt, daß die Mutter noch ein anderes Begehren als das nach dem Kinde hegt: das nach dem Dritten. Nur ist dieser Anhaltspunkt lediglich die Kehrseite des 'Namens-des-Vaters" bzw. des 'Phallus", der seinerseits nichts anderes dar [ ... ]
Metapher und Metonymie
Da das Unbewußte wie eine Sprache strukturiert ist, konstituiert sich der Diskurs des Anderen aus materiellen Signifikanten; nur können diese für alles stehen außer für das, was sie sagen. Man bedient sich der Sprache, 'pour signifier tout autre chose que ce qu'ellc dit" (Lacan 1966, 505); das gilt [ ... ]
Poe: 'Der entwendete Brief
Im Artikel 'Lituraterrc' bestimmt Lacan die Literatur als 'Leltera-tur', als Brief, d.h. als Zeichen-Botschaft mit Ausradicrungcn, Auslassungen, Anspielungen, Metonymien und Metaphern, - als doppelten (bewußt-unbewußten) Diskurs, dessen Signifikanten nicht zuletzt wieder auf das verlorene 'Objekt kl [ ... ]
Teil II - Eine Methodenreflexion
Während der (linguistische) Strukturalismus in gewissem Sinn direkt auf die Literaturwissenschaft übertragen worden ist und werden konnte (Jakobson; Barthes; Todorov), gilt dies für den Spätstrukturalismus nicht. Ein Grund dafür mag darin liegen, daß er sich in sprach-fernen und sehr unterschiedlich [ ... ]
Friedrich A. Kittler
Im programmatischen Vorwort zu dem Band 'Urszenen' proklamieren F.A. Kittler und H. Turk die 'Diskursanalyse": Den genealogischen Ursprüngen von Diskursverboten und Diskursivierun-gen neuer Diskurs-Ordnungen - resultierend aus veränderten Macht-, Begehrens- und Wisscns-Konstellationen - gelte es auc [ ... ]
'Der Sandmann'- 'Das Phantom unseres Ichs'
In seinem Aufsatz ''Das Phantom unseres Ichs'" und die Literaturpsychologie: E.T.A. Hoffmann - Freud - Lacan' in dem Band 'Urszenen' (Kittler 1977a, 139-166) - es handelt sich um die wohl komprimierteste und programmatischste aller Lacan-Applikatio-nen - erhärtet Kittler dieses Theorem. Kittler mac [ ... ]
Helga Gallas
Eine rein an Lacan orientierte Textanalyse stellt Helga Gallas' Studie zu Kleists 'Michael Kohlhaas' dar (Gallas 1981). Gallas segmentiert zunächst das narrative Syntagma dieser Erzählung im Sinne des frühen Strukturalismus. Die Ausgangssituation ist die der scheinbar intakten Welt, in der Kohlhaas [ ... ]
Kafka und die Moderne
Barthes hat als Charakteristikum des modernen Textes die unge-richtet-reversible Vielfalt seiner semischen und symbolischen Verweise - sein 'Plurales" - angegeben (1976, 34f.). Dieses 'Plura-le" entdeckten G. Dclcu/c und F. Guattari in Kafkas Texten (1975). Einen labyrinthischen Bau, ein Gestrüpp, e [ ... ]




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