Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Literaturtheorien
Jürgen Link / Rolf Parr Eine scmiotischc Analyse des literarischen Diskurses rekurriert auf zwei nicht notwendigerweise miteinander verbundene Theoriekonzepte: das der Semiotik, als deren Objekt in d
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Narrative Makrostrukturen



Gilt ein solches Ebenen-Modell auch für literarische Makrostrukturen, insbesondere literarische Narrationen? Sicherlich dürfte die Semantisierung der Signifikantebenen in manchen Narrationen eine weniger große Rolle spielen, obwohl Rhythmus, Tonfall, syntaktische Melodie des Erzählens stets ein entscheidendes Gewicht für die literarische Konstitution einer Erzählung besitzen. In jedem Fall sind aber die beiden konnotativen Ebenen auch für literarische Geschichten konstitutiv. Der Nachweis von Claude Lcvi-Strauss , daß mythische Geschichten Abbildungen semantischer Paradigmata auf Syntagmata sind, gilt in vollem Umfang für literarische Narrationen. Besonders wichtig in literarischen


Texten ist die Ebene 2 der Konnotation : Der Umfang der Texte erlaubt es, die Stellung von Episoden zu Beginn, in der Mitte oder am Schluß, die Rekurrenz von Handlungen, ihre Eskalation, Deeskalation, Umkehrung usw. vielfältig zu semantisieren .
      Man kann die Struktur des literarischen Diskurses aus semio-tischer Sicht also vorläufig als paradigmatisch generiertes und paradigmatisch expandiertes Syntagma - bildlich gesprochen: als 'mehrstimmige', polyisotope Rede - bestimmen. Das gilt gleichermaßen für kleinste literarische Elemente wie für Makrostrukturen. Die Frage ist nun, ob solche 'Mehrstimmigkeit" innerliterarischen Ursprungs ist oder woher sie ggf. stammt. Ein Vorschlag zur Beantwortung dieser Frage ist es, die Semiotik diskurstheoretisch, genauer: inter-diskurstheoretisch zu erweitern.
     

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